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Talk Talk

  • musicmakermark
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Englische Slow Rock-Formation, gegründet 1981 von Mark Hollis (vcl, key), Simon Brenner (key), Paul Webb (e-b) und Lee Harris (dm). Talk Talk war im Prinzip eine Synthi Pop-Gruppe, doch mit ihrer Zeitlupenmusik und ihren kunstvollen Arrangements rückte sie im Laufe der Jahre immer näher in Richtung des anspruchsvollen Post Rocks.



Das erste Album "The Party's Over" (EMI, 1982) war mit Platz 21 in Grossbritannien und Platz 132 in den Billboard 200 kommerziell kein grosser Wurf, auch wenn die LP mit "Today" einen UK-Top-20-Hit enthielt. Danach wurde Brenner durch Tim Friese-Greene (key) ersetzt.


Er tauchte zwar im offiziellen Lineup nicht auf, schrieb aber mit Hollis den grössten Teil der Songs und wurde zur zweitwichtigsten Figur. Mit Friese-Greene kam auch langsam der Erfolg.

 

Der Zweitling "It's My Life" (EMI, 1984) - eingespielt mit Gastmusikern wie Henry Lowther (tp) und anderen - schaffte es in mehreren Ländern in die Top 5, in England allerdings nur auf Platz 35 und in den USA in die Top-50.  Zwei Singles schafften es in die Top-50 der UK-Charts.

 

"Colour Of Spring" (EMI, 1986) wurde zum meistverkauften Talk Talk-Album, aufgenommen mit vielen Gästen wie Steve Winwood (key) oder Danny Thompson (b, e-b). Es war neben der späteren Compilation "Natural History: The Very Best of Talk Talk" (Parlophone, 1990) eines von zwei Top-10-Alben in den britischen Charts.

 

Noch experimenteller und oppulenter, aber kommerziell weniger erfolgreich war "Spirit of Eden" (Parlophone, 1988), ein Top-20-Album in Grossbritannien. Bei den Aufnahmen machten unter anderem Henry Lowther (tp), Nigel Kennedy (vio) und Hugh Davies (shozyg) mit. Die Aufnahmen basierten auf Improvisationen, die Hollis und Friese-Greene zuvor eingespielt hatten.

 

"Laughing Stock" (Verve, 1991) war das fünfte und letzte Studioalbum von Talk Talk. Mit Platz 26 in den britischen Charts schaute eine Top-30-Rangierung heraus. Inzwischen war Talk Talk im Prinzip nurmehr ein Zweimann-Unternehmen von Hollis und Friese-Greene.

 

Neben der erwähnten, erfolgreichen Compilation "Natural History: The Very Best of Talk Talk" (EMI, 1990) erschien in jener Zeit auch das Remix-Album "History Revisited" (Parlophone, 1991) mit Neubearbeitungen von Julian Mendelsohn, Gary Miller, Lee Harris und Paul Webb, Justin Robertson, Dominic Woosey, 4 To The Floor, Fluke und BBG.

 

Dabei entbrannte sich ein Rechtsstreit zwischen Band um "EMI", so dass sich Talk Talk auflöste. Später folgten eine Reihe von weiteren Compilations wie beispielsweise die Doppel-CD "Asides Besides" (EMI, 1998) mit Single-A- und B-Seiten sowie weiteren Remixes oder die CDs "12x12 Original Remixes" (EMI, 1999) und "Remixed" (EMI, 1999).

 

"London 86" (Pond Life, 1999) hiess eine Liveaufnahme, mitgeschnitten am 8. Mai 1986 im Londoner Hammersmith Odeon. Mark Hollis brachte später unter seinem eigenen Namen ein gleichnamiges Album (Polydor, 1998) heraus. Es war die einzige Aufnahme unter seinem Namen.

 

Unter dem Pseudonym John Cope machte er noch im selben Jahr bei den Aufnahmen der CD "AV 1" (Resurgence, 1998) der Minimal/Ambient-Musiker Dave Allinson und Phill Brown mit. Danach war Hollis nicht mehr aktiv. Mark Hollis starb am 25. Februar 2019, 64-jährig nach kurzer Krankheit.

 

Paul Webb und Lee Harris gründeten nach Talk Talk mit .O.Rang eine neue, Talk Talk-ähnliche Gruppe. Bei den Aufnahmen der CD "Herd Of Instinct" (Echo, 1994) wurden die beiden von Beth Gibbons (Portishead), Matt Johnson (The The), Graham Sutton (Bark Psychosis, Boymerang), Mark Feltham (Talk Talk) und Anthony Thistlewaite (The Waterboys) begleitet.

 

Das zweite Album von .O.Rang hiess "Fields And Waves" (Echo, 1996), eingespielt wiederum mit Hilfe von diversen Gästen. Während Harris später bei Midnight Choir oder Bark Psychosis spielte, tat sich Webb teilweise mit Beth Gibbons von Portishead zu Rustin' Man zusammen.                            02/26

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