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Didier Levallet

  • musicmakermark
  • 20. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Französischer Jazz-Bassist, Bandleader, Arrangeur und Komponist, geboren am 19. Juli 1944 in Arcy-sur-Cure, Yonne. Er spielte zuerst Altsaxophon und studierte später Bass am Konservatorium von Lille, danach Journalismus. Ab 1967 kam er zu ersten Aufnahmen als Begleiter der Sänger Julos Beaucarne und Jacques Bertin.


 

1969 liess er sich in Paris nieder. Dort hatte er Gelegeheit, an der Seite von Georges Arvanitas, Siegfried Kessler, Ted Curson, Steve Potts, Mal Waldron, Johnny Griffin, Kenny Clarke, Slide Hampton und Hank Mobley zu spielen. Als Mitglied der Claude Cagnasso Big Band und des Freddie Redd Trios kam er zu weiteren Aufnahmen.

 

1970 gründete er mit Jeff Seffer alias Yochk'O Seffer (bcl, ss, ts), Siegfried Kessler (p, e-p, fl) und Jean-My Truong (dm) das Free Jazz-Quartett Perception, von dem mehrere Aufnahmen erschienen. 1972 folgte die Gründung der ADMI, der Association pour le Développement de la Musique Improvisée.

 

"Compositions Spontanées Pour Contrebasse Et Percussions" (Ad Lib, 1975) war eine Duoaufnahme mit Yves Herwan-Chotard (perc). Es folgten Aufnahmen mit Siegfried Kessler, Yves Hasselmann und Jean Querlier als Co-Leader.

 

Mit Gérard Marais (g) und Dominique Pifarely (vio) tat er sich für "Instants Chavirés" (Open, 1981) und "Eowyn" (Label Bleu, 1986) zusammen. Eine Trioaufnahme mit den Engländern Harry Beckett (tp, flh) und Tony Marsh (dm) hiess "Images Of Clarity" (Evidence, 1993).

 

Unter den Namen von Levallet, Daunik Lazro (as, bars), Jac Berrocal (tp) und Denis Charles (dm) erschien "Outlaws In Jazz" (Bleu Regard, 1994). Dieses Quartett spielte neben eigenen Stücken solche von Ornette Coleman und Albert Ayler.

 

Von 1997 bis 2000 leitete Levallet das Orchestre National De Jazz. Dieses veröffentlichte in jener Zeit die Alben "ONJ Express" (Evidence, 1998), "Sequences" (Evidence, 1999) und, mit Jeanne Lee (vcl) als Gast, "Deep Feelings" (Evidence, 2000).

 

Für das Märchen "Contes Jazz Et Zizanie" (Enfance Et Musique, 2001) lieferte Levallet die Musik, die er mit weiteren Musikern zur Begleitung der Erzählerin Muriel Bloch auch einspielte. Für "Ornette For Ever" (Emen, 2001) konnte er Ornette Coleman (as) für drei der zehn Stücke höchstpersönlich ins Studio holen.

 

Dazu kamen je nach Stück Yochk'O Seffer (ts, sops, bas), Debora Seffer (e-vio) und/oder Tony Marsh (dm). "Songes, Silences" (Sans Bruit, 2011) mit Aufnahmen von 2006 mit Sylvain Rifflet (cl, sax), Arielle Besson (tp), Jan V. Vaněk (g) und François Laizeau (dm) kam unter Levallets Namen heraus.


Levallet leitete zudem eine ganze Reihe von eigenen Formationen (siehe Didier Levallet in weiteren eigenen Gruppen). Er war auch Mitglied der Gruppen Chris McGregor's Brotherhood Of Breath, Confluence, Daunik Lazro Quintet, Claude Cagnasso Big Band, Frank Lowe Quartet, Groupe Uni Son, Gunter Sommer Reunion und Yochk'O Seffer 4tet.

                                               

Dazu begleitete er viele andere Musikerinnen und Musiker. Bei discogs.com steht er mit über 100 Einträgen zu Buche.              04/26





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