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Steve Miller Band

  • musicmakermark
  • vor 4 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanische Rock/Blues Rock-Band, gegründet 1966 in San Francisco, California, vom Gitarristen, Sänger und Songschreiber Steve Miller. Miller war am 5. Oktober 1943 in Milwaukee, Wisconsin, geboren worden.


 

1965 hatte er in Chicago mit dem Keyboarder Barry Goldberg als Leader sowie mit Craymore Stevens (g), Roy Ruby (e-b) und Maurice McKinley (dm) die Goldberg-Miller Blues Band gegründet, von der die 7"-Single "The Mother Song/More Soul, Than Soulful" (Epic, 1965) erschien.

 

Die Band trat auch in der TV-Unterhaltungsserie "Hullabaloo" an der Seite von The Four Tops und The Supremes auf. Danach zog Miller nach San Francisco, wo die Psychedelic-Szene am Aufblühen war. Dort gründete er 1966 eine neue Gruppe, die sich zuerst Steve Miller Blues Band (1966–1967) und dann kurze The Miller Band (1967) nannte.

 

Die Band bestand anfänglich neben Miller aus Jim Cooke (g), Jim Peterman (org), Lonnie Turner (e-b) und Tim Davis (dm). Erste Aufnahmen entstanden als Begleitgruppe von Chuck Berry, zu hören auf "Live At The Fillmore Auditorium-San Francisco" (Mercury, 1967).

 

Die ersten eigenen Alben hiessen "Children Of The Future" und "Sailor" (beide Capitol, 1968), beide eingespielt mit Boz Scaggs (g, vcl) an Stelle von Cooke. Das erste Album fand sich auf Platz 134 der Billboard 200 wieder, das zweite bereits schon auf Platz 24.

 

Boz Scaggs verliess die Gruppe danach und startete eine erfolgreiche Solokarriere. Auch Keyboarder Jim Peterman kehrte der Gruppe den Rücken. Auf "Brave New World" (Capitol, 1969) nahmen Glyn Johns (g, vcl) und Ben Sidran (key) die Plätze von Scaggs und Peterman ein.

 

Auf dem Album wirkten auch Nicky Hopkins (p) und in zwei Tracks ein gewisser Paul Ramon alias Paul McCartney (g, e-b, dm, vcl) mit. Mit Platz 22 war es vorerst das chartsmässig erfolgreiche Album der Band.

 

Die nachfolgenden Alben "Your Saving Grace" (Capitol, 1969), "Number 5" (Capitol, 1970), "Rock Love" (Capitol, 1971) und "Recall The Beginning... A Journey From Eden" (Capitol, 1972) bewegten sich auf Plätzen zwischen 23 und 109 der Billboard 200.

 

Drei Singleauskoppelungen aus den ersten Alben fanden sich auch in den Billboard Hot 100, allerdings auf Plätzen zwischen 69 und 126. Das Lineup der Steve Miller Band veränderte sich laufend. Mit dem Album und der Single "The Joker" (Capitol, 1973) stellte sich dann der Erfolg quasi über Nacht ein.

 

Das Album verkaufte sich in den USA ein Million Mal, was zu Platz 2 in den Billboard 200 reichte. In Kanada stand die LP ganz oben. Die Single stand sowohl in den USA, wie in England und anderen Ländern auf Platz 1. Auch die nachfolgenden Alben "Fly Like An Eagle" (Capitol, 1976) und "Book Of Dreams" (Capitol, 1977) waren als Millionenseller.

 

Sie waren zudem Top-3-Alben in den USA und Top-15-Alben in Grossbritannien. Zudem enthielt "Fly Like An Eagle" mit "Rock'n Me" einen Nummer-1-Hit in den Billboard Hot 100 und mit dem Titelstück eine Nummer 2.  Das nächste Album "Circle Of Love" (Capitol, 1981) verkaufte sich etwas weniger gut und erreichte nur Platz 25 der Billboard 200.

 

Mit "Abracadabra" (Capitol, 1982) kehrte der Erfolg kurz wieder zurück. Platz 3 in den USA und Platz 10 in England waren die chartsmässige Ausbeute. Der Titelsong von "Abacadabra" war der zweite Nummer-1-Hit der Steve Miller Band in den USA.

 

Danach wurden die Zeiten wieder härter. Mit "...Live!" (Capitol, 1983), "Italian X Rays" (Capitol, 1984), "Living In The 20th Century" (Capitol, 1986) resultierten keine Plätze mehr unter den 60 besten US-Alben.

 

Mit "Born 2B Blue" (Capitol, 1988) und "Wide River" (Polydor, 1993) veröffentlichte Miller auch zwei erfolglose Alben unter eigenem Namen, obowhl bei den Aufnahmen teilweise Musiker wie Phil Woods (as), Bob Malach (ts), Milt Jackson (vibes) und Ben Sidran (key) mitwirkten.

 

Zwischen "Living In The 20th Century" von 1986 und dem nächsten richtigen Steve Miller Band-Album "Bingo" (Raodrunner, 2010) vergingen 24 Jahre. Mit Platz 37 in den Billboard 200 schaute immerhin ein Achtungserfolg heraus. "Let Your Hair Down" (Roadrunner, 2011) schaffte es knapp in die Billboard 200.

 

Von der Steve Miller Band erschienen 18 offizielle Studioalben, sechs offizielle Livealben, sieben offizielle Compilations und an die 30 Singles. Die Band verkaufte über 60 Millionen Schallplatten.  "Complete Albums Volume 1 (1968-1976)" Capitol, 2018) und "Complete Albums Volume 2 (1977-2011)" (Capitol, 2019) mit jeweils neun LPs waren üppige Boxsets.        06/26

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