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D'Angelo

  • musicmakermark
  • 8. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer R&B- bzw. Neo-Soul-Sänger und Musiker, geboren am  11. Februar 1974 in Richmond, Virginia, als Michael Eugene Archer. Seine Familie gehörte der Pfingstbewegung an, die Kontakt mit anderen Kirchen strikt ablehnt. Er gründete eine eigene Gruppe und gewann mit ihr 1991 die Amateurwertung eines Wettbewerbes im "Apollo Theater" in Harlem, New York.



Danach verliess Archer 18-jährig die Schule und liess sich in New York nieder. Nach einem kurzen Gastspiel bei der Hip Hop-Gruppe I.D.U. (Intelligent, Deadly But Unique), wurde er dank eines Demos von "EMI" unter Vertrag genommen. Erste Erfolge feierte er aber als Songschreiber.

 

Sein Song "U Will Know" (Mercury, 1994) wurde von der R&B-Supergroup Black Men United, bestehend aus Brian McKnight, Usher, R. Kelly, Boyz II Men, Raphael Saadiq und Gerald Levert, übernommen. Die Single kletterte bis auf Platz 28 der Billboard Hot 100 und auf Platz 5 bei den R&'B/Hip Hop-Singles.

 

Das Stück wurde auch für den Soundtrack zum Film "Jason's Lyric" (1994) verwendet. Mit "Overjoyed" schrieben Archer und sein Bruder Luther Archer auch einen Song für den Boys Choir of Harlem, der ihn auf dem Studioalbum "The Sound of Hope" (EastWest, 1994) veröffentlichte.

 

Mit "Brown Sugar" (EMI, 1995) konnte D'Angelo sein erstes eigenes Album veröffentlichen. Es kam bis auf Platz 22 der Billboard 200 und blieb 65 Wochen in der offiziellen US-Hitparade. Bei den R&B/Hip Hop-Alben schaute Platz 4 heraus. Total verkaufte sich das Album über 1,5 Millionen Mal.

 

Auch die drei Single-Auskoppelungen waren in den Charts vertreten. Mit Maxwell, Erykah Badu und Lauryn Hill war D'Angelo damals einer der Pioniere der so genannten Neo-Soul-Bewegung. Danach erschien während fünf Jahren kein neues Album mehr.

 

D'Angelo nahm Songs für Soundtracks auf oder half bei Sessions anderer Künstlerinnen und Künstler aus. So war er in einem Duett auf Lauryn Hills Hitalbum "The Miseducation of Lauryn Hill" (Ruffhouse, 1998) zu hören. Auch von Method Man und GZA alias The Genius, beides Mitglieder des Wu-Tang Clans, wurde er zu Aufnahmen geholt.

 

Einziges eigenes Lebenszeichen war die Liveaufnahme "Live at the Jazz Café" (EMI, 1998), die allerdings schon 1995, nach seinem ersten Album, entstanden war und nur sechs Songs enthielt. Erst die Wiederveröffentlichung "Live At The Jazz Cafe, London: The Complete Show" (Virgin, 2014) bestand aus dem ganzen Auftritt mit total elf Songs.


D'Angelos zweites Album "Voodoo" (Virgin, 2000) verkaufte sich allein in den USA über 1,7 Millionen Mal. Es stand sowohl bei den Billboard 200 als auch bei den R&B/Hip Hop-Alben ganz zuoberst. Für "Voodoo" bekam D'Angelo 2001 einen Grammy. Danach legte sich D'Angelo, nicht zuletzt auch bedingt durch Drogen- und Alkoholprobleme sowie eine persönliche Krise, eine noch längere Pause auf, als zwischen dem ersten und zweiten Album.

 

Er machte bei Aufnahmen von J Dilla, Common, Q-Typ, Snoop Dog, Raphael Saadiq und The RH Factor mit, veröffentlichte dann und wann unfertige Demoaufnahmen im Internet oder beteiligte sich mit einem Song am Aids-Hilfsprojekt Red Hot & Riot. Mit "The Best So Far..." (Virgin, 2008) und "Icon D'Angelo" (Virgin, 2013)  erschienen vorerst lediglich Compilations.


Nach fast 15-jähriger Pause erschien das dritte Album "Black Messiah" (RCA, 2014). Es schnitt mit Platz 5 in den Billboard 200 und Platz bei den R&B/Hip Hop-Alben gut ab. Bei den Arbeiten zu seinem vierten Studioalbum starb D'Angelo am 14. Oktober 2025 im Alter von 51 Jahren in New York City, an Krebs.                                                                                            01/26

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