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John Law

musicmakermark
26. Sept.
4 Min. Lesezeit

Englischer Free Improv/Contemporary Jazz-Pianist, Komponist, Bandleader und Label-Betreiber. Law begann im Alter von vier Jahren Klavier zu spielen und trat mit sechs Jahren erstmals öffentlich auf. Er studierte Klavier an der Royal Academy Of Music in London.


 

Aufnahmen aus seinen Studententagen Anfang der 1980er Jahre gab Law später auf seinem eigenen, 2000 gegründeten Label "Cornucopia" unter dem Titel "Live At Duke's Hall" (2000) heraus. Darauf ist Law als Interpret von Werken von Schubert und Busoni zu hören.

 

1986 wandte sich Law dem Jazz und der improviserten Musik zu. Seine erste Gruppe war das Trio Atlas, das zudem noch aus Paul Rogers (b) und Mark Sanders (dm) bestand. "Trio Improvisations" (Cornucopia, 1989) hiess eine erste Aufnahme.

 

Erst Mitte der 1990er kehrte Law wieder zum Trio-Format zurück. Mit Tim Wells (b) und Paul Clarvis (dm) spielte Law mit "Giant Leaves (Autumn Steps)" (FMR, 1996), "The Onliest - Pictures From A Monk Exhibition" (FMR, 1996), "Songs Without Words" (EOS, 1998) und "Strange Stories" (Cornucopia, 2000) vier Aufnahmen ein.

 

In dieser Zeit nahm Law mit Louis Moholo (dm) auch die Duo-CD "The Boat Is Sinking, Apartheid Is Sinking" (Impetus, 1994) auf. Im Verlaufe der 1990er Jahre war John Law an einigen Ensemble-Aufnahmen beteiligt.

 

Als Leader nahm er vier Alben mit vier verschiedenen Quartetten auf. Auf "Exploded On Impact" (Slam, 1993) wirkten Alan Wilkinson (as, bars), Roberto Bellatella (b) und Mark Sanders (dm) mit und auf "Abacus" (Hat Hut, 2001) bestand das Ensemble aus Jon Lloyd (sax), Tim Wells (b) und Gerry Hemingway (dm).

 

Im selben Jahr erschien mit "The Moment" (Cornucopia, 2001) eine dritte Aufnahme eines John Law Quartetts. Es bestand aus Tim Garland (sax), Tim Wells (b) und Dave Wickins (dm). Extremely Quartet nannten sich eine Formation und eine CD (hat ART, 1997), die Law mit Paul Dunmall (ts, ss), Barry Guy (b) und Louis Moholo (dm) einspielte.

 

Parallel dazu bildete Law mit Jon Lloyd (as, ss, bcl), Paul Rogers (b) und Mark Sanders (dm) das Jon Lloyd Quartet, von dem zwischen 1990 und 2024 vier Alben erschienen. Law war auch Mitglied der Gruppen Jon Lloyd Group und Jon Lloyd Quintet.

 

Law und Lloyd bildeten zudem mit Rob Palmer (g, effects) und Laurie Lowe (dm) John Law's Boink!. Diese Band gab die CD-R "Live At The Blue Boar" (2013) heraus. "Mimesis - Ten Choreographies For Soprano Saxophone And Piano" (ASC, 2006) und "Naissance" (33 Records, 2024) hiessen Duoaufnahmen mit Jon Lloyd (ss).

 

Weitere Duoaufnahmen realisierten Law und Lloyd später als John Law's Renaissance. Die einzige CD unter diesem Gruppennamen hiess "Live At Malmesbury Abbey" (33 Records, 2022) und enthielt Stücke von Thomas Tallis, Tomás Luis De Victoria, Josquin Des Prés, Giovanni Pierluigi da Palestrina und Gregorio Allegri.

 

"Out Of The Darkness" (Slam, 2006) hatte ein siebenteiliges Werk geheissen, das Law mit dem Cornucopia Ensemble einspielte. Die Aufnahmen wurden live am 17. Oktober 2004 in der CBSO Hall in Birmingham gemacht.

 

Dazu trat Law auch als Solopianist in Erscheinung. Dabei verarbeitete er auch mittelalterliche Elemente in seinen Improvisationen. Die Solo-CDs "Talitha Cumi: Meditations On The Dies Irea" (FMR, 1994), "Pentecost" (FMR, 1996) und "The Hours" (FMR, 1997) bildeten eine Trilogie.

 

Diese wurde in Form des 3-CD-Box-Sets "Chants" (FMR, 1998) gesamthaft wiederveröffentlicht. Nach der Solo-Aufnahme "Thanatos" (Cornucopia, 2000) startete Law mit "Solitudes, Volume 1" (Cornucopia, 2001) eine weitere Solopiano-Reihe.

 

"Monk N Junk" (ASC, 2006) zeigt Law mit Alec Dankworth (b) und Dave Wickins (dm, perc) sowie mit Julian Siegel (bcl, ts) in einzelnen Tracks. Auf "The Art Of Sound Volume 1" (33 Records, 2007) stellte er seine neuen Trio-Begleiter Sam Burgess (b) und Asaf Sirkis (dm) vor.

 

Dieses Trio spielte mit "The Ghost In The Oak; The Art Of Sound - Volume 2" (33 Records, 2008), "Chorale: The Art Of Sound - Volume 3" (33 Records, 2008) und "Congregation; The Art Of Sound - Volume 4" (33 Records, 2009) drei weitere Alben ein. 

 

Eine Duoaufnahme mit Nick Sorensen (as, ss) hiess "The Journey Home" (IS, 2010) und eine solche mit Mark Pringle (p, glockenspiel) "This Is" (33 Records, 2011). Die DVD-R "Space Time (Explorations In Piano And Paint)" (2012) enthielt zwei Tracks, bei denen Barry Cooper zu Tönen von Law malt. Dazu kam ein Interview mit Law und Cooper.

 

John Law's Congregation hiess ein Trio mit Yuri Goloubev (b) und Asaf Sirkis (dm, hang, glockenspiel, darbuka), von dem "Three Leaps Of The Gazelle" (33 Records, 2012) herauskam. Auf der zweiten Congregation-Aufnahme "Configuration" (Ubuntu, 2020) bestand die Gruppe neben dem Leader aus James Mainwaring (sax, g, elect), Ashley John Long (b) und Billy Weir (dm).

 

Dazu kamen in einzelnen Tracks Jasper Law (elect) oder Massimo Pinarello (org). Danach spielte Law mit  Yuri Goloubev (b) und Laurie Lowe (dm, perc) sowie teilweise Holly Law (voice, poems) und Josh Arcoleo (ts) als John Law's New Congregation "These Skies In Which We Rust" (33 Records, 2014) ein.

 

"Goldberg" (33 Records, 2014) zeigt Law als Interpreten der "Goldberg Variationen" von Bach. Diese Stücke ergänzte er mit einem eigenen ambientähnlichen Intro- und Outro-Stück. "Re-Creations" hiess eine Serie von Aufnahmen, bei denen Law vor allem Fremdkompositionen spielte.

 

Diese stammten von den Beatles, Stevie Wonder, Miles Davis, NIck Drake, Sting, George Gershwin und vielen anderen. "Volume One" (33 Records, 2017) und "Volume Two" (33 Records, 2019) entstanden im Quartett mit Sam Crockatt (sax), James Agg (b) und Billy Weir (dm, perc). "Volume Three" (33 Records, 2019) war eine Soloaufnahme. 

 

Ebenfalls als John Law's Re-Creations kam mit Sam Crockatt (ts, ss), Henrik Jensen (b) und Alex Goodyear (dm) "Many Moons" (33 Records, 2023) zu Stande. Law trat auch mit Keith Tippett, David Murray, Chico Freeman, Petras Vysniauskas, Martin Speake und Jason Rebello auf.                  09/26

 

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