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Boz Scaggs

  • musicmakermark
  • vor 4 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Sänger, Songwriter und Gitarrist zwischen Rock, R&B, Blues und teilweise auch Jazz, geboren am 8. Juni 1944 in Canton, Ohio, als William Royce Scaggs. 1959 wurde er Sänger bei der Band The Marksmen von Steve Miller, den er bereits seit seinem 12. Altersjahr kannte.


 

Die beiden spielten später gemeinsam auch bei The Ardells und The Fabulous Knight Trains. Nach der Schule zog er zuerst nach Texas und dann nach London, wo er mit Bands wie The Wigs und Mother Earth spielte, In Schweden nahm er solo sein erstes Album "Boz" (Polydor, 1965) auf.

 

Dieses wurde nur in Schweden veröffentlicht und erst 2014 in Japan erstmals ausserhalb von Schweden (wieder) veröffentlicht. Via Schweden ging er wieder in die USA zurück und liess sich 1967 in San Francisco nieder, wo die Flower Power-Kultur ausgebrochen war.

 

In der Bay Area kam es erneut zu einem Aufeinandertreffen mit Steve Miller. Scaggs wurde Sänger der Steve Miller Band und sang auf deren ersten beiden Alben "Children Of The Future" und "Sailor" (beide Capitol, 1968). Danach versuchte es Scaggs erneut solo.

 

Er gab die LP "Boz Scaggs" (Atlantic, 1969) heraus, die es auf Platz 171 der Billboard 200 schaffte. Eine später heraus gebrachte Doppel-CD zeigt Scaggs zu jener Zeit bei einem Auftritt im Fillmore West. Die Aufnahme erschien als "Live at the Fillmore West, 30th June 1971" (Keyhole, 2014).

 

Auch die nächsten Alben "Moments" (Columbia, 1971), "Boz Scaggs & Band" (Columbia, 1971), "My Time" (Columbia, 1972) und "Slow Dancer" (Columbia, 1974) waren keine Verkaufserfolge. Sie kamen zwar in die Billboard 200, doch mit Ausnahme von "Slow Dancer" auf Platz 81 sonst nur auf Plätze in der zweiten Hälfte der US-Charts.

 

1976 tat er sich mit den späteren Toto-Musikern David Paich (key), Jeff Porcaro (dm) David Hungate (e-b) sowie mit den drei Gitarristen Fred Tackett, Louie Shelton und Les Dudek zusammen, um mit "Silk Degrees" (Columbia, 1976) ein weiteres Album unter eigenem Namen aufzunehmen.

 

Die LP verkaufte sich in den USA und fünf Millionen Mal und stieg bis auf Platz 2 der Billboard 200. Mit "Lowdown" (#3), "Lido Shuffle" (#11) und "What Can I Say" (#42) wurde auch drei Singles ausgekoppelt, die es alle in die Billboard Hot 100 schafften.

 

Die LP enthielt zudem auch den Song "We're All Alone", der später von Rita Coolidge und Frankie Valli erfolgreich gecovert wurde. Der Song wurde zudem als B-Seite der Single "Lido Shuffle" veröffentlicht. Mit "Down Two Then Left" (Columbia, 1977) konnte er nicht mehr ganz an den Erfolg von "Silk Degrees" anknüpfen.

 

Davon wurde trotzdem eine Million Exemplare verkauft, was Platz 11 in den Billboard 200 bedeutete. Für das nächste Album "Middle Man" (Columbia, 1980) griff er erneut Toto-Musiker zurück, was sich mit Platz 8 in den Billboard 200 und einer Million verkaufter Exemplare auszahlte.

 

Nach der im selben Jahre veröffentlichten, erfolgreichen Compilation "Hits!" (Columbia, 1980) dauerte es acht Jahre bis zum nächsten Album "Other Roads" (Columbia, 1988). Dafür griff er erneut auf einzelne Toto-Musiker sowie auf andere bekannte Musiker wie Peter Wolf (vcl) und Marcus Miller (e-b) zurück.

 

Mit dem Album schaffte er es knapp in die Top-50 der Billboard 200. Danach ging es sechs Jahre, ehe sich Scaggs mit dem Top-100-Album "Some Change" (Virgin, 1994) zurückmeldete. Dazwischen war das Interesse an Boz Scaggs mit weiteren Compilations wach gehalten worden.

 

Scaggs hatte sich inzwischen weitgehend von der Szene zurückgezogen und leitete in San Francisco einen Nachtclub. Dennoch erschienen von Boz Scaggs immer wieder neue Alben. Von diesem schaffte es einzig "Fade Into Light" (Virgin, 1996) nur deshalb nicht in die Billboard 200, weil es vorerst nur in Japan veröffentlicht wurde.

 

In den USA kam das Album erst 2005 auf den Markt. Von den acht weiteren bis dato veröffentlichten Alben war "Memphis" (429 Records, 2013) mit Platz 17 in den Billboard 200 das erfolgreichste. Scaggs hatte dieses Album mit Hilfe von Streichern und Bläsern eingespielt.

 

Ein Auftritt mit Donald Fagen von Steely Dan und Michael McDonald von den Doobie Brothers erschien unter dem Titel "Live At Lincoln Center - The Dukes Of September" (429 Records, 2014) auf einer Blu-ray. 

 

Unter den Compilations und Reissue-Paketen stechen die Doppel-CD "My Time: A Boz Scaggs Anthology (1969-1997)" (Legacy und Columbia, 1997) und die CD "Columbia Rarities (1971-88)" (Sony, 2024) heraus. Fünf frühe Alben umfasste "Original Album Classics" (Columbia, 2010).         06/26

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