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François Rossé

  • musicmakermark
  • 28. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Französischer Komponist und Pianist zwischen zeitgenössicher Musik und freier Improvisation, geboren am  16. Juni 1945 in Reichshoffen im Elsass. Er studierte zuerst Klavier, dann Musik-Analyse und Komposition.


 

Er war einer der letzten Schüler von Olivier Messiaen am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris. Auch Ivo Malec und Paul Méfano waren seine Lehrer. 1974 wurde er Professor für Musikanalyse am Konservatorium von Bordeaux.

 

Dort traf er auf Jean-Marie Londeix, der ihn dazu aninmierte, Werke für Saxophone zu schreiben und dabei die neusten Techniken, die für dieses Instrument entwickelt wurden, zu integrieren.

 

Er schrieb dazu auch Kompositionen für anderen Instrumente oder Instrumentengruppen wie Klavier, Orgel, Streicher, Blasinstrumente und Stimme mit oder ohne Instrumentalbegleitung. Dazu kam Musik für Chöre, Ensembles oder Orchester sowie die Oper "Simplicius" (1996).

 

Einmal integriert er als Soundquelle den Klang eines Feuerwehrautos. Gesamthaft brachte Rossé an die 400 Werke zu Papier. Von Rossé kamen nur wenige Schallplatten heraus, die nur aus Werken von ihm bestanden.

 

"Instrumenta 6" (Poly-Art, 1988) enthielt ein Werk für drei Altsaxophone, eines für ein Altsax, ein weiteres Solostück für Blockflöten und ein Werk für zwei Altsaxophone, eine Flöste und Synthesizer, letzteres Instrument gespielt von Rossé selber.

 

Für "François Rossé" (Quantum, 1994) spielte Patrick Ruby Solowerke für Gitarre ein. Dazu kamen zwei Werke mit Ruby und einem kleinen Ensemble. Mit Musikern und Musikerinnen des Ensembles Proxima Centauri kam "...Por Casualidad" (Álba Musica, 1997) zu Stande.

 

Auf der CD fanden sich Werke für Soloinstrumente oder zwei Instrumente. Dazu kam ein mehrteiliger Quartetttrack. Das Ensemble Laborintus von Sylvain Kassap (cl) und Hélène Breschand (harp) nahm sich für "Ouroboros" (La Nuit Transfigurée, 2001) diversen Kammermusikstücken an.

 

"Votre Tour Du Monde En Compagnie De François Rossé" (Conservatoire D'Orléans, 2013) zeigt François Rossé (p), Mieko Miyazaki (koto) sowie Frédéric Juranville und Francis Lecointe (sax) in Werken von Rossé. Adam Estes (sax) sowie Stacy Rodgers und Amanda Johnston (p) waren die Ausführenden auf "Métissage - Music For Saxophone And Piano" (MSR Classics, 2017).

 

"R3 Reflets Rebonds Rugueux" (Erol, 2022) war eine frei impovisierte Trioaufnahme von Rossé (p) mit Etienne Rolin (reeds) und Jean-Michel Rivet (elect). Rossé und Rolin hatten sich davor im Cinégraph's Trio mit dem Steve Lacy-Begleiter Kent Carter (b) zusammengetan.

 

Das Trio ist auf der CD-R "Polyculturel" (Mad, 1998) sowie auf einer label- und datumlosen CD-R mit dem Titel "Live Wires" dokumentiert. Rossé arbeitete auch mit anderen Improvisatoren wie Beñat Achiary, Denis Badault, Bernard Lubat, Jean-Marc Padovani, Carlo Rizzo, Jean-Pierre Robert, Gérard Siracusa oder Michel Etxekopar zusammen.

 

Rossé verfasste zudem auf französisch und deutsch viele poetische oder theoretische Texte. Er war einer der gründer der Groupe ICAR (Interprètes et Compositeurs d'Aquitaine pour la Recherche).      04/26

 

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