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Buschi Niebergall

  • musicmakermark
  • 26. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Deutscher Free Jazz-Bassist und Bass-Posaunist, geboren am 18. Juli 1938 in Marburg, Hessen, als Hans-Joachim bzw. Johannes Niebergall. Mit Manfred Schoof (tp, flh), Alexander von Schlippenbach (p) und Pierre Courbois (dm) bildete er Anfang/Mitte der 1960er Jahre das Quintett von Gunter Hampel (vibes, fl), das mit "Heartplants" (Saba, 1965) eine der ersten deutschen Free Jazz-LPs einspielte.


 

Im Jahr danach bildete Niebergall mit Schoof, von Schlippenbach, Gerd Dudek (ts) und Jackie Liebezeit (dm) das Manfred Schoof Quintet, das mit "Voices" (Columbia, 1966) eine weitere frühe deutsche Free Jazz-LP aufnahm.

 

Es folgten Aufnahmen mit Marion Brown, dem Globe Unity Orchestra, später auch mit Don Cherry & The New Eternal Rhythm Orchestra und Albert Mangelsdorff. Vor allem mit Peter Brötzmann war Niebergall Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre stark verbunden.

 

Er war Teil des Brötzmann-Octets, das im Mai 1968  mit "Machine Gun" (Brö, 1968) eine der ersten grossorchestralen Free-Jazz-LPs aufnahm. Auch auf anderen frühen Brötzmann-Einspielungen war er zu hören, so auf "Nipples" (Calig, 1969) oder "Fuck de Boere" (Atavistic, 2001) mit Aufnahmen von 1970.

 

Im Juni 1969 war er von Manfred Schoof (tp) für die Aufnahmen der LP "European Echos" (FMP) beigezogen worden. Auch dieses Album war wegweisend für den europäischen Free Jazz.  Bei einem Auftritt 1975 mit John Tchicai (as, ss), Irène Schweizer (p) und Makaya Ntshoko (dm) wurde die LP "Willi The Pig: Live At The Willisau Jazz Festival" (Willisau Live, 1976) mitgeschnitten.

 

1977 machte er in Berlin Aufnahmen mit Gerd Dudek (ts) und Edward Vesala (dm), die als "Open" (FMP, 1979) heraus kamen. Eine andere Trioaufnahme aus jener Zeit, mit Michel Pilz (bcl) und Uwe Schmitt (dem), erschien unter dem Titel "Celeste" (Trion, 1979).

 

Ebenfals unter dem Namen der beteiligten Musiker Bengt Ernryd (tp, flh), Jan Wallgren (p), Buschi Niebergall (b) und Conny Sjökvist (dm) erschien "Ballade an der Ruhr" (Dragon, 1980). Buschi Niebergall starb am 9. Januar 1990 im Alter von 51 Jahren in Frankfurt am Main.     

 

Zudem war er bei Aufnahmen folgender Gruppen oder Musiker beteiligt: Nicra, Alexander Von Schlippenbach-Septett, Michael Sell Contemporary Music Ensemble, Michael Sell Doppelquintett, Michael Sell Quartett, Michel Pilz Quartet, Jazzensemble des hessischen Rundfunks und Rolf Kühn Quartett.                                            12/25

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