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Portishead

  • musicmakermark
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Englische Trip Hop-Formation, gegründet 1991 in Bristol. Neben Massive Attack und Tricky war Portishead eine jener Bands, die Mitte der 1990er Jahre mit zeitlupenartiger Musik zwischen Jazz, Soul und Hip Hop zu den Mitbegründern des Trip Hop wurden.


 

Portishead bestand vor allem Geoff Barrow (sampl, key, dm, tt), Adrian Utley (g, e-b, key) und Beth Gibbons (vcl). Auch der Produzent und Toningenieur Dave McDonald war eine wichtige Figur für die Musik von Portishead. 1993 wurde die Band vom Label "Go!" unter Vertrag genommen.

 

Ein Jahr später erschien das Debutalbum "Dummy" (Go! Beat, 1994), das im Zuge des Trip Hop-Booms zu einem Millionenseller wurde. Weltweit wurden 3,6 Millionen Exemplare verkauft, fast eine Million allein in Grossbritannien.

 

Dort belegte das Album Platz 2 der Charts. In den Billboard 200 in den USA schaute Platz 79 heraus. Zwei der drei Singles schafften es in den englischen Charts in die Top-15. Eine Single tauchte auf Platz 53 der Billboard Hot 100 auf.

 

Dann vergingen drei Jahre, ehe mit "Portishead" (Go! Beat, 1997) das zweite Album erschien. Auch dieses Album kletterte bis auf Platz 2 der britischen Charts und stiess in den USA auf Platz 21 vor. Von den drei Singles schaffte es "All Mine" als einzige Portishead-Single in die Top-10 der englischen Charts.

 

Danach ging die Band auf eine zehnmonatige Welttournee. Dabei trat die Band am 26. Mai 1997, begleitet von einem 28-köpfigen Streichorchester, im "Roseland Ballroom" in New York auf. Der Auftritt wurde gefilmt, aufgenommen und unter dem Titel "Roseland NYC Live" (Go! Beat, 1998) als CD veröffentlicht. Die gleichnamige DVD erschien 2002.

 

"Glory Times" (Go! Beat, 1997) hatte davor eine Doppel-CD-EP mit je fünf Versionen der Songs ""Sour Times" und "Glory Box" geheissen, beide vom Debutalbum "Dummy". Danach widmeten sich die Bandmitgliedern vor allem ihren eigenen Projekten.

 

Adrian Utley veröffentlichte Aufnahmen unter seinem Namen, wobei er sich den Lead immer mit anderen Bands/Musikern teilte. Er leitete das Adrian Utley's Guitar Orchestra und war/ist Leader oder Mitglied der Gruppen 137, Stonephace, The Will Gregory Moog Ensemble und This I Dig.

 

Auch Geoff Barrow gab mehrere eigene Alben heraus. Es handelte sich um Soundtracks, bei denen er in den meisten Fällen mit dem Komponisten Ben Salisbury zusammenarbeitete.

 

Sängerin Beth Gibbons tat sich für zwei Alben mit dem ehemaligen Talk Talk-Bassisten Paul Webb zum Projekt Rustin Man zusammen. Dazu war Gibbons als Sängerin in einer Aufnahme von Henryk Góreckis dritter Sinfonie zu hören. Sie gab bisher nur ein eigenes Album heraus.

 

Ende 2007 war es zu einer Reunion von Portshead sowie zu den Aufnahmen eines neuen Albums mit dem Titel "Third" (Island, 2008) gekommen. Auch damit schaffte es die Gruppe nur knapp nicht auf Platz 1 der UK-Charts. In den Billboard 200 resultierte gar mit Platz 7 der erste Top-10-Eintrag. Von Portishead kamen einige Wiederveröffentlichungspakete und Compilations heraus.                                                                   02/26

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