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Gottfried Michael König

  • musicmakermark
  • 28. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Deutscher Komponist, geboren am 5. Oktober 1926 in Magdeburg. Nach dem Gymnasium, privaten Musikstudien und ersten Kompositionen folgte ein Musikstudium an der Staatsmusikschule bzw. am Seminar für Kirchenmusik in Braunschweig.


 

Danach studierte er an der Nordwestdeutsche Musikakademie in Detmold und an der Musikhochschule bzw. am Institut für musisch-technische Gestaltung in Köln. Zwischen 1954 und 1954 arbeitete er an der Seite von Karlheinz Stockhausen in den WDR-Studios für elektronische Musik in Köln.

 

Während jener Zeit lernte er auch an der Seite von Györgi Ligeti und Mauricio Kagel. 1955 schuf er mit "Klangfiguren I" sein erstes elektronisches Werk, gefolgt von "Klangfiguren II (1955/56) und "Essay" (1957/58). In den frühen 1960er Jahren begann er an seinem Computerprogramm "Projekt 1" (PR1) zu arbeiten.

 

Als er 1964 an die Universität von Utrecht berufen wurde, nahm er er diese Arbeit mit und schloss sie innerhalb von drei Jahren ab. In Utrecht begann König mit dem "Variable Function Generator" (VFG), einem Tongenerator zu arbeiten, den der Student Stan Templaars entwickelt hatte.

 

Der VFG war eine Art analoger Sequencer. Zwischen 1967 und 1969 komponierte König auf dem VFG eine Serie von Kompositionen, die den Obertitel "Funktionen" trugen. 1968 begann König am zweiten Computerprogramm (PR2) zu arbeiten, das zu kompliziert wurde.

 

Stattdessen griff er auf das PR1 zurück und entwickelte dieses weiter. In der Folge entstanden die Weiterentwicklungen PRIX und PRIXM. 1986 zog er sich von seiner Lehrtätigkeit zurück, entwickelte aber weitere Programme. Koenigs Musik ist nur auf wenig Tonträgern nachzuhören.

 

Mit Ernst Krenek teilte er sich eine 10"–EP (Deutsche Grammophon, 1957). Koenig war mit der Komposition "Klangfiguren" vertreten. Sein Werk "Funktion Gelb" (Wergo, 1968) erschien in Form einer 7"-EP. Eine titellose LP (Deutsche Grammophon, 1970) bestand aus den Werken "Terminus II" (1966/67) und "Funktion Grün" (1967).

 

Zwei weitere Werke auf dieser LP stammten von Zoltán Pongrácz und Rainer Riehn. Seine wichtigsten Werke "Klangfiguren II", "Essay", "Terminus I", "Terminus II", "Output" sowie die "Funktionen" Rot, Grau, Violett, Blau und Indigo" wurden im Rahmen der Serie "Acousmatrix" auf einer Doppel-CD (BVHaast, 1990) vereint.

 

"Gottfried Michael Koenig" (Edition RZ, 2006) hiess eine andere eine Doppel-CD mit den Kompositionen "Zwei Klavierstücke" (1957), "Materialien zu einem Ballett" (1961), "Streichquartett" (1959), "Terminus X" (1967), "Funktion Grün" (1967), "Funktion Gelb" (1968) und "60 Blätter für Streichtrio" (1992). 

 

Gottfried Michael Koenig starb am 30. Dezember 2021 im Alter von 95 Jahren in Culemborg, Niederlande.                                            04/26

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