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Phil Spector

  • musicmakermark
  • vor 16 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Produzent, Songschreiber, Sänger und Musiker, geboren am 26. Dezember 1939 im Stadtteil Bronx, New York City, als Sohn einer jüdischen Familie der unteren Mittelklasse. Er begann seine Karriere im Musikgeschäft als Songwriter, Gitarrist und Sänger in dem von ihm gegründeten Trio The Teddy Bears.


 

Dieses hatte mit "To Know Him Is to Love Him" (Doré, 1958) einen Nummer-1-Hit in den Billboard Hot 100. Den Titel des Liedes entnahm er dem Text auf dem Grabstein seines Vaters, der gestorben war, als Spector neun Jahre alt war. Der grosse Erfolg öffnete ihm Türen.

 

Binnen weniger Jahre stieg er zu einem wohlhabenden, wenn auch exzentrischen Plattenproduzenten auf, der mit seinen Ideen die Pop-Musik einige Jahre entscheidend mitprägte und vielen Musikern Impulse gab, die auf unzähligen Produktionen zu erkennen sind.

 

Er "erfand" 1962 den so genannten Walll of Sound. Dabei unterlegte er die von ihm produzierten Lieder mit Verzerr-, Hall- und Echo-Effekten sowie im Overdubbing-Verfahren mit mehreren Schichten von Orchesterklängen.

 

Als Spectors erste Aufnahme im Wall Of Sound-Stil war "He’s a Rebel" (Philles, 1962)  von The Crystals. Das wohl charakteristischste Produkt des Wall of Sound-Stils war "Be My Baby" (Philles, 1963) von The Ronettes. Deren Sängerin Veronica "Ronnie" Bennett war von 1968 bis 1974 Spectors Ehefrau.

 

Weitere Wall Of Sound-Gruppen waren Bob B. Soxx & The Blue Jeans und die Righteous Brothers. Mit Jeff Barry und Ellie Greenwich schrieb er einige populäre Pop-Klassiker wie "River Deep – Mountain High", interpretiert unter anderem von Ike & Tina Turner. Ab Mitte der 1960er Jahre wurde es etwas ruhiger um Spector.

 

1970 erlebte er ein musikalisches Comeback durch die von Allen Klein, dem Manager der Beatles, beauftragte Bearbeitung des Beatles-Albums "Let It Be" (Apple, 1970). Zwischen John Lennon und Paul McCartney kam es jedoch zu Meinungsverschiedenheiten über Spectors Vorgehensweise.

 

Während Lennon diese schätzte, lehnte McCartney den intensiven Einsatz von Streichern und Backgroundsängerinnen ab. Zwischen 1970 und 1972 nahm Spector im Umfeld der Beatles mehrere Soloalben auf, darunter "All Things Must Pass" (Apple, 1970) von George Harrison und "Imagine" (Apple, 1971) von John Lennon.

 

Weitere nennenswerte Produktionen der folgenden Jahre waren die Alben "Born to Be with You" (Phil Spector International, 1975) von Dion, "Death of a Ladies’ Man" (Columbia, 1977) von Leonard Cohnen und "End of the Century" (Sire, 1980) von den Ramones.

 

Für seine besonderen Leistungen wurde Spector 1989 in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen. Die Musikzeitschrift "Rolling Stone" listete Spector auf Rang 64 der 100 grössten Musiker aller Zeiten. Bei discogs.com hat er über 550 Einträge als Produzent sowie über 4000 als Songschreiber oder Arrangeur.

 

Am 3. Februar 2003 tötete er in seinem Haus in Alhambra, California, die Schauspielerin Lana Clarkson durch einen Revolverschuss in den Mund. Spector sprach von einem „Selbstmord aus Versehen“, als Clarkson „die Waffe geküsst“ habe.

 

Spector blieb zunächst gegen eine Kaution von einer Million US-Dollar auf freiem Fuss. Im April 2009 befand ein Gericht Spector des Totschlags schuldig. Er wurde in Haft genommen und im Mai 2009 eine Freiheitsstrafe von 19 Jahren bis zu lebenslang festgesetzt.

 

Er wurde auf einer Station für Gefangene untergebracht, die beispielsweise wegen ihrer Prominenz als gefährdet gelten. Spectors Berufung wurde 2011 verworfen. Phil Spector starb am 16. Januar 2021 im Alter von 81 Jahren im San Joaquin General Hospital in French Camp, California.                         01/26

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