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Duke Jordan

Amerikanischer Jazz-Pianist, Komponist und Bandleader, geboren am 1. April 1922 in New York City, als Irving Sidney Jordan. Nach acht Jahren Klavierunterricht begann Jordan 1941 seine professionelle Laufbahn in der Band von Coleman Hawkins. 1945 konnte er als Mitglied des Floyd Horsecollar Williams Septets erste Aufnahmen realisieren.


1946 spielte Jordan bei Roy Eldridge und Teddy Walters. 1947 folgten weitere Aufnahmen als Mitglied von Allen Eager With The Be Bop Boys. Bekannt wurde Jordan als Mitglied des Quintetts von Charlie Parker (as), das neben dem Leader und Jordan aus Miles Davis (tp), Tommy Potter (b) und Max Roach (dm) bestand.


1947/148 war Jordan bei einer ganzen Reihe von Aufnahmen dieser Gruppe mit dabei. Später begleitete er eine Weile lang Sonny Stitt, Gene Ammons und Stan Getz und spielte mit Coleman Hawkins, Roy Eldridge und Oscar Pettiford. Seine ersten Aufnahmen unter eigenem Namen konnte er am 28. Januar 1954 im Trio mit Gene Ramey (b) und Lee Abrams (dm) realisieren.


Diese erschienen in Form des 10"-Albums "Duke Jordan Trio" (Swing und Vogue, 1954). Aufnahmen vom 7. März 1955 mit Gigi Gryce (as), Oscar Pettiford (b) und Kenny Clarke (dm) erschienen als "Jazz Laboratory Series, Vol. 1" (Signal, 1957). Eine Seite der LP enthielt die Original-Trioversion, die andere Seite jene Version, bei der später die Klänge von Gryce im Overdubverfahren dazugemischt wurden.


Am 10. Oktoboer 1955 war Jordan mit Percy Heath (b) und Art Blakey (dm) im Studio, am 20. November 1955 zusätzlich mit noch mit Cecil Payne (bars) und Eddie Bert (tb). Das Ganze erschien auf einer LP mit dem Titel "Trio/Quintet" (Signal, 1955). Wie viele Aufnahmen aus jener Zeit, wurden auch diese später teilweise mit anderen Titeln neu aufgelegt.


Danach folgten weitere Engagements als Pianist für Leader wie Stan Getz, Art Farmer, Gigi Gryce, Howard McGhee, Gene Ammons, Cecil Payne, Ernstine Anderson, Roffe Erikson, Doug Watkins, Joe Holiday, Louis Smith, Kenny Burrell, Sonny Stiitt, Barney Wilen, Art Blakey, Tina Brooks, Barry Miles, Joe Carroll und Dizzy Reece.


"A Night At The Five Spot" (Signal, 1957) zeigt ihn im August 1957 in einer Charlie Parker-Hommage mit Frank Socolow (ts), Phil Woods (as), Cecil Payne (bars), Wendell Marshall (b) und Art Taylor (dm) als Co-Leader. Die nächsten eigenen Aufnahmen machte Jordan am 4. August 1960 mit Dizzy Reece (tp), Stanley Turrentine (ts), Reggie Workman (b) und Art Taylor (dm).


Sie erschienen unter dem Titel "Flight To Jordan" (Blue Note, 1961). Von 1952 bis 1962 war er mit der Jazz-Sängerin Sheila Jordan verheiratet. Anfang 1962 entstanden zwei weitere Aufnahmen. Am 12. Januar nahm er mit Sonny Cohn (tp), Charlie Rouse (ts), Eddie Khan (b) und Art Taylor (dm) die Filmmusik zu "Les Liaisons Dangereuses" (Charlie Parker, 1962) auf.


Diese Stücke hatte er 1959 in Paris mit Thelonious Monk geschrieben. Am 22. Februar 1962 entstand Jordans Teil der Split-LP "East And West Of Jazz" (Charlie Parker, 1962) mit Johnny Coles (tp), Cecil Payne (bars), Wendell Marshall (b) und Walter Bolden (dm). Die andere Seite dieser LP stammte von einem Quartett um den Pianisten Sadik Hakim.


Dann vergingen mehr als zehn Jahre, ohne eigene Aufnahmen oder solche für andere Leader. Erst ab Anfang der 1970er Jahre konnte Jordan weitere Aufnahmen veröffentlichen. Gesamthaft umfasst sein Schaffen über 70 Alben, die grösstenteils unter seinem Namen oder unter dem Bandnamen Duke Jordan Trio erschienen. Bei discogs.com besitzt er fast 600 Credits als Musiker.


Ab 1978 war er in Kopenhagen ansässig, wo er für das dortige Label "SteepleChase" viele Aufnahmen einspielte. Duke Jordan starb am 8. August 2006 im Alter von 84 Jahren in der Nähe von Kopenhagen. Von seinem Schaffen kamen einige Compilations oder Reissue-Pakete heraus.

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Fred Wesley

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