top of page

Mike Osborne

musicmakermark
vor 3 Stunden
3 Min. Lesezeit

Englischer Altsaxophonist, Klarinettist, Pianist, Komponist und Bandleader, geboren am 28. September 1941 in Hereford, England. Er gehörte ab 1962 während mehreren Jahren der Concert Band von Mike Westbrook an, als diese ihre ersten Aufnahmen einspielen konnte.


 

Dort traf er auf Musiker wie John Surman (bcl), Harry Miller (b), Malcolm Griffith (tb), Kenny Wheeler (tp, flh), Alan Skidmore (as), Barre Phillips (b) oder Henry Lowther (tp), mit denen er später immer wieder zusammenarbeitete.

 

Er war in den 1970er Jahren Mitglied der Gruppen Brotherhood of Breath von Chris McGregor, des Oktetts von John Surman und des London Jazz Composers Orchestra von Barry Guy. Dazu wirkte er 1971 in einer grösseren Version von The Trio mit.

 

Bevor er als Leader eigener Gruppen erste Aufnahmen machten konnte, spielte er in Ensembles von Harry Beckett, Mike Gibbs, Ric Colbeck und Alan Skidmore. Auch später wurde er von diesen Musikern sowie von Malcolm Griffith, Norma Winstone, John Warren, Kenny Wheeler und Stan Tracey immer wieder für Sessions engagiert.

 

"Dawn" (Cuneiform, 2015) zeigt Osborne in Quartettaufnahmen von 1966 mit John Surman, Harry Miller (b) und Alan Jackson (dm) sowie in ersten Aufnahmen seines Trios mit Miller und Louis Moholo (dm) von 1970.

 

Sein erstes veröffentlichtes eigenes Album "Outback" (Turtle, 1970) entstand mit Harry Beckett (tp), Chris McGregor (p), Harry Miller (b) und Louis Moholo (dm). "Outback" bildete später CD 1 des 3-CD-Sets "Turtle Records (Pioneering British Jazz 1970-1971)" (RPM, 2015).

 

Die beiden anderen CD enthielten frühe Aufnahmen von John Taylor und Howard Riley. Liveaufnahmen vom Dezember 1970 mit Alan Skidmore (ts), Harry Miller (b) und Louis Moholo (dm) kamen unter dem Titel "Starting Fires! Live At The 100 Club 1970" (Pioneerning British Jazz, 2023) heraus.

 

Fast die selben Musiker wie auf "Outback" - mit Nick Evans (tb) anstelle von Beckett - bildeten 1973 die erste Ausgabe von Isipingo, einer Gruppe von Harry Miller. 1972 wurde die erst viel später und offenbar unerlaubt veröffentlichte Sextettaufnahme "Shapes" (FMR, 1995) eingespielt.

 

Dabei traf Osborne auf John Surman (reeds), Alan Skidmore (ts), Harry Miller und Earl Freeman (b) sowie Louis Moholo (dm). Die Aufnahmen kamen auch als Beilage zum Buch "Innovations In British Jazz - Volume One 1960-1980" (Soundworld, 1999) von John Wickes heraus.

 

Ab 1972 machte Osborne erste Duoaufnahmen mit dem Pianisten Stan Tracey. Im April 1972 entstand "Original" (Cadillac, 1973), und 1976 spielten die beiden "Live At The Bracknell Festival" (Ogun, 1977) ein. Im Juni 1974 traten die beiden Musiker in der Wigmore Hall in London auf.

 

Teil eins des Konzertes bestritt Tracey solo. Die Aufnahmen wurden unter dem Titel "Alone At Wigmore Hall" (Cadillac, 1974) veröffentlicht. Sie bildeten auch CD 1 der Doppel-CD "Live At Wigmore Hall, 1974" (Cadillac, 2018). CD 2 enthielt den zweiten Teil des Konzertes, den Duoauftritt von Tracey und Osborne.

 

Im Januar 1973 bildet Osborne mit Evan Parker (ss), Derek Bailey (g), Malcolm Griffith (tb), John Taylor (e-p), Norma Winstone (vcl), Tony Oxley und anderen ein Grossorchester, das unter der Leitung von Kenny Wheeler (tp, flh) "Song For Someone" (Incus, 1974) einspielte.

 

Harry Miller (b) und Louis Moholo (dm) bildeten auch die Rhythmusgruppe für das Mike Osborne Trio. Von dieser Formation erschienen "Border Crossing" (Ogun, 1975) und "All Night Long: The Willisau Concert" (Ogun, 1976).

 

Bei einem Auftritt am 7. November 1976 sass Tony Levin an Stelle von Moholo am Schlagzeug. Dieses Konzert wurde unter dem Titel "The Birmingham Jazz Concert" (Cadillac, 2012) später auf einer Doppel-CD veröffentlicht. Mit Alan Skidmore (ts, dm, perc) und John Surman (bs, ss, bcl, synth) tat sich Osborne 1973 zum Trio S.O.S. zusammen.

 

Mitte/Ende der 1970er Jahre formierte Osborne mit Marc Charig (tp), Jeff Green (g), Harry Miller (b) und Peter Nykyruj (dm) ein neues Quintett, das "Marcel's Muse" (Ogun, 1977) aufnahm. Diese LP sowie die Trio-Aufnahme "Border Crossing" wurden später auf einer CD (Ogun, 2004) vereint.

 

Aufnahmen von Mike Osborne & Friends von 1975/1976 kamen erst viel später unter dem Titel "Live At The Peanuts Club" (Jazz In Britain, 2020) in DL-Form heraus. Bei den Friends handelte es sich um Alan Skidmore (ts), Harry Beckett und Marc Charig (tp), Harry Miller (b), Louis Moholo (dm) sowie teilweise Elton Dean (as).

 

1979 spielte Osborne im Trio mit Paul Rogers (b) und John Stevens (dm). Liveaufnahmen dieser Gruppe erschienen erst Jahre später als "Live At The Plough" (Ayler, 2003). Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre scharte Osborne für seine Quartette vornehmlich jüngere, damals noch weniger bekannte Musiker um sich.

 

Erst später erschien "Force Of Nature" (Reel Recordings, 2008) mit Aufnahmen, die Osborne 1980 im Quartett mit Dave Holdsworth (tp),  Marcio Mattos (b) und Brian Abrahams (dm) bzw. 1981 im Quartett mit Dave Holdsworth (tp), Paul Bridge (b) und Tony Marsh (dm) gemacht hatte.

 

Später hinderte ihn eine Krankheit an der Fortsetzung der Karriere. Mike Osborne starb am 19. September 2007 im Alter von 65 Jahren an Krebs. Er besitzt bei discogs.com über 100 Einträge als Musiker.    09/26

Compendium musicum

©2023 von Compendium musicum. Erstellt mit Wix.com

bottom of page