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Gianni Coscia

musicmakermark
2. Sept.
3 Min. Lesezeit

Italienischer Akkordeonist und Komponist zwischen Avantgarde Jazz, moderner Klassik und Volksmusik, geboren am 23. Januar 1931 in Alessandria. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Padua und arbeitete 30 Jahre als Anwalt, bevor er sein Hobby zum Beruf machte.


 

Seine erste Aufnahme unter seinem eigenen Namen war das Album "L'altra fisarmonica" (Dire, 1985), zu der Umberto Ecco die Liner-Notes schrieb. Darauf ist er in Begleitung eines Streich- und eines Rhythmusquartetts zu hören.

 

Letzteres bestand aus Sandro Gibellini (g), Fred Ferrari (p), Carlo Milano (b) und Gil Cuppini (dm). Das Streichquartett wurde von Bill Rose und Bruno Moretti (vio), Bruno Mussato (viola) und Carlo Milano (cello) gebildet. Das Nachfolgewerk hiess "La Briscola – Suite In Five Parts" (Clac, 1989).  

 

Seine Begleiter waren Gianluigi Trovesi (cl, bcl, ss), Giulio Visibelli (fl, ss), Fred Ferrari (key), Bebo Ferra (g), Piero Di Rienzo (b) und Francesco Sotgiu (dm, vio). 1992 und 1994 ging er mit der Sängerin Alice auf Japan-Tournee, wo er auch solo auftrat.  

 

Dazwischen schrieb er 1993 mit Luciano Berio ein Werk, das den Antisemitismus anprangerte. Zu den Begleiteren auf "Il Bandino" (Ricordi, 1993) gehörten erneut Gianluigi Trovesi (div cl), und Giulio Visibelli (fl, ss) sowie Mauro Parodi (bombard), Rudy Migliardi (tuba), Bebo Ferra (g), Marco Micheli (b) und Stefano Bertoli (dm, perc).

 

Auch im Duo arbeitete Coscia eng mit Gianluigi Trovesi zusammen. Die beiden Musiker begannen 1989 geistige und weltliche, jüdische Lieder sowie Eigenkompositionen zu spielen. Dabei entstanden im Laufe der Jahre mehrere Duoaufnahmen.

 

Diese hiessen "Radici" (Egea, 1995), "In cerca di cibo" (ECM, 2000), "Round About Weill" (ECM, 2005), "Frère Jacques – Round About Offenbach"(ECM, 2011) und "La misteriosa musica della Regina Leone" (ECM, 2019).

 

Dazu erschienen von Coscia auch weitere Aufnahmen als Leader oder Co-Leader. Mit Arrigo Cappelletti (p, vcl) und Gioconda Cilio (vcl) als gleichwertige Partner entstand "Todos Los Nombres Del Agua" (Splasc(H), 1995), mit  Gabriele Mirabassi (cl), Battista Lena (g) und Enzo Pietropaoli (b) "Come Una Volta" (Egea, 1996).

 

Vom Gianni Coscia Quartet erschien "A Kramer Piaceva Così" (Gold Event, 1999). Mitmusiker waren Carlo Uboldi (p), Luciano Milanese (b) und Ellade Bandini (dm). "La Bottega" (Egea, 1999) nahm er mit Trovesi (cl), Andrea Dulbecco (vibes), Enzo Pietropaoli (b) auf.

 

Obwohl das Album unter seinem Namen erschien, nannte sich die Gruppe Quartetto Kandinsky. Mit Dino Piana (tb) an Stelle von Trovesi folgte "La Bancarella" (Egea, 2002). Auf "L'Archiliuto" (Egea, 2002) trafen Coscia und Trovesi auf das Orchestra Da Camera Di Nembro Enea Salmeggia.

 

Es folgten bis dato rund zehn weitere Alben als Leader oder Co-Leader. Discogs.com listet für ihn rund 60 Alben als Musiker auf, darunter auch solche mit Milva, Giorgio Gaslini, Fabrizio De André und viele anderen. Er war Mitgied der Gruppen Max De Aloe Quartet und Simone Guiducci Gramelot Ensemble.

 

Dazu machte Coscia zwei zwei Grossprojekten von Battista Lena (g) mit. Auf der einen Seite, als Lena das Dorforchester der toskanischen Stadt Chianciano Terme (Banda) und mit Jazzmusikern wie Enrico Rava (tp), Enzo Pietropaoli (b), Marcello di Leonardo (dm) und Gabriele Mirabassi (cl) zusammenbrachte und die CD "Banda Sonora" (Label Bleu, 1998) einspielen liess.

 

Schon vorher war Coscia dabei gewesen, als Lena mit Hilfe von Paolo Fresu (tp), Gabriele Mirabassi (cl), Enzo Pietropaolo (b), Marcello di Leonardo (perc) sowie dem Plettro Senese Orchestra unter der Leitung von Giuseppe Baldesi das Grossprojekt "Mille Corde" (Egea, 1997) realisiert hatte.   09/26

 

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