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Alex Riel

  • musicmakermark
  • 9. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Dänischer Jazz-Schlagzeuger und Landleader, geboren am 13. September 1940 in Kopenhagen. Ab Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre war er erstmals auf Schallplatten von dänischen Bands zu hören. Er  begann seine Profi-Karriere als Mitglied der Hausband des Jazzclubs "Montmartre" in Kopenhagen.


 

Dort begleitete er mit dem Bassisten Niels-Henning Ørsted Pedersen sowie mit Tete Montoliu oder Kenny Drew am Klavier Musiker wie Ben Webster, Yusef Lateef, Don Byas, Donald Byrd, Don Cherry, Art Farmer, Thad Jones, Stéphane Grappelli, Kenny Dorham und Dexter Gordon.

 

1965 wurde er zum dänischen Jazzmusiker des Jahres erkoren. In jener Zeit war er als Sideman von Sahib Shihab, Stuff Smith, Champion Jack Dupree, Ben Webster und anderen zu hören. Als Alex Riel Trio nahm er mit Kenny Drew (p) und Niels-Henning Ørsted Pedersen (b) sein erstes eigenes Album auf, das "Alex Riel Trio" (Fona, 1965) hiess.

 

Den Bandnamen Alex Riel Trio benutzte er erst nach 2000 wieder für einige Aufnahmen. 1965/1966 begleitete er mit Eddie Gomez oder Niels-Henning Ørsted Pedersen (b) bei Auftritten in Europa den Pianisten Bill Evans. Aufnahmen davon bildeten Teile der Doppel-CD "Treasures: Solo, Trio & Orchestra Recordings From Denmark (1965-1969)" (Elemental, 2023).

 

Neben seiner Tätigkeit im Jazz war er ab Mitte/Ende der 1960er Jahre auch Mitglied der Rock-Gruppe Savage Rose, mit der er mehrere Alben einspielte. Auf der anderen Seite des musikalischen Spektrums spielte er in der Dixieland-Gruppe Kansas City Stompers. Dazu war er Sideman, vor allem für Ben Webster, Jackie McLean und Dexter Gordon.

 

Neben seiner umfangreichen Tätigkeit als Bandmitglied oder Sideman kamen rund 30 Aufnahmen als Co-Leader heraus. Auf einigen wenigen war Riel selber der Chef. Auf "Emergence! Live At Fashing" (Red, 1994) waren Jerry Bergonzi (ts), und  Jesper Lundgaard (b) seine Begleiter.

 

Für "Unriel!" (Stunt, 1997) holte Riel je nach Track Jerry Bergonzi oder Michael Brecker (ts), Mike Stern (g), Niels Lan Doky (p) und Eddie Gomez (b) an seine Seite. In einem ähnlichen Umfeld mit Bergonzi oder Brecker, Stern sowie Kenny Werner (p) und Chris Minh Doky (b), entstand "Rielatin'" (Stunt, 2000).

 

"Get Riel" (Cowbell, 2008) hiess eine Trioaufnahme mit Kenny Werner (b) und Pierre Bossaguet (b).  Auf der Doppel-CD "In New York" (Stunt, 2023) wurden die beiden Alben "Unriel!" von 1997 und  "Rielatin'" von 2000 gemeinsam wiederveröffentlicht.

 

Dazu kamen einige wenige Aufnahmen mit Gruppen wie Alex Riel Quartet, Alex Riel Special Quartet und Alex Riel Lutz Büchner Quartet. Bei discogs.com hat Riel fast 500 Credits als Musiker. Die Liste in den Gruppen, in denen er gespielt hatte, ist ellenlang. Alex Riel starb am 9. Juni 2024 im Alter von 83 Jahren in Liseleje.            06/26

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