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Burkhard Stangl

  • musicmakermark
  • vor 12 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Österreichischer Experimental-Gitarrist, Perkussionist, Komponist und Ensembleleiter, geboren am 6. November 1960 in Eggenburg in Niederösterreich. Er studierte Gitarre, Ethnologie und Musikwissenschaft.


 

Er gründete 1985 das Free Improv-Esemble Ton-Art, mit dem er bis 1995 zusammenarbeitete. Erste Aufnahmen machte er ab 1987 als Mitglied von Gruppen Die Vögel Europas sowie für Musiker wie Franz Koglmann, Steve Lacy und Werner Dafeldecker.

 

Sein Name als Co-Leader tauchte erstmals auf der CD "Lunatic Fringe" (Extraplatte, 1992) auf, die er mit Max Nagl (as) und Josef Novotny (key, p) eingespielt hatte. Zudem erschien damals die mit Werner Dafeldecker (b, g) und Michael Moser (cello) eingespielte Mini-CD "Markknochen wälzt Eisschollen (Extraplatte, 1992).


Dieses Trio bildete die Basis für die langlebige Gruppe Polwechsel, der Stangl bis 2008 angehörte. Im Oktober 1994 trat Stangl mit Thomas Chapin (reeds), Tom Cora (cello), Max Nagl (reeds) und Samm Bennett (dm) als Under Cover Collection Band auf. Der Auftritt wurde auf "Hör-Fest - Steierischer Herbst '94: Under Cover Creative Music Seminar" (KFW und CCW Collection, 1995) dokumentiert.

 

Die CD "Ereignislose Musik - Loose Music" (Random, 1996) zeigte Stangl als Komponisten. Vier der Werke wurden von Stangls Kammermusikformation Ensemble Maxixe interpretiert. Im Werk "Konzert für Posaune und 22 Instrumente" (1994) war Rdu Malfatti (tb) der Solist.

 

In drei anderen Stücke waren die Vokalistinnen Renate Burtscher, Sainkho Namtchylak und Eva Hosemann die Solistinnen. Die beiden restlichen Stücke der CD wurden von Burkhard Stangl (g), Gunter Schneider (div g) und Radu Malfatti (tb) bzw. von Maura St. Mary (fl) und Judith Farmer (tuba) gespielt.

 

"Récital" (Durian, 1999) hiess eine Solo-CD mit Musik für akustische Gitarre und Klavier in der Tradition der Minimal Music. Mit Christof Kurzmann (laptop, vcl, cl) spielte Stangl ab 1999 unter dem Projektnamen Schnee mehrere Aufnahmen ein.

 

Mit Franz Hautzinger (tp), Radu Malfatti (tb) und Gunter Schneider (g) bildete er das Quartett Dachte Musik, das eine gleichnahmige Doppel-CD (Grob, 2001) mit zwei je 60 Minuten langen Improvisationen einspielte. "Home" (Grob, 2002) hiess eine Quartettaufnahme von SSSD mit Martin Siewert (g, elect), Taku Sugimoto (g, b-g) und Werner Dafeldecker (b).

 

Mit Oswald Egger (libretto) und einer Viezahl von Musikerinnen und Musikern entstand die Oper "Venusmond - Oper als Topos" (Quell, 2000). Die beiden ersten Teile wurden 1997 auf dem Empire State Building in New York uraufgeführt. Später erschienen drei weitere Teile unter dem Titel "Venusmond - Oper ohne Ort" (Quell, 2004).

 

Im Laufe der Jahre tat sich Stangl auch zu Aufnahmen mit Dieb 13, Robert Piotrowicz, Anna Zaradny, Taku Unami,  Kai Fagaschinski, John Butcher, Tony Buck, Magda Mayas, Steve Bates, Joanna John,  Isabella Forciniti, Cristián Alvear Montecino, Nenad Markovic und Franz Hautzinger zusammen.

 

Mit Taku Sugimoto (g, b) und Christof Kurzmann (computer, cl) entstand "In Tokyo (First Concert - Second Take)" (Musica Genera, 2002). Nur im Duo spielten Stangl und Sugimoto die CD "An Old Fashioned Duet" (Slub Music, 2002) ein.

 

"Compositions For Guitars" (A Bruit Secret, 2003) enthält Werke von Stangl, Taku Sugimoto und Brett Larner, eingespielt mit teilweise grösseren Gitarren-Orchestern. Die drei Werke von Stangl wurden vom Komponisten solo oder im Duo mit Taku Sugimoto bzw. Rita Emilia (detuner) aufgenommen.

 

Die Mini-CD "Phonographics 1-5" (Durian, 2002) enthielt den Soundtrack "Film ist 7-12" von Gustav Deutsch und wurde von Stangl zusammen mit Werner Dafeldecker, Christian Fennesz und Martin Siewert aufgenommen.

 

Mit dem Ereb Afrik Kollektiv, bestehend aus Hannes Löschel (p, elect) und Josef Novotny (synth, elect), nahm Stangl die Doppel-CD "Ereb Afrik" (Loewenhertz, 2004) auf. Sie bestand aus komponierten Werken, Improvisationen und je einem Remix der drei beteiligten Musiker.

 

"Hommage à moi" (Loewenhertz, 2011) hiess eine Triple-CD mit der Doppel-CD "Hommage à moi", bestehend aus einer ganzen Reihe von Ensemble-, Gruppen- und Solowerken aus den letzten Jahren. Dazu kam die Wiederveröffentlichung von "Ereignislose Musik – Loose Music" von 1996 als CD 3.

 

Als Chesterfield nahm Stangl mit Angélica Castelló (recorder, elect) die Alben "Chesterfield On Ear" (Olliwood und On Ear, 2012) sowie "Consuelo" (Mikroton, 2018) auf. Später tat sich das Duo mit Billy Roisz (elect) und Dieb13 (tt, elect) für "Scuba" (Mikroton, 2014) zusammen.

 

Als SQID spielten Stangl, Castelló, Attila Faravelli (elect) und Mario De Vega (tt, objects, elect) eine gleichnamige Doppel-CD (Mikroton, 2015) ein. "Unfinished. For William Turner, painter." (Touch, 2013) sowie später die LP "Zwölf" (Bocian, 2018) waren Soloeinspielungen.

 

Daneben war/ist Stangl Mitglied mehrere Formationen wie Efzeg, EKG, Franz Hautzinger's Poet Congress, Monoblue Quartet, Noiset, Qui.t, Quintet A, Quintet B, Steve Lacy+16,  Joëlle Léandre Tentet, Shabotinski und The Ulrichsberg Tri-Centric von Anthony Braxton.

 

Er machte Aufnahmen mit oder für die Komponistin Olga Neuwirth sowie David Sylvain, Max Nagel, Josef Novotny, Margareth Kammerer, Noël Akchoté, Fennesz und andere.                08/26

 

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