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Cowboy Junkies

  • musicmakermark
  • 30. Sept.
  • 2 Min. Lesezeit

Kanadische Folk Rock- und Alt.Country-Formation, gegründet 1985 in Toronto. Michael Timmins (g) und Alan Anton (e-b) hatten zuvor die Formation Hunger Project geleitet und waren in England Mitglieder der Instrumentalband Germinal gewesen. Zurück in Toronto begannen sie ab 1985 mit Pete Timmins (dm), dem Bruder von Michael Timmins, zusammenzuarbeiten.


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Michael und Pete Timmins überredeten dazu ihre als Sozialarbeiterin tätige Schwester Margo Timmins als Sängerin einzusteigen. Mit nur einem Mikrophon spielten die Vier am 28. Juni 1986 in ihrem eigenen Studio 547 in nur gerade  sechs Stunden das Debutalbum "Whites Off Earth Now" (Latent, 1986) ein.

 

Die LP erschien auf dem eigenen "Latent"-Label und wurde später von grossen Labels wiederveröffentlich. Neben einer Eigenkomposition und einer Nummer von Bruce Springsteen fanden sich auf dem Erstlingswerk vor allem Blues-Songs von Lightnin' Hopkins, Robert Johnson, John Lee Hooker und Bukka White.

 

Das zweite Album "The Trinity Sessions" (Latent, 1988) wurde in der Holy Trinity-Kirche in Toronto unter einfachsten Bedingungen auf Band gebracht. Dieses Mal überwiegten die Eigenkompositionen, doch es fanden sich darauf auch Songs von Hank Williams und Lou Reed.

 

Mit Platz 26 in den amerikanischen Billboard 200, Platz 28 in den kanadischen Charts und drei Platin-Auszeichnungen, eine davon in den USA für über eine Million verkaufte Exemplare, gelang der Band den Durchbruch. Auch diese Aufnahmen wurden mehrfach neu aufgelegt.

 

Fortan liess sich im Studio meist jeweils von einer ganzen Reihe von Musikerinnen und Musikern begleiten. Es folgten weitere Alben wie "The Caution Horses" (RCA, 1990) und "Black Eyed Man" (RCA, 1992) mit zwei Townes Van Zandt-Nummern und der Van Zandt-Hommage "Townes' Blues".

 

Bis dato veröffentlichte die Band in unveränderter Quartett-Besetzung 35 Studio- und Livealben, dazu über 40 Singles oder EPs. Bis Anfang der 2000er Jahre erschienen fast sämtliche Alben in den kanadischen und amerikanischen Charts, wenn auch nicht mehr alle so weit vorne, wie der Zweitling.

 

Von den Cowboy Junkies erschienen auch fast ein Dutzend Compilations oder Reissue-Pakete. Unter dem Titel "The Collection" (RCA, 1993) wurden die ersten vier Alben gemeinsam wieder veröffentlicht.

 

"Rarities, B-Sides And Slow, Sad Waltzes" (Latent, 1999) enthielt Raritäten, Single-B-Seiten und unveröffentlichtes Material. "Radio One Sessions (Strange Fruit, 2002) bestand aus zwölf Tracks, die bei drei BBC-Sessions im Juli 1989, Februar 1992 und Februar 1996 mitgeschnitten worden waren.

 

"The Nomad Series" war ein Set mit fünf LPs und einer 12"-EP (Diverse Records, 2012) bzw. ein 5-CD-Set (Latent, 2012) mit vier innerhalb von 18 Monaten eingespielten und zwischen 2010 und 2012 auch einzeln veröffentlichten Alben.

 

Die fünfte CD bzw. die fünfte LP und die 12"-EP enthielten Bonus- und Livetracks. Die Vinyl-Version dieses zusätzlichen Materials war auch einzeln erhältlich. "Notes Falling Slow" (Latent, 2015) bestand aus drei neu abgemischten Alben von Anfang der 2000er Jahre sowie einem neuen Album, das dem 4-CD-Set den Titel gab.

 

Zum 20-jährigen Jubiläum der "Trinity Sessions" hatte die Band im November 2006 ein Konzert in dieser Kirche mitschneiden lassen. Das Ganze erschien unter dem Titel "Trinity Revisited" als CD/DVD-Set (Latent, Cooking Vinyl und Zoë, 2007) oder als Doppel-LP (Diverse Records und Latent, 2007).                                                                   10/25

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