Al Green
- musicmakermark
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Amerikanischer Singer/Songwriter und Produzent zwischen R&B, Soul und Gospel, geboren am 13. April 1946 in Forrest City, Arkansas, als Albert Leornes Greene. Er wuchs später in Grand Rapids, Michigan, auf, wo er von seiner Familie verstossen wurde, weil er Musik von Jackie Wilson hörte.

Er stellte die Gesangsgruppe Al Greene & The Creations auf die Beine und gründete mit Curtis Rodgers und Palmer James, zwei seiner Bandmitglieder, das Label "Hot Line Music Journal". Dort erschien unter dem Gruppennamen Al Greene & The Soul Mates die Single "Back Up Train" (1967).
Mit Platz 5 in den R&B-Charts und Platz 41 bei den Billboard Hot 100 war die Single ein kleiner Hit. Das gleichnamige Album errreichte die Plätze 37 (R&B) sowie 162 (Billboard 200). Weitere Singles aus diesem und aus dem zweiten Album "Green Is Blues" (Hi, 1969) waren wenig erfolgreich.
Das Album "Green Is Blues" hingegen schnitt mit Platz 3 bei den R&B-Alben und Platz 19 bei den Billboard 200 gut ab. Etwas schwächere Chartsnotierungen wurden für das dritte Album "Al Green Gets Next to You" (1971) registriert. Es erschien ebenfalls wie die nachfolgenden bei "Hi Records".
Mit "Let's Stay Together" (1972), "I'm Still in Love with You" (1972), "Call Me" (1973), "Livin' for You" (1973), "Al Green Explores Your Mind" (1974) und "Al Green Is Love" (1975) hatte Green danach sechs Nummer-1-Alben in den R&B-Charts in Folge.
Drei davon schafften es auch in die Top-10 der Billboard 200. Auch mehrere Singles aus diesen Alben verkauften sich gut. Das Titelstück von "Let's Stay Together" stand sowohl bei den Billboard Hot 100, als auch bei den R&B-Singles zuoberst.
"I'm Still in Love with You" (1972), " "You Ought to Be with Me" (1972), "Livin' for You" (1973), "L-O-V-E (Love)" (1975) und "Full of Fire" (1975) waren Nummer-1-Singles in den R&B-Charts, teilweise auch Top-10-Singles in den Billboard Hot 100.
Gegen Ende der 1970er Jahre war die Luft dann draussen, obwohl Green bis dato Dutzende weitere Singles und viele Alben herausgab. 1974 war er von seiner Freundin mit einer Ladung von heissem Porridge verletzt worden. Seine Freudin begann danach Selbstmord.
1976 gründete er die Full Gospel Tabernacle-Kirche in Memphis. Von 1981 bis 1989 veröffentlichte er mehrere Gospel-Alben. Darunter befand sich "Precious Lord" (Myrrh, 1987), ein Nummer-1-Album in den US-Gospel-Charts. Danach kehrte er zur sekulären Musik zurück. "Take Me to the River" (2000) hiess seine Autobiographie.
Al Greens Schaffen wird auf Dutzenden von Compilations und einigen Reissue-Paketen dargestellt. "Anthology" (The Right Stuff und Hi, 1997) war ein 4-CD-Set. Die Doppel-CD "The Hi Records Single Collection" (Solid, 2013) enthielt 43 Songs seiner erfolgreichsten Zeit.
Unter dem selben Titel erschien später ein Set (Fat Possum, 2019) mit 26 7"-Singles. Die beiden 5-CD-Boxes "Classics" (Edsel, 2010) und "The Essential Album Collection" (Fat Possum und Hi, 2016) enthielten teilweise die selben frühen Alben. 01/26


