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Charles Austin

  • musicmakermark
  • 25. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanischer Avantgarde Jazz-Multiinstrumentalist (ts, as, ss, oboe, engh, fl), geboren 1930 in Miami Florida. Er erhielt mit 13 Jahren von seinem Onkel ein Saxophon. Dies bestärkte ihn, die Musik zu seinem Beruf zu machen.


 

Seine Ausbildung erhielt er unter anderem bei Howard Brubeck. Noch als Jugendlicher tourte er mit B. B. King. Dann leitete er ein eigenes Quartett, das auch in der Ed Sullivan Show auftrat. Nachdem er Lehraufträge an der Tennessee State University hatte, kehrte er in seine Geburtsstadt zurück, um eine Familie zu gründen.

 

Er arbeitete während rund 30 Jahren mit dem ebenfalls in Miami tätigen Schlagzeuger und Perkussionisten Joe Gallivan. Mit Gallivan spielte Austin beim Miami Pop Festival 1968 zwischen Jimi Hendrix und den Mothers of Invention. "At Last" (Man-Made, 1975) und "Expression To The Winds" (Spitball, 1977) waren zwei Duoaufnahmen.

 

Die beiden Musiker waren Co-Leader der aus englischen Musikern bestehenden Formation Intercontinental Express, die das Album "London" (Compendium, 1976) einspielte. Für "Peace On Earth" (Compendium, 1977) holten Gallivan und Austin John McMinn (p) und vier Sängerinnen/Sänger dazu.

 

Mit Roy Babbington (e-b, b) von Soft Machine als dritten Musiker wurde "Home From Home" (Ogun, 1979) aufgenommen. Unter dem Bandnamen The New Orchestra bzw. Ailana realisierten Gallivan und Austin mit mittelgrossen, kammermusik-nahen Ensembles "Ailana" (Hannibal, 1985) und "Mysterious Planet" (Hannibal, 1989).

 

Daneben entstanden auch Aufnahmen ohne Gallivan. In den 1970er Jahren veröffentlichte er unter dem Bandnamen Charles Austin Group eine Free Jazz-Single (World Unity). Wer bei den Aufnahmen zu dieser heute gesuchten Single mitmachte, ist nicht bekannt.

 

Auch die LP "Miami" (IRI und Atmosphere, 1979) erschien teilweise unter dem Bandnamen Charles Austin Group. Je nach Stück waren neben Austin Tony Castellano (p, hapsichord), Joe Gallivan (p, perc), Papito Hernández oder William Fry (b), Jose Cigno (perc) sowie David Spitzer und Sharon Fry (vcl) zu hören.

 

Austin war in Miami auch als Musikpädagoge tätig. Charles Austin starb je nach Quelle am 16. Oder 19. Januar 2024 im Memorial Regional Hospital in Hollywood, Florida, im Alter von 93 Jahren.                      06/26

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