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André Ceccarelli

  • musicmakermark
  • 10. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Französischer Jazz-Schlagzeuger, Bandleader und Komponst, geboren am 5. Januar 1946 in Nizza. Ceccarelli stammt aus einer Musikerfamilie. Sein Vater Jean Ceccarelli war Schlagzeuger, ebenso sein Bruder Jean-Pierre. Er zog mit 14 Jahren nach Paris und debütierte in den 1960er Jahren im Orchester des Jazz-Trompeters Aimé Barelli in Monaco.


 

Anfang der 1960er Jahre spielte er in der französischen Rock'n'Roll-Band Les Chats Sauvages. Ob er bei einem der vielen Alben dieser Band mitwirkte, ist nicht klar. Das selbe galt für die Beat- und R&B-Band I Pirañas. Zu hören war er auf dem einzigen und gleichnamigen Album (Disques SEM, 1968) von Les Maledictus Sound.

 

Es handelte sich um ein Musique concrète/Psychedelic-Projekt von Jean-Pierre Massiera. Es folgten Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre Aufnahmen mit Marcello Rosa & Minnie Minoprio, der Band Structure sowie des Pianisten-Quartetts Georges Arvanitas, Michel Graillier, René Urtreger und Maurice Vander.

 

Er arbeitete für Ivan Jullien, Eddy Louiss, Claude Thomain, Jean-Luc Ponty, Stéphane Grappelli, Johnny Hallyday, Demis Roussos und andere. 1971/1972 gründete er mit Troc eine erste eigene Gruppe, mit der er im Gebiet des Funk Jazz unterwegs war.

 

Mitglieder waren Alex Ligertwood (vcl), Jacky Giraudo (g), Henri Giordano (e-p) und Jannick Top (e-b), der kurz danach zu Magma wechselte. "Troc" (Cy, 1973) hiess ein erstes Album. 2011 reformierte Ceccarelli Troc. Daraus entwickelten sich im Laufe der Jahre mit Ligne Sud Trio und Trio Sud (siehe alle Troc) weitere eigene Bands.

 

Dazu esrchienen im Laufe der Jahre über 50 Aufnahmen unter seinem eigenen Namen oder als Co-Leader neben Musikern wie René Urtreger, Niels-Henning Ørsted Pedersen, Christian Escoudé, Bernard Arcadio, Claude Chavanat, Tom Harrell oder Kenny Werner.

 

Auch mit Kenny Wheeler, Enrico Rava, François Jeanneau, Stefano Di Battista, Sylvain Luc, David Linx, Rhoda Scott und vielen anderen machte er Aufnahmen als Co-Leader. Seine erste Aufnahme unter seinem Namen allein war die Library Music-Soloaufnahme "Rythmes" (Music De Wolfe, 1976) mit 32 teils nur wenige Sekunden langen Rhythmusmustern gewesen.

 

"Ceccarelli" (Carla, 1977) und "André Ceccarelli" (Disques JMS, 1981) waren zwei Jazz Rock/Fusion-Alben unter seinem Namen, die er, vor allem was das erste der beiden Alben betrifft, mit einem grossen personellen Aufwand eingespielt hatte. Mit rund einem Dutzend Musikern bzw. Musikerinnen realisierte er "From The Heart" (Verve, 1995).

 

Bei diversen Sessions und mit unterschiedlich zusammengesetzten Gruppen entstand 2003 die Doppel-CD "Carte Blanche" (Dreyfus Jazz, 2004). Für "Golden Land" (C.A.M. Jazz, 2007) holte Ceccarelli David El-Malek (sax), Enrico Pieranunzi (p), Hein Van de Geyn (b) sowie teilweise Elisabeth Kontomanou (vcl) dazu.

 

"Sweet People" (C.A.M. Jazz, 2009) war eine Trioaufnahme mit Julian Oliver Mazzariello (p, key) und Sylvain Beuf (sax). Auf "Ultimo" (EmArcy und Universa, 2012) bewegte sich Ceccarelli mit Stéphane Guillaume (fl), Sylvain Luc (g), Pierre-Alain Goualch (p), Alex Ligertwood und David Linx (vcl), Diego Imbert (b) und/oder Richard Bona (e-b) im Bereich der zeitgenössischen Musik.

 

Daneben leitete "Dédé", wie er genannt wurde, viele weitere eigene Gruppen. "Hat Snatcher" (Phonogram, 1992) war die erste Aufnahme des André Ceccarelli Trios mit Thierry Eliez (vcl, key) und Jean-Marc Jafet (e-b) als Mitmusiker sowie mit Gästen wie Didier Lockwood (vio). Unter Ceccarellis Namen erschien vom selben Trio "Dansez Sur Moi" (Phonogram, 1990).


"3 Around The 4" (Verve, 1994) war eine weitere Trioaufnahme mit Eliez an der Hammond-Orgel und mit lauter Beatles-Titeln. Mit Bireli Lagrene (g) und Joey DeFrancesco (org) entstand "Avenue Des Diables Blues" (Dreyfus Jazz, 2005).

 

Mit Sylvain Beuf (ts, ss), Antonio Faraò (p) und Rémi Vignolo (b) bildete er das André Ceccarelli Quartet. Für das Album "West Side Story" (BMG, 1997) zogen die vier Musiker als Gäste je nach Track Richard Galliano (acc), Dee Dee Bridgewater (narr), Bireli Lagrene (g) und andere bei. "61:32" (BMG, 1999) war eine reine Quartettaufnahme.

 

Dazu war er Mitglied/Leader der Gruppen Adrien Moignard Trio, All Star Quartet, Bad News Travels Fast, Baptiste Herbin Trio, CCPP, Claude Thomain Et Son Orchestre, Couturier Celea Quintet, Enrico Pieranunzi Jazz Ensemble, Giant, Gilbert Sigrist Trio, Init, Jasper Somsen Trio, Les Champions und Martial Solal Big Band.

 

Er spielte auch in den Gruppen Michel LeGrand Trio, Michel Perez Sextet, Modern Pop Quartet, Orchestre National De Jazz, Paris Jazz Quintet, Pierre-Alain Goualch Trio, Richard Pizzorno Trio, Sacha Distel Et Ses Collégiens, Structure, Synthesis, The Jean-Claude Naude Big Band, The Piranha' Sounds, Thierry Maillard Trio und Working Progress.

 

Sofern es sich um eigene Bands handelte, erschienen von denen je nur wenige Aufnahmen. Für André Ceccarelli sind bei discogs.com fast 500 Einträge als Musiker vorhanden.                                        06/26

 

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