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The Weavers

Amerikanische Folk-Gruppe, gegründet im November 1948 von Pete Seeger (tenor), Lee Hays (bass), Fred Hellermann (baritone) und Ronnie Gilbert (alto) im Viertel Greenwich Village in New York Cirty. Als Vorbild diente die Vorgängergruppe The Almanac Singers, einer 1940 von Pete Seeger, Lee Hays und Millard Lampell gegründeten Band.



Die Weavers sangen traditionelle Folksongs aus aller Welt, aber auch Blues-, Gospel- und Worksongs und Kinderlieder. 1950 wurden die Weavers von "Decca" unter Vertrag genommen. Mit der Single "Goodnight Irene" (Decca, 1950) von Leadbelly hatte die Band gleich einen Riesenhit. Die Single stand 13 Wochen lang auf Platz 1 der amerikanischen Charts und wurde zwei Millionen Mal verkauft.

 

Auch mit anderen Singles gelangte die Gruppe in die Charts. Sie waren die erste Folk-Band, der es gelang, über Insiderkreise hinaus ein breites Publikum anzusprechen. Mitte 1950 wurde der Gruppe auf Grund ihrer grossen Popularität eine eigene Fernsehshow angeboten, die aber von offizieller Seite verhindert wurde.

 

Da die Mitglieder der Kommunistischen Partei nahe standen bzw. Mitglieder dieser Partei waren, wurden sie im antikommunistischen Klima der McCarthy-Ära auf die Schwarze Liste gesetzt, was einem Auftrittsverbot gleichkam. 1952 löste sich die Band vorerst auf. 1955 brachte Harold Leventhal die Weavers für ein Weihnachtskonzert in der New Yorker Carnegie Hall in der Originalbesetzung wieder zusammen.

 

Dieser Auftritt wurde auf den beiden LPs "The Weavers at Carnegie Hall (Live)" (Vanguard, 1957) und "The Weavers at Carnegie Hall Vol. 2 (Live)" (Vanguard, 1963) dokumentiert. Die Aufnahmen wurden später auf der Doppel-CD "At Carnegie Hall Complete" (Grey Scale, 2018) zusammengefasst.

 

1958 verliess Pete Seeger die Gruppe. Er wurde durch Erik Darling ersetzt, der bis 1962 blieb und dann durch Frank Hamilton (1962/1963) sowie durch Bernie Krause (1963/1964) ersetzt wurde. Die drei anderen Sängern und Musiker blieben alle bis zur endgültigen Auflösung im Jahre 1964.

 

Zusammen mit den neuen Musikern gab die Gruppe in ihrer Originalbesetzung 1963 ein letztes Konzert in der Carnegie Hall, um sich anschliessend endgültig aufzulösen. Auch der Mitschnitt dieses Auftritts wurde auf zwei LP herausgebracht. Sie hiessen "Reunion At Carnegie Hall – 1963" (Vanguard, 1963) und "Reunion At Carnegie Hall, Part 2" (Vanguard, 1965).

 

Die Gruppe kam in den nachfolgenden Jahren hin und wieder zu Reunions zusammen, zuletzt 1980 in der Originalbesetzung in der Carnegie Hall. Ein Jahr später starb Lee Hays. Erik Darling starb 2008, Pete Seeger 2014 und Ronnie Gilbert 2015.

 

Pete Seeger hatte nach seinem Ausstieg bei den Weavers eine erfolgreiche Solokarriere eingeschlagen und war eine der prägenden Figuren der linken Polit- und Folkszene in den 1960er Jahren. Bernie Krause, sein Nachfolger bei den Weavers, tat sich gegen Ende der 1960er Jahre mit Paul Beaver zum Synthesizer-Duo Beaver & Krause zusammen. Nach Beavers Tod wurde Bernie Krause ein Field Recording-Pionier.

 

Die Weavers beeinflussten Rahmen des Folk Revival in den der 1960er Jahre viele andere Gruppen, darunter das Kingston Trio, The Rooftop Singers, Bob Dylan oder Peter, Paul & Mary. Von den Weavers erschienen inklusive den erwähnten Aufnahmen über 15 Alben, fast 60 Singles oder EPs, dazu rund 30 Compilations.

 

Einen guten Überblick über das Schaffen geben das 3-CD-Set "Wasn't That A Time" (Vanguard, 1993), die beiden 4-CD-Boxes "Goodnight Irene (1949-1953)" (Bear Family, 2000) und "Six Classic Albums" (Real Gone, 2013) oder die Doppel-CD "All Over This Land - Singles As & Bs And More, 1949-1953" (Jasmine, 2020).                          12/23

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