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Michel Godard

  • musicmakermark
  • 20. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit

Französischer Tuba- und Serpentspieler, geboren am 3. Oktober 1960 in Héricourt, Haute-Saône. Er studierte Trompete am Musikkonservatorium in Besançon und Paris. Auf der Suche nach Schallplatten von Musik mit Tuba stiess er auf die Aufnahme "Bush Baby" (Adelphi, 1987) von Arthur Blythe mit dem Tubaspieler Bob Stewart.


 

Es animierte Godard zum Einstieg als Tubaspieler in den Jazz und in die improvisierte Musik. Er war von 1988 an daneben auch Mitglied des Philharmonischen Orchesters von Radio France. Von 1989 bis 1991 spielte Godard im Orchestre National de Jazz unter Claude Barthélémy.

 

Er gehörte verschiedenen weiteren Ensembles an wie dem Orchestre National de France, dem Ensemble Musique Vivante, dem Ensemble Jacques Moderne, dem Ancient Music Ensemble La Venice, der Formation XVIII-21Musique de Lumieres und dem Arban Chamber Brass Quintett.

 

Godard entwickelte auf seinem Instrument mehrstimmige Spieltechniken. Er interpretiert zeitgenössische und alte Musik. Seit 1979 spielt er zudem auch das Serpent, eine Art Vorläufer der Tuba. Erste Aufnahmen machte er 1983 als Mitglied des Steckar Tubapacks seines Landsmannes und Instrumentalkollegen Marc Steckar.

 

Es folgten weitere Studioengagements für Laurent Cokelaer, Christine Authier, Alex Grillo, Sylvain Kassap, Antoine Hervé, Philippe Deschepper, Claude Barthelemy, Alpha Blondy und Eddy Louiss. Mit Jean-Marc Padovani (ss, as, ts) als Co-Leader sowie mit weiteren Musikern entstand die LP "Comédy" (Big Noise, 1987).

 

Sein erstes eigenes Album hiess "Le Chant Du Serpent" (La Lichère, 1989). Darauf wurde er von den Sängerinnen/Sängern Armelle de Frondeville, Catherine Dasté, Jean-François Prigent, Linda Bsiri sowie von Marta Contreras (vcl, perc) begleitet.

 

Als Michel Godard Quartet spielten Godard, Sylvie Courvoisier (p), Tony Overwater (b) und Mark Nauseef (dm, perc) "Una Mora" (Label Hopi, 1996) ein. Zusammen mit Nauseef und Miroslav Tadic (g) bildete Godard das Trio Loose Wires, das eine gleichnamige CD (Enja, 1997) vorlegte.

 

Auf "Sous les Voutes le serpent" (MA, 1998) spielte Godard ausschliesslich Serpent, begleitet von Linda Bsiri (vcl) sowie Mark Nauseef und Pedro Estevan (perc). "Tre Cose" (Splasc(h), 1998) hiess eine Trioaufnahme mit Renato Geremia (p, vio, fl, cl, as, ts, ss) und Tiziano Tononi (dm, perc).

 

"Castel del Monte" (Enja, 2000) dokumentiert das Zusammentreffen von Godard (tuba, serpent) mit Pino Minafra (tp, flh), Renaud Garcia-Fons (b), Gianluigi Trovesi (as, cl, bcl), Jean-Louis Matinier (acc), Pierre Favre (dm, perc), Lucilla Galeazzi (vcl) und Linda Bsiri (vcl) im Innenhof sowie in Räumen des Castel de Monte.

 

Diese achteckige Burg auf einem Felsen in der Nähe des süditalienischen Ortes Ruvo di Puglia in Apulien diente dem deutsch-sizilianischen Kaiser Friedrich II. (1194-1250) als Wohnsitz und besitzt eine besonders gute Akustik.

 

In Ruvo di Puglia organisiert Pino Minafra jedes Jahr ein Jazzfestival. 1996 stellte er das "Banda"-Projekt, dokumentiert auf der Doppel-CD "La Banda" (Enja, 1997), auf die Beine, bei dem Godard, Matinier und Trovesi ebenfalls mitmachten.

 

Mit "Castel del Monte II" (Enja, 2002) fand das "Castel del Monte"- Projekt mit Linda Bsiri (vcl), Gabriele Mirabassi (cl), Vincent Courtois (cello), Marie Ange Petit (perc) und dem Gesangsensemble Calixtinus (Gianni De Gennaro, Nicola Nesta und Alexandro Quarto) seine Fortsetzung.

 

Auf "TubaTuba" (Enja, 2001) und "Tubatubatu" (Enja, 2003) kam es zu einem Aufeinandertreffen mit dem Instrumentalkollegen Dave Bargeron. Begleitet wurden die beiden Tubisten von Kenwood Dennard (dm) und Joe "Sunny" Barbato (acc) auf der ersten sowie von Dennard und Luciano Biondini (acc) auf der zweiten Aufnahme.

 

Mit Luciano Biondini (acc) und Gabriele Mirabassi (cl) bildete Godard ein Trio, das in dieser Formation oder mit einem vierten Musiker, mehrere Aufnahmen einspielte. Als erstes erschien "Lo Stortino" (Egea, 2000) mit Francesco d'Auria (perc) als vierten Musiker.

 

Auf "1-0 (uno a zero)" (Egea, 2001) spielte Patrick Vaillant (mand) anstelle von d'Auria. "Latakia Blend" (Enja, 2002) war eine reine Trioaufnahme. Die drei Musiker spielten während dieser Zeit auch gemeinsam in der Gruppe des Oud-Spielers Rabih Abou-Khalil, mit dem Godard schon früher oftmals zusammengespielt hatte.

 

"Interferences" (Velut Luna, 2001) hiess eine Trioaufnahme von Godard mit Roberto Dani (dm) und Kyle Gregory (tp, flh), die unter dem Namen der beteiligten Musiker erschien. Im Duo mit Pierre Favre (dm, perc) entstand "Deux" (Altrisuoni, 2002).

 

Mit Favre und dem Arte Quartet nahm Godard später "Saxophones" (Intakt, 2004) auf. Godard war auch Mitglied des Pierre Favre Ensembles, des European Chamber Ensembles von Favre und der Formation Pierre Favre Singing Drums.

 

Unter dem Namen der beteiligten Musiker Stefano Battaglia (p), Michele Rabbia (perc), Dominique Pifarély (vio), Vincent Courtois (cello) und Michel Godard erschien die CD "Atem" (Splasc(h), 2002). Trio Rouge nannte Godard eine Formation mit Vincent Courtois (cello) und Lucilla Galeazzi (vcl).

 

Von diesen drei Musikern erschien eine gleichnamige CD (Intuition, 2004). Freddy Eichelberger (org), Michel Godard (serpent) und das Vokalensemble Ludus Modalis nahmen zusammen "Une Messe Pour La Saint-Michel & Tous Les Saints Anges" (Alpha, 2004) auf.

 

Auf "Cousins Germains" (Cam Jazz, 2005) trafen die vier Bläser Wolfgang Puschnig (as), Christof Lauer (ts), Herbert Joos (tp) und Michel Godard auf Wolfgang Reisinger (dm, perc) und Frank Tortiller (vibes, marimba).

 

Von Michel Godard als Leader oder als Co-Leader kamen bisher über 70 Alben heraus. Er spielte in verschiedenen Formationen von Michael Riessler und Rabih Abou Khalil, in der Gruppe Ocre von Sylvie Courvoisier, im Gérard Marais Sextett, im Steve Potts Quintet, im Louis Sclavis Sextett und mit Roberto Ottaviano.

 

Er war in verschiedenen Orchestern von Klaus König tätig, in der Laurent Cugny Big Band, mit Herbert Joos, als Gast des Double Jeux Trios, in Tiziano Tononi & The Society Of Freely Sincopated Organic Pulses, mit Kudsi Erguner, Pip Pyle, Misha Mengelberg, Wolfgang Puschnig, Valentin Clastrier, Enrico Rava, Jean-François Pauvros, John Greaves, Didier Malherbe. Luciano Bionidni und vielen anderen.                04/26

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