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Furio di Castri

musicmakermark
2. Sept.
3 Min. Lesezeit

Italienischer Jazz-Bassist, geboren am 12. September 1955 in Mailand. Im Alter von 11 Jahren begann er Musik zu studieren. Ab 1977 war er professionell tätig. Anfang/Mitte der 1970er Jahre gehörte er zum ersten Lineup der Fusion-Gruppe Dedalus seines Marco di Castri.


 

Zwischen 1978 und 1986 war er mit Maurizio Gianmmarco (ts),  Roberto Gatto (dm) und anderen Musikern Mitglied der Gruppe Lingomania. Er war auf dem ersten der vier Lingomania-Album "Riverberi" (Gaia, 1986) sowie auf der vierten, erst 2017 eingespielten Aufnahme "Lingosphere" (Abeat, 2017) zu hören.

 

Ab 1981 war er für sieben Jahre und vier Alben Bassist bei Enrico Rava. Zwischen 1981 und 1983 war er auch Begleiter von Michel Petrucciani. 1986/87 arbeitete er für John Taylor. Weiter hatte er Engagements bei Joe Henderson (1988), Paul Bley (1988-90) und Chet Baker (1979-86).

 

Furio Di Castri spielte unter seinem Namen bzw. als Leader mehrere Schallplatten ein. Auf "Things" (Fonit Cetra, 1985) wurde er neben anderen von Enrico Rava (tp), Aldo Romano (dm) und Rita Marcotulli (p) begleitet. 1987 erschien "Solo" auf "Splasc(h)". 1988 gründete Di Castri mit Paolo Fresu (tp), Franco D'Andrea (p) und Aldo Romano (dm), das Quartet Ritual.

 

In dieser Besetzung wurden "Ritual" (Owl, 1989), "To Be Ornette To Be" (Owl, 1990), "Dreams And Waters" (Owl, 1991) und "Canzoni" (enja, 1997) aufgenommen. Sie alle erschienen allerdings unter Romanos Namen. Mit Rava anstelle von Fresu entstand zudem "Opening Night" (ECM, 1992).

 

"Unknown Voyage" (A Tempo, 1989) sah Di Castri in Begleitung von Joe Lovano (ts), Franco d'Andrea (p) und Paul Motian (dm). Aufnahmen mit Joe Lovano (ts, ss) als Co-Leader von 1988 wurden unter dem Titel "Boss Town" (Musica Jazz, 2025) nachträglich ans Tageslicht geholt.

 

Flavio Boltro (tp) und Emmanuel Roche (dm) waren die beiden anderen Co-Leader. Mit dem Trompeter Paolo Fresu trat Di Castri ab 1990 auch im Duo mit teils akustischer, teils elektronischer Musik für Theater, Tanz, Film und zeitgenössische bildende Kunst auf.

 

Von dieser Zusammenarbeit zeugen die CDs "Evening Song" (Owl, 1992), "Urlo" (YVP, 1993). "Fellini" (Audion, 2000). Dazu taten sich Di Castri und Fresu mit Francesco Tattara, Jon Balke, Pierre Favre, John Taylor, Emanuele Cisi, Andrea Dulbecco, Francesco Sotgiu, Loris Bertot, Flavio Piras, Antonello Salis und anderen für Aufnahmen zusammen.

 

1997 stellten Di Castri und Fresu mit Nguyên Lê (g) und Roberto Gatto (dm) ein neues Quartett zusammen, das "Angel" (BMG/RCA, 1998) und "Metamorfosi" (RCA/BMG, 1999) aufnahm und sich auf der zweiten Aufnahme auch The Paolo Fresu Angel Quartet nannte.

 

Ihr gemeinsames Trio mit Antonello Salis (acc) hiess P.A.F. Trio. Mit "Live In Capodistria" (Splasc(H), 1998) und "Morph" (Label Bleu, 2004) erschienen zwei Aufnahmen. Dazwischen waren weitere Alben unter Di Castris Namen ohne Fresu erschienen.

 

Für "What Color For A Tale" (Splasc(h), 1992) holte Di Castri (b, effects, program) Stefano Cantini (ss, perc), Ramberto Ciammarughi (p, synth) und Manhu Roche (dm, perc) dazu. 1994 war Di Castri mit Paul Bley (p) und Tony Oxley für die Aufnahmen von "Chaos" (Soul Note, 1998) im Studio.

 

Für "Wooden You" (Splasc(H), 1999) wählte er Mauro Negri (cl, bcl), Andrea Dulbecco (marimba) und Bill Elgart (dm) als Begleiter. Live und solo entstand "L'Esigenza Di Andare Verso Il Basso" (Parco Della Musica, 2007).

 

"Zapping" (Broken Silence, 2008) war eine Hommage an Frank Zappa. Di Castris Begleiter waren Mauro Negri (as), Eric Vloeimans (tp), Nguyên Lê (g), Rita Marcotulli (p) und Joël Allouche (dm).

 

Dazu kamen Aufnahmen als Co-Leader mit Flavio Boltro, Manhu Roche, Mauro Monti, Roberto Gatto, Maurizio Giammarco, David Liebman, Daniel Humair, Gianluca Petrella, Lewis Porter, Antonello Salis, Bruce Ditmas, Markus Stockhausen und anderen.

 

Er war Mitglied der Gruppen Aldo Romano Quartet, Enrico Rava/Dino Saluzzi Quintet, Enrico Rava Quartet, Gianni Denitto 5et, Guido Manusardi Sextet, Guido Manusardi Trio, Massimo Urbani Quartet, Massimo Urbani Trio, Maurizio Giammarco Quartet, Piero Bassini Trio, Riccardo Zegna Trio, Richard Galliano Trio, Roberto Cipelli Quartet, Sonos 'E Memoria And Friends,  The Michel Petrucciani Trio, The Paolo Fresu Quartet und Uomini In Frac.                                              09/26

 

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