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Michael Finnissy

  • musicmakermark
  • 28. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Britischer Komponist, Pianist und Musikpädagoge, geboren am 17. März 1946 in London. Er studierte am Royal College of Music Komposition bei Bernard Stevens und Humphrey Searle und Klavier bei Edwin Benbow und Ian Lake. Mit einem Octavia-Reisestipendium setzte er seine Ausbildung bei Roman Vlad in Italien fort. 


 

Während seines Studiums arbeitete er als Klavierbegleiter von Tanzklassen. Dieser Tätigkeit ging er nach dem Studium weiter freiberuflich und an der London School of Contemporary Dance nach. Dort gründete er das Musikdepartment.

 

Dazu arbeitete er mit Choreographen wie Jane Dudley und Anna Sokolow, Richard Alston, Siobhan Davies, Jackie Lansley und Fergus Early zusammen.  Als Pianist debütierte er in der Galerie Schwarzes Kloster in Freiburg im Breisgau, wo er neben eigenen Kompositionen Werke von Howard Skempton und Oliver Knussen aufführte.

 

Komponisten wie Elizabeth Lutyens, Judith Weir, James Dillon, Oliver Knussen, Nigel Osborne, Chris Newman, Howard Skempton und Andrew Toovey schrieben Werke für ihn. 

 

Als Musikpädagoge wirkte Finnissy an der Royal Academy of Music und am Royal College of Music, am Winchester College, am Chelsea College of Arts, der University of Essex und der University of Southampton und als Gastdozent bzw. Musician-in-residence unter anderem an der Katholieke Universiteit Leuven in Belgien, am Victorian College of Arts und beim East London Late Starters Orchestra. 

 

In seinen Kompositionen gilt Finnissy - neben Richard Barrett, Ferneyhough, dessen Schüler Claus-Steffen Mahnkopf und anderen - zu den Vertretern des Komplexismus, einer Musik, die sich durch grosse Dichte und schnelle Abfolge musikalischer Ereignisse, komplizierte Rhythmik und ständige Verwandlung auszeichnet.

 

Die Harvard University widmete ihm 1999 eigenes Festival. Ian Pace führte 1996 sein gesamtes Klavierwerk auf. Der selbe Pianist spielte auch 2001 die Uraufführung des sechsstündigen Klavierwerks "The History of Photography in Sound" und legte dessen erste Gesamtaufnahme vor, die sich über fünf CDs (Metier Sound & Vision, 2013) erstreckte. 

 

Finnissys Werke sind auf über 50 Schallplatten verewigt worden. Der Grossteil besteht nur aus Finnissy-Werken. Sein Werkverzeichnis umfasst mehr als 400 Titel.                                                               04/26

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