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50 Cent

musicmakermark
5. Okt.
4 Min. Lesezeit

Amerikanischer Gangsta-Rapper und Schauspieler, geboren am 6. Juli 1975 in Queens, New York City, als Curtis James Jackson III. Er wuchs im Viertel South Jamaica des New Yorker Stadtteils Queens in ärmlichen Verhältnissen auf.


 

Seinen Vater kannte er nicht, und seine Mutter wurde ermordet, als er acht Jahre alt war. Unbekannte waren in ihr Haus eingedrungen und drehten, während sie schlief, den Gashahn auf, sodass sie an dem Gas erstickte. Nach ihrem Tod lebte Jackson bei seinen Grosseltern.


Da er bereits durch seine Mutter Verbindungen zum Drogengeschäft gehabt hatte, handelte er bereits als 12-Jähriger mit Drogen und verbüsste mehrere kurze Gefängnisstrafen; die erste grosse Strafe bekam er mit 18 Jahren.

 

Entdeckt wurde er vom mittlerweile ermordeten Jam Master Jay alias Jason Mizell von Run-DMC, der ihn für sein Label unter Vertrag nahm. Nachdem sich der Plattenvertrag bei "Jam Master" als unproduktiv erwiesen hatte, wechselte er zu "Columbia".

 

Dort entstand das Debütalbum "Power Of The Dollar". Bevor dieses veröffentlicht werden konnte, stachen Unbekannte Jackson vor einem Tonstudio nieder. Bei einer Schiesserei am 24. Mai 2000 vor dem Haus seiner Grosseltern trafen ihn neun Kugeln in Gesicht, Arme und Beine.

 

Er wurde jedoch schon nach 13 Tagen wieder aus dem Spital entlassen. Sein Label löste den Vertrag auf, um weitere Negativpresse zu vermeiden, und verschob die Veröffentlichung des Albums auf unbestimmte Zeit.

 

Einige der für dieses Album bestimmten Stücke wurden auf der Compilation "Guess Who's Back" (Full Clip, 2002) veröffentlicht. Diese Sammlung von Underground-Tracks erreichte Platz 28 der Billboard 200 und Platz 13 der US-R&B/Hip Hop-Alben.

 

Nach seiner Rückkehr ins Drogenmilieu wurde Jackson zum zweiten Mal entdeckt. Eminem ermöglichte ihm, teilweise auf seinem eigenen Label das Debutalbum "Get Rich or Die Tryin'" (Shady, 2003) zu veröffentlichen. Eminem agierte selber in zwei Tracks als Produzent.

 

Das Album erschien zudem auch bei "Interscope", "G-Unit" und "Aftermath". Es verkaufte sich weltweit 12,9 Millionen Mal und war in den USA das erfolgreichste Album des Jahres. Dort ging es 9 Millionen Mal über den Ladentisch.

 

Das reichte locker für Platz 1 bei den Billboard 200, in den US-R&B/Hip Hop-Charts und zu weiteren Spitzenplatzierungen in den Charts anderer Länder. Mit "In da Club" und "21 Questions" enthielt das Album zwei Nummer-1-Titel in den Billboard Hot 100. Die zweite der beiden Single war eine gemeinsame Aufnahme mit Nate Dogg.

 

"24 Shots" (diverse Labels , 2003) war eine zweite Compilation mit frühem Material und auch solchen von seinem unveröffentlichten Debutalbum. Das zweite richtige Album nannte sich "The Massacre" (diverse Labels, 2005).

 

Es ging weltweit 9 Millionen Mal über den Ladentisch, davon 6 Millionen Mal in den USA.  Es enthielt mit "Candy Shop" einen weiteren Nummer-1-Hit in den Billboard Hot 100 und stand selber auf Platz 1 der Billboard 200, der US-R&B/Hip Hop-Charts sowie in vielen anderen Ländercharts.

 

2005 drehte 50 Cent einen autobiografischen Film, der sein Leben und seinen Werdegang zeigen soll. Dieser hiess wie sein bisher bestverkauftes Album "Get Rich Or Die Tryin'". Dazu erschien auch ein Soundtrack mit dem gleichen Titel (G-Unit und Interscope, 2005).

 

Dieser verkaufte sich weltweit 3,7 Millionen Mal erreichte Platz 2 bei den Billboard 200. Die Stücke stammten nicht nur von 50 Cent, sondern auch von anderen Musikern des "G-Unit"-Labels wie Lloyd Banks, Young Buck, Tony Yayo, Olivia und Mobb Deep.

 

"G-Unit Records" war 2003 von 50 Cent zusammen mit seinem Manager Sha Money XL gegründet worden, um Musik seiner Gruppe G-Unit zu veröffentlichen. Deren damalige Mitglieder Lloyd Banks, Tony Yayo und Young Buck unterschrieben auch als Solokünstler Plattenverträge bei dem Label.

 

50 Cent machte bei den Aufnahmen zu den  G-Unit-Alben "Beg For Mercy" (G-Unit, 2003) und "Terminate On Sight" (G-Unit, 2008) mit. Beide erreichten Platz 2 der R&B/Hip Hop-Charts und waren Top-5-Alben in den Billboard 200. Das erste der beiden Alben verkaufte sich allein in den USA 2 Millionen Mal.

 

Das dritte 50 Cent-Album "Curtis" (diverse Labels, 2007) verkaufte sich dann nicht mehr so stark wie die beiden ersten. Immerhin wurden weltweit 3 Millionen Stück abgesetzt, in den USA allein 1,3 Millionen. Damit kam das Album auf Platz 2 der Billboard 200-Liste und der R&B/Hip Hop-Charts.

 

"Bulletproof" (G-Unit und Shadyville, 2007) war im selben Jahr der Soundtrack zu gleichnamigen Videogame. Es enthielt 13 neue 50 Cent-Tracks und kam auch in einer Instrumental-Version heraus. Es tauchte nicht in den Charts auf.

 

Album Nummer vier war "Before I Self Destruct" (diverse Labels, 2009). Die Aufnahmen hätten schon 2007 erscheinen sollen, doch 50 Cent zog "Curtis" vor. "Before I Self Destruct" verkaufte sich weltweit nur gerade eine Million Mal, davon rund die Hälfte in den USA.

 

Damit resultierte nur noch Platz 5 der Billboard 200, dafür aber Platz 1 bei den R&B/Hip Hop- und Rap-Alben. Sein bisher letztes Album "Animal Ambition" (G-Unit und Caroline, 2014) erschien auf dem eigenen Label.

 

Es landete auf Platz 4 der Billboard 200, erreichte aber mit 124'000 verkauften Exemplaren ein ernüchterndes Resultat.  Bei den R&B/Hip Hop-Alben reichte es dennoch für Platz 1. Die Compilation "Best Of" (diverse Labels, 2017) schaffte es auf Platz 95 in den Billboard 200.

 

"Street King Immortal" sollte der Titel des sechsten Studioalbums von 50 Cent heissen. Das Album wurde bisher noch nicht veröffentlicht.      10/26

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