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Night Ranger

musicmakermark
10. Sept.
3 Min. Lesezeit

Amerikanische Hard Rock/AOR-Band, entstanden 1979 nach dem Split der Funk Rock-Gruppe Rubicon. Die Rubicon-Musiker Jack Blades (g) und Brad Gillis (e-b) taten sich mit Kelly Keagy (dm) zu einem Rock-Trio zusammen, das sich vorerst Stereo nannte.


 

Nach dem Zuzug von Alan Fitzgerald (key) von Montrose und Jeff Watson (g) wurde daraus Ranger und wenig später – weil bereits eine Country-Band dieses Namens existierte – Night Ranger. Das erste Album hiess "Dawn Patrol" (Boardwalk, 1982).

 

Zudem ging man als Opener von ZZ Top und Ozzy Osbourne auf die Bühne. Gillis seinerseits spielte selber im Frühling/Sommer 1982 aushilfsweise für Osbourne. Das erste Album wie auch seine Nachfolger "Midnight Madness" (MCA, 1983) und "Seven Wishes" (MCA, 1985) verkaufen sich je über eine Million Mal.

 

"Seven Wishes" war mit Platz 10 in den Billboard 200 das chartsmässig bestplatzierte Album der Band. Sämtliche fünf ersten Alben konnten sich in den offiziellen US-Albumcharts platzieren. Album Nummer vier "Big Life" (MCA, 1987) mit David Foster (key) als weiterer Musiker und Produzent schaffte es nur noch auf Platz 28 der Billboard 200, weil sich die Band damit mehr weicheren Sounds zugewendet hatte.

 

Inzwischen war Night Ranger selber Headliner geworden und hatte mehrere Single-Hits in den Billboard Hot 100. Die erfolgreichsten waren "When You Close Your Eyes" (Nummer 14) und "Sister Christian" (Nummer 5), beide vom Zweitling "Midnight Madness" sowie "Sentimental Street" (Nummer 8) von "Seven Wishes".

 

Dazu kamen weitere Top-20-Hits und mehrere Beiträge für Film-Soundtracks. Anfang 1988 kehrte Alan Fitzgerald der Band den Rücken, um vorerst von Jesse Bradman (key) ersetzt zu werden. Mit ihm wurde das nächste Album "Man In Motion" (MCA, 1988) eingespielt, das sich deutlich weniger gut verkaufte als seine Vorgänger.

 

Nach der entsprechenden Tournee 1989 verliess Gründungsmitglied Jack Blades die Gruppe, um sich der Gruppe Damn Yankees von Ted Nugent und Tommy Shaw von Styx anzuschliessen. Danach löste sich Night Ranger auf.

 

1991 versuchten Kelly Keagy und Brad Gillis mit Gary Moon (e-b, vcl) von Three Dog Night Night Ranger als Trio zu reformieren. Dieses Trio spielte mit "Feeding Off The Mojo" (Drive Sound, 1995) ein weiteres Album ein und ging mit David Zaijcek (key, g) von Airborne auf Tournee.

 

1996 kehrte Jack Blades zu Night Ranger zurück. In jener Zeit reformierte sich die Band in ihrer Quintett-Urbesetzung Blades, Gillis, Fitzgerald, Keagy und Watson und spielte mit "Neverland" (Legacy, 1997) und "Seven" (CMC, 1998) zwei weitere, nicht mehr so erfolgreiche Alben ein.

 

In Japan hingegen konnte sich die Band gutem Echo erfreuen. "Live In Japan" (1990) hatte schon zuvor das erste Live-Album der Band geheissen. Später veröffentlichte Night Ranger mit "Rock In Japan '97" (Deadline, 1997) und "Rockin' Shibuya 2007" (Frontiers, 2008) zwei Live-Alben nur in Japan.

 

Dazu kamen mehrere weitere Live-Alben und Compilations wie "Greatest Hits" (MCA, 1989), "Rock Masterpiece Collection" (1998), "Keep Rockin': Best Selection '97–'98" (1998), "The Millennium Collection" (MCA, 2000) sowie "Hits, Acoustic & Rarities" (2005).

 

2003 verliess Alan Fitzgerald die Band ein zweites Mal, um als Tour-Musiker zu Van Halen zu gehen. Sein Nachfolger war Michael Lardie (key, g) von Great White. 2007. Mitten in den Arbeiten zum nächsten Album "Hole In The Sun" (Frontiers, 2007) wurde Jeff Watson gefeuert und durch Reb Beach (g) von Winger und Whitesnake ersetzt.

 

Die beiden neuen Musiker gingen schnell wieder zu ihren alten Bands zurück. Christian Matthew Cullen (key, vcl) ersetzte Lardie und Joel Hoekstra (dm) übernahm für Beach. 2011 wurde Eric Levy (key, vcl) Nachfolger von Christian Matthew Cullen.

 

Im selben Jahr erschien mit "Somewhere In California" (Frontiers, 2011) ein weiteres Album. Drei Jahre später folgte "High Road" (Frontiers, 2014). Diese beiden Alben platzierten sich in der zweiten Hälfte der Billboard 200.

 

Die Doppel-CD/DVD "35 Years And A Night In Chicago" (Frontiers, 2016) enthielt weitere Liveaufnahmen, während die CD/DVD "Don't Let Up" (Frontiers, 2017) neues Studiomaterial enthielt. Vier Jahre später ging's mit "ATBPO" (Frontiers, 2021) weiter. Diese beiden Alben wiesen mit den Plätzen 55 bzw. 40 in den Billboard 200 gute Chartsplatzierungen auf.                09/26

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