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Giovanni Mirabassi 

musicmakermark
2. Sept.
3 Min. Lesezeit

Italienischer Jazz-Pianist, Komponist und Bandleader, geboren am 4. Mai 1970 in Perugia. Er ist der jüngere Bruder des Klarinettisten Gabriele Mirabassi. Ihr Vater Giampiero Mirabassi war Anwalt, Musiker und Dichter.


 

Er ist Autodidakt und wurde anfänglich von Bud Powell, Art Tatum, Oscar Peterson und Jaki Byard, später von Bill Evans, Kenny Barron, Chick Corea, Keith Jarrett und Enrico Pieranunzi beeinflusst. Mit 17 Jahren erhielt er die Möglichkeit, Chet Baker bei einem Auftritt in Perugia zu begleiten.

 

Zwei Jahre später ging er mit Steve Grossman auf eine Tournee. 1992 zog er nach Paris, wo mehrere italienische Jazzmusiker, darunter Stefano Di Battista, Paolo Fresu und Flavio Boltro arbeiteten. Dort hatte er Unterricht bei Aldo Ciccolini.

 

Er spielte in Clubs mit Pariser Musikern und begleitete dabei vor allem Chansonniers. 1994 gründete er mit Alain Raman (b) und Xavier Frathely (dm) das Panta Rei Trio. Zudem war er in der Chansonszene als Musiker und als Komponist tätig.

 

Er arbeitete mit Agnès Bihl und Nicolas Reggiani, dem Sohn von Serge Reggiani, zusammen. Mit Flavio Boltro (tp) und Pierre-Stéphane Michel (b) nannte er sich Dyade. Von diesem Trio erschien das Album "En bonne et due forme" (Pan, 1996).

 

Später taten sich Flavio Boltro und Giovanni Mirabassi mit Glenn Ferris (tb) zusammen, um "(((Air)))" (Sketch, 2003) aufzunehmen. Ein anderes Trio hatte Mirabassi mit Daniele Mencarelli (b) und Louis Moutin gebildet. Von diesem erschienen "Architectures" (Sketch, 1999) und "Dal Vivo!" (Sketch, 2001).

 

"Avanti!" (Sketch, 2001) war Mirabassis erste unbegleitete Soloaufnahme. "Prima O Poi" (Discograph und Minium, 2005) zeigt Mirabassi mit Flavio Boltro (tp), Gildas Boclé (b) und Louis Moutin (dm). "Cantopiano" (Minium und Discograph, 2006) hiess die zweite Soloeinspielung.

 

Als Tim Whitehead & Giovanni Mirabassi Quartet entstand mit Tim Whitehead (ts), Oli Hayhurst (b) und Milo Fell (dm) die CD "Lucky Boys" (Homemade, 2006). "Terra Furiosa" (Discograph, 2008) und "Out Of Track (Discograph, 2009) waren Trio-Aufnahmen mit Gianluca Renzi (b) und Leon Parker (dm).

 

"Spirabassi" (Bee Jazz, 2009) zeigt Mirabassi mit Stéphane Spira (ss, ts). Für drei der 17 Stücke auf "¡Adelante!" (Discograph, 2011) begab er sich in Havanna mit kubanischen Sängerinnen und Musikern ins Studio. Der Rest entstand solo.

 

Aus Anlass des 30. Todestages von Bill Evans organisierte Mirabassi im Pariser Club "Duc des Lombards" eine Serie von Konzerten, bei der er selber mit Gianluca Renzi (b) und dem früheren Bill Evans-Begleiter Eliot Zigmund (dm) auftrat. Dabei wurde "Tribute To Bill" (Star Prod, 2011) mitgeschnitten. Es handelte sich um ein Set mit einer LP und einer CD mit verschiedenen Stücken.

 

Bis dato erschien ein Dutzend weitere Alben, die er unter seinem Namen oder als Co-Leader realisiert hatte. Darunter befanden sich mit "Live In Germany" (CamJazz, 2017),  "Pensieri Isolati" (Jazz Eleven, 2021)und "Più Avanti!" (Jazz Eleven, 2026) weitere Soloeinspielungen.

 

Vom Giovanni Mirabassi New York Trio mit  Alexander Claffy (b) und Joe Peri (dm) mit Tatiana Eva-Marie (vcl) als Gast erschien "The Sound Of Love" (Venus, 2022). Vier Aufnahmen veröffentlichte das Giovanni Mirabassi Trio mit Gianluca Renzi als Bassisten.

 

Die erste hiess "Live @ The Blue Note, Tokyo" (Discograph, 2010) und entstand mit Leon Parker (dm). Dann trat Lukmil Pérez an dessen Stelle. Mit Stefon Harris (vibes) bzw. als Giovanni Mirabassi Quartet wurde "No Way Out" (C.A.M. Jazz, 2015) aufgenommen.

 

"Summer's Gone" (C.A.M. Jazz, 2018), "The N.Y.C Sessions, Vol. 1" (Jazz Eleven, 2025) mit Colin Stranahan (dm) und teilweise Peter Bernstein waren weitere Aufnahmen dieser Formation. Ebenfalls als Giovanni Mirabassi Trio, aber mit Gildas Boclé (b) und Louis Moutin (dm) war schon früher "Live = More From Sunside Oct 2003" (Atelier Sawano) entstanden. 09/26

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