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Toyah Willcox

  • musicmakermark
  • vor 9 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Englische Sängerin zwischen New Wave, Post Punk und Experimental Rock sowie Schauspielerin, geboren am 18. Mai 1958 in Kings Heath, Birmingham. Ihre Mutter war eine professionelle Tänzerin gewesen. Willcox wuchs in wohlhabenden Kreisen auf und besuchte private Mädchenschulen.


 

Als Jugendliche legte sie zunehmend ein aggressives Verhalten gegenüber ihrer Umwelt an den Tag. Sie besuchte die Old Rep Drama School in Birmingham, arbeitete als Garderobiere und begann sich schrill zu kleiden und zu frisieren. In Birmingham und ab Ende der 1970er Jahre in London trat sie in mehreren Theaterstücken auf.


1977 gründete sie mit Joel Bogen (g), Peter Bush (key), Mark Henry (e-b) und Steve Bray (dm) die New Wave-Band Toyah. Beginnend mit "Sheep Farming In Barnet" (Safari, 1979) und "The Blue Meaning" (Safari, 1980) veröffentlichte diese Band bis 1983 fünf Studioalben.


Das dritte Album "Anthem" (Safari, 1981) auf Platz 2 und das vierte Album "The Changeling" (Safari, 1982) auf Platz 6 waren zwei Top-10-Alben der Band in Grossbritannien. Diese beiden Alben sowie das Debutalbum standen zudem alle auf Platz 1 der britischen Indie Rock-Charts.


Von den über 20 Singles kamen drei und eine EP in die Top-10. Unter den Compilations befanden sich "The Safari Singles Collection Part 1: 1979-1981" und "The Safari Singles Collection Part 2: 1981-1983" (beide Cherry Red, 2005).

 

Im Film "Jubilee" hatte sie dazwischen eine Rolle neben Siouxsie Sioux, Adam Ant und Richard O’Brien. Eine weitere Rolle bekleidete sie im Film "Quadrophenia" von The Who. Es folgten weitere Auftritte in anderen Filmen und Theaterstücken.

 

"Toyah! Toyah! Toyah!" (Safari, 1980) und "Warrior Rock (Toyah On Tour)" (Safari, 1982) waren Livealben. "Love Is the Law" (Safari, 1983) hiess das fünfte und vorerst letzte Studioalbum der Gruppe Toyah. Später wurden drei weitere Alben mit Material aus dieser Zeit veröffentlicht.

 

"Minx" (Portrait und EG, 1985) hiess ihr erstes eigenes Album. Auch dieses und viele weitere kamen unter der Bezeichnung Toyah heraus. Für "The Lady Or The Tiger?" (EG, 1986) tat sie sich mit Robert Fripp von King Crimson und der Gruppe The League Of Crafty Guitarists zusammen.

 

Mit diesem und zehn weiteren eigenen Alben konnte Toyah nicht mehr an die erfolgreiche Zeit mit ihrer Band Toyah anknüpfen. Keines ihrer Alben nach 1985 tauchte in den Top-10 der UK-Charts auf. Mehrere schafften den Sprung dorthin überhaupt nicht.

 

Einige weitere Alben spielte sie mit den Gruppen Sunday All Over the World, Kiss Of Reality und This Fragile Moment  ein. Mit Nigel Planer intonierte sie auf "Cabaret" (Castle Pulse, 1997) Lieder aus dem gleichnamigen Musical. Auf "Vampires Rock" (Unsung, 2009) sang sie, unterstützt von Steve Steiman, Lieder aus dem Musical gleichen Namens.


Dazwischen hatte sie in Anlehnung an das erste King Crimson-Album ihr Soloalbum "In the Court of the Crimson Queen" (Willow, 2008) veröffentlicht. 2007 gründete sie mit The Humans eine weitere eigene Band, die neben ihr aus Chris Wong (e-b, g, org) und William Rieflin (e-b, synth, org, dm) bestand.


Von diesem Trio erschienen bis 2015 vier Alben sowie das Boxset "Noise In Your Head" (Edsel, 2020). Dieses bestand aus den drei Studioalben mit Bonusmaterial sowie aus der damals ebenfalls einzeln veröffentichten Live-CD "Live At Scala London". Dazu kam eine Live-DVD mit anderen Liveaufnahmen. Auch von Toyah kamen Compilations und Boxsets heraus.

 

"Twenty-Four From Toyah (Live Archive Selections 1993-2012)" (Vertical Species, 2012) war eine DL-Live-Compilation. "Solo" (Edsel, 2020) umfasste ihre ersten sechs eigene Studioalben, alle mit Bonustracks. CD 6 hiess "Rare, Remixed & Revisited" und CD 7 war die Wiederveröffentlichung des Minialbums "Velvet Lined Shell", angereichert mit Bonustracks aus anderen Sessions. Eine DVD enthielt Videos und ein Interview.

 

"Mesmerised - Rarities & Remixes 85-94" (Demon, 2021) hiess eine LP, die zum "Record Store Day" herausgebracht wurde. "Chameleon: The Very Best Of Toyah" (Cherry Red, 2025) enthielt die Einzelteile "Band 1979-1983", "Solo 1985-2024" und "Rare 1980-2024" auf CD sowie eine Blu-ray mit Videos, BBC- und Liveaufnahmen.             06/26

 

 

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