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Herbert Joos

  • musicmakermark
  • 26. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Deutscher Jazz-Trompter, Flügelhornspieler, Bandleader und Grafiker, geboren am 21. März 1940 in Karlsruhe, Baden-Württemberg. Er lernte das Spiel auf der Trompete zuerst autodidaktisch und dann mit einem Privatlehrer.


 

Ab 1958 studierte er Kontrabass, bevor er sich auch dem Flügelhorn, dem Baritonhorn, dem Mellophon und dem Alphorn zuwandte. Je nach Quelle 1965 oder 1968 gründete er mit Wilfried Eichhorn (ts, ss, fl, bcl, oboe), Helmuth Zimmer (p), Klaus Bühler  (b) und Rudi Theilmann (dm) The Modern Jazz Quintet Karlsruhe.

 

Unter diesem Bandnamen sowie als Fourmenonly erschienen vier Alben. Mit "The Philosophy Of The Fluegelhorn" (Japo, 1974) legte Joos ein erstes Album unter eigenem Namen vor. Es handelte sich um umbegleitete Soloaufnahmen.  Mit Wolfgang Czelusta (tb) und Bernd Konrad (ss, bars, bcl) nahm er "Blow" (FMP, 1977) auf.

 

"Daybreak" (Japo, 1977) zeigt Joos mit Thomas Schwarz (oboe) und Streichern des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart. Die Fortsetzung davon war später "Daybreak - The Dark Side Of Twilight" (Japo, 1990) mit den selben Akteuren sowie mit Wolfgang Czelusta (b-tb) in einem Stück.

 

"Ballad 1" (Pläne, 1979) war die erste Aufnahme des Herbert Joos Quartets mit Paul Schwarz (p), Jürgen Wuchner (b) und Thomas Cremer (dm) als weitere Musiker. Die zweite Aufnahme "Kerchak Suite" (Pläne, 1980) entstand zusätzlich mit Hans Mantels (bassoon), Hedda Rothweiler (engh) sowie mit Joe Koinzer (dm) für Cremer.

 

"Fellicat" (Sesam, 1980) enthielt Liveaufnahmen des Stammquartetts mit Koinzer. Dieser und Joos spielten zu jener Zeit auch eine titellose Duo-LP (Sesam, 1980) ein. Joos war auf "Tango From Obango" (Art und Extraplatte, 1980), der ersten Aufnahme überhaupt des Vienna Art Orchestras dabei, das damals noch Wiener Art Orchester hiess.

 

Neben vielen weiteren Aufnahmen als Mitglied des VAO und dessen Splittergruppe Part Of Art nahm er mit dessen Leader Mathias Rüegg (p) "Mel-An-Cho" (Pläne, 1981) auf. "Still Life" (Extraplatte, 1984) war ein zweites Album mit unbegleiteten Soloaufnahmen.

 

Unter den Namen von Michael Naura (p, org, fl), Albert Mangelsdorff (tb), Wolfgang Schlüter (vibes, perc) und Herbert Joos (tp, flh, alphorn) kam "Ochsenzoll" (Mood, 1985) heraus. Als Co-Leader nahmen Harry Pepl (g, elect, p), Herbert Joos und Jon Christensen (dm) "Cracked Mirrors" (ECM, 1988) auf.

 

Für "Ballade Noire" (Free Flow, 1991) und "Plays Billie Holiday Songs" (EmArcy, 1994) bat er Paul Schwarz (p) und Joe Koinzer (dm) ins Studio. Für "Adagio" (Finetone, 2000) tat er sich mit Miriam Ernst (engh) und Markus Faller (dm, perc) zu einem Kammerjazz-Trio zusammen.

 

Diese CD wurde mit weiteren Aufnahmen von Joos mit Wolfgang Puschnig (div cl), Michel Godard (tuba), Achim Tang und Georg Breinschmid (b) sowie Emil Kristof und Mario Gonzi (dm) auf der Doppel-CD "Adagio 1 + 2" (Pao, 2002) noch einmal herausgebracht.  

 

Patrick Bebelaar (p) und Herbert Joos (tp, flh) nahmen mit Joe Fonda (b) "Between Shadow And Light" (Double Moon, 2012) bzw. mit Günter Lenz (b) "Book Of Family Affairs" (HGBS, 2013) auf. Als Duo legten Joos und Bebelaar später mit "Every Time We Say Goodbye" (2020) eine CD-EP vor.

 

Unter den Namen von Joos, Clemens Salesny (as, bcl), Woody Schabata (vibes) und Raphael Preuschl (e-b, ukulele) kamen "Live" (Jazzwerkstatt, 2012) und "Jekyll & Hyde" (Jazzwerkstatt, 2017) heraus.

 

"The Best" (HGBS, 2016) hiess eine Compilation mit neun Stücken aus den Jahren 1976 bis 2016. Mit einer 15-köpfigen Big Band spielte Joos "Change Of Beauty" (Jazzhaus, 2018) ein. Herbert Joos starb am 7. Dezember 2019 im Alter von 79 Jahren in Baden-Baden.

 

Weitere Aufnahmen machte er mit dem New Jazz Ensemble, Sputnik 27, Jazzcrew Stuttgart, Hans Koller, Wolfgang Dauner, Wolfgang Lackerschmid, Jürgen Wuchner, Bob Degen, Christof Lauer, Open Music, Eberhard Weber, Büdi Siebert, Südpool, Pipes & Phones, Wolfgang Puschnig, Michel Godard, Franck Tortiller, Peter Rühmkorf und anderen.            12/25

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