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Alan Skidmore

musicmakermark
vor 4 Stunden
4 Min. Lesezeit

Englischer Free Jazz/Free Improv-Tenor- und Sopransaxophonist sowie Bandleader, geboren am 21. April 1942 in London als Sohn des Tenorsaxophonisten Jimmy Skidmore (1916-1998). Zum achten Geburtstag erhielt er von seinem Vater ein Saxophon als Geschenk.


 

Seine musikalische Ausbildung bekam er am Konservatorium in London. Mitte der 1960er Jahre spielte er in den Blues-Bands von Alexis Korner, John Mayall und Georgie Fame, und bekam die Gelegenheit, an der Seite der US-Blueser Sonny Boy Williamson II. und Champion Jack Dupree zu spielen.

 

Er gehörte Ende der 1960er Jahre der Concert Band von Mike Westbrook an, als diese ihre ersten Aufnahmen einspielen konnte. 1969 gründete er mit Malcolm Griffiths (tb), John Taylor (p), Chris Laurence (b) und Tony Levin (dm) das Alan Skidmore Quintet.

 

Das erste Album "TCB" (Philips, 1970) enthielt auf der B-Seite Septett-Aufnahmen mit zusätzlich John Surman und Mike Osborne (sax). Im selben Jahr war "Once Upon A Time...." (Deram und Decca, 1970) ein zweites Album.

 

Am Werk war nun ein verändertes Quintett von Skidmore und Taylor mit Kenny Wheeler (flh), Harry Miller (b) und Tony Oxley (dm). Gleichzeitig spielte er in jener Zeit in den vielen Formationen anderer englischer Musiker, so bei Graham Collier Music, in der Brotherhood Of Breath von Chris McGregor und bei Elton Dean's Ninesense.

 

Er wurde zu Aufnahmen von Mike Cooper, John Surman, Harry Beckett und The Nice, Norma Winstone, Michael Gibbs, Rolf Kühn, The Trio, Keith Tippetts Centipede, Soft Machine, Volker Kriegel, String Driven Thing, Sandy Denny, Curved Air, The Walker Brothers, Ginger Baker und anderen beigezogen.

 

Aufnahmen mit Mike Osborne (as), Harry Miller (b) und Louis Moholo (dm) aus jener Zeit kamen erst viel später als "Starting Fires! Live At The 100 Club 1970" (Pioneering British Jazz, 2023) unter Osbbornes Namen heraus.

 

Mit Mike Osborne (as, perc) und John Surman (bs, ss, bcl, synth) tat sich Skidmore 1975 zum Trio S.O.S. zusammen. Unter den Namen von Skidmore, Elton Dean (as), Chris Laurence (b) und John Marshall (dm) erschien "El Skid" (Vinyl, 1977).

 

1977 gründete er mit Gerd Dudek und Leszek Zadlo (ts) sowie mit Ali Haurand (b) und Pierre Courbois (dm) das European Jazz Quintet, von dem "Live At Moers Festival" (Ring, 1977), danach eine titellose LP (EGO, 1978) sowie "III" (Fusion, 1982) erschienen.

 

S.O.H. hiess eine Gruppe bzw. ein Album (EGO, 1979) von Skidmore mit Tony Oxley (dm) und Ali Haurand (b). Ein zweites, live eingespieltes Album hiess "SOH" (View, 1981), gefolgt von "Live In London" (Jazzwerkstatt, 2007) mit Aufnahmen von 1983.

 

Von 1985 stammten die Stücke auf der Doppel-CD "That's Our Life" (Jazz in Britain, 2026). Darauf ist Alan Skidmore's Tenor Tonic mit Paul Dunmall (ts), Paul Rogers (b) und Tony Levin (dm) am Werk.

 

"Tribute To Trane" (Miles, 1988) nannte sich eine Tribute-Aufnahme mit sieben Coltrane-Nummern, eingespielt mit Jason Rebello (p), Dave Green (b) und Stephen Koegh (dm). Es war die erste Aufnahme unter dem Bandnamen Alan Skidmore Quartet.

 

Danach folgten als Alan Skidmore Quartet, aber mit anderen Musikern weitere Aufnahmen. Auf "East To West" (Miles, 1992) waren zwei verschiedene Gruppen zu hören. Die eine bestand in Aufnahmen von 1989 aus Stan Tracey (p), Roy Babbington (b) und Clark Tracey (dm), die andere in Aufnahmen von 1992 aus Steve Melling (p), Mick Hutton (b) und Bryan Spring (dm).

 

Auf der Doppel-CD "Impressions Of John Coltrane" (ITM Archives, 2011) wurden Liveaufnahmen des Alan Skidmore Quartets mit Mike Gorman (p), Aidan O'Donnell (b) und Ian Palmer (dm) veröffentlicht. Mit Georgie Fame und Uschi Brüning (vcl) nahm das Alan Skidmore Quartet live 2008 "A Declaration Of Love" (ITM Archives, 2015) auf.

 

Die restlichen Musiker waren Steve Melling (p), Geoff Gascoyne (b) und Ian Palmer (dm. "Naima" (ITM, 2017) war eine weitere Doppel-CD des Alan Skidmore Quartets mit Musik von bzw. in der Nähe von John Coltrane mit Mike Gorman oder Steve Melling (p), Aidan O'Donnell oder Geoff Gascoyne (b) sowie Ian Palmer oder Tony Levin (dm).

 

Auf der Doppel-CD "John Coltrane 50th Memorial Concert At Cafe Oto" (Confront, 2019) sind das Paul Dunmall Sun Ship Quartet, Alan Skidmore (ts), Julie Kjær (fl), Mark Wastell (dm, perc) und Ståle Liavik Solberg in verschiedenen Kombinationen zu hören.

 

"A Supreme Love" (Confront, 2023) hiess ein 6-CD-Set, dass sein Schaffen von 1961 bis 2019 in bisher unveröffentlichten Livetracks abdeckte. Die Stücke stammten von The Skidmores With Alan Haven, Alan Skidmore Trio/Quartet/Quintet, Blues Incorporated, Humphrey Lyttelton Big Band, Weather Report + 2, S.O.S., S.O.H., The Elvin Jones Jazz Machine sowie Skidmore mit diversen Grossorchestern oder in Duos bzw. Trios.

 

"The Call" (Provocateur, 1999) hatte eine mit dem südafrikanischen Musiker Amampondo (dm, perc, vcl) eingespielte Aufnahme geheissen. Die Gruppe bestand neben Skidmore (ts, ss) aus Colin Towns (key), Steve Melling (p), Arnie Somogyi (b) und Gary Husband (dm).

 

Ebenfalls aus britischen und südafrikanischen Musikern bestand Alan Skidmore's Ubizo, von der die Alben "Ubizo" (Provocateur, 2003) und "50 Journeys" (Provocateur, 2008) erschienen. Mit Peter King (as) als Co-Leader sowie mit Steve Melling (p), Alec Dankworth (b) und Martin Drew (dm) war 2006 "Forever Elvin" (Miles, 2013) zu Stande gekommen.

 

Alan Skidmore hat bei discogs.com 300 Einträge als Musiker.

 

Weitere Studioarbeit verrichtete er für Eje Thelin, Third Eye, Eric Clapton, Tubby Hayes, Maynard Ferguson, Stan Tracey, Danny Thompson, Flavio Ambrosetti, Van Morrison und andere. Er gehörte der The George Gruntz Concert Jazz Band, dem Charlie Watts Orchestra, dem Colin Towns Mask Orchestra und dem European Jazz Ensemble an.             09/26

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