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Alan Stivell

  • musicmakermark
  • 16. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Französischer Harfenspieler und Sänger bretonischer Musik, geboren am 6. Januar 1944 in Riom, Puy-de-Dôme, als Alain Cochevelou. Er wuchs im Département Morbihan in der Südbretagne und in Paris auf und erlernte schon als Kind das Klavierspiel.


 

Sein Vater Jord bzw. Georges Cochevelou, entwickelte die erste keltische Harfe der Neuzeit, nachdem dieses Instrument über Jahrhunderte weder gebaut noch gespielt worden war.

 

Als Alan neun Jahre alt war, begann er, auf dieser Harfe zu spielen, und trat schon wenig später erstmals öffentlich auf. 1957 begann er damit, die bretonische Sprache und das Dudelsackspielen zu erlernen.

 

1966 baute sein Vater für ihn eine bardische Harfe, die im Gegensatz zur keltischen Harfe mit Bronzesaiten bespannt ist. Ab 1967 nannte sich Alain Cochevelou Alan Stivell. Stivell bedeutet auf Bretonisch Quelle.

 

Der Name verweist auf seinen französischen Namen Cochevelou, eine Umdeutung des bretonischen Wortes kozh stivelloù bzw. die alten Quellen. Für Stivell waren die keltische und die bardische Harfe Medien, sich mit der lange Zeit nahezu unbekannten und verachteten bretonisch-keltischen Kultur und Mythologie verbunden zu fühlen.

 

Seine ersten Aufnahmen veröffentlichte er Ende der 1950er Jahre unter seinem richtigen Namen. Es handelte sich um vier zwischen 1959 und 1960 erschienene 7"-EPs (Mouëz-Breiz), auf denen er die bretonische Sängerin Andrea Ar Gouilh begleitete.

 

"Musique Gaëlique" (Mouëz-Breiz, 1961) war eine eigene 7"-EP, und "Telenn Geltiek (Harpe Celtique)" (Mouëz-Breiz, 1964) das erste Album im 10"-Format. Dann vergingen mehrere Jahre, bis er, nun als Alan Stivell, ab 1968 weitere Singles/EPs und dann auch LPs veröffentlichten konnte.

 

Die erste hiess "Reflets" (Fontana, 1970), gefolgt von "Renaissance De La Harpe Celtique" (Fontana, 1971) und "À L'Olympia" (Fontana, 1972). Bis dato veröffentlichte Stivell unter seinem Namen 30 Alben.

 

Dazu suchte er immer wieder die Zusammenarbeit mit Musikerinen und Musikern wie Kate Bush, Laurent Voulzy, Angelo Branduardi, Carlos Nuñez und vielen anderen. Dabei entstanden weitere Schallplatten. Er trat überall auf der Welt auf und liess Rock und andere Musikstile in seine Volksmusik einfliessen.  

 

Die französische Hip Hop-Formation Manau adaptierte den Refrain des Stivell-Songs "Tri martolod" für ihren Hit "La tribu de Dana" (Polydor, 1998). Dies führte zu einem Rechtsstreit.

 

Zehn Jahre später wurde die selbe Melodie von der Schweizer Folk-Metal-Band Eluveitie für ihren Song "Inis Mona" adaptiert, der sich auf dem Album "Slania" (Nuclear Blast, 2008) fand. Die deutsche Band Santiano veröffentlichte eine eigene Version von "Tri Martolod".

 

Das Schaffen von Alan Stivell wurde auf mehr als einem Dutzend Reissue-Paketen oder Compilations dargestellt. "Routes" (Disques Dreyfus und Keltia III, 1997) war ein 4-CD-Set mit den Einzelteilen "Harpes", "Rock", "Folk" und "New Age". Ebenfalls vier CDs umfasste "4 Albums Originaux" (Mercury, 2015).

 

Im Mai 2009 spielte Stivell im Stade de France in Paris vor dem Anpfiff des rein bretonischen Endspiels um den französischen Fussballcup zwischen Stade Rennes und EA Guingamp die bretonische Nationalhymne.     07/26

 

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