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Commander Cody And His Lost Planet Airmen

  • musicmakermark
  • vor 19 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Amerikanische Country- und Country Rock-Formation, gegründet 1967 von George Frayne (key, acc) und John Tichy (g). Die beiden Musiker hatten sich 1963 an der University of Michigan in Ann Arbor kennen gelernt, wo sie mit Frank Winchester (vcl), Guy Curtiss (b) und Steve Conley (dm) The Amblers bildeten.


 

Nach dem Unfalltod von Frank Winchester gründete Tichy die Schwaben Stage Band (SSB) und dann The Fantastic Surfing Beevers. Nach Abschluss der Studien im Herbst 1967 stellte Frayne selber eine Band auf die Beine, die er nach einem Film aus den 1950er Jahren Commander Cody And His Lost Planet Airmen nannte.

 

Das Lineup der Band umfasst in der Anfangsphase zeitenweise bis zu 36 Mitglieder. Zum Kern der Gruppe gehörten neben Frayne und Tichy auch noch Billy C Farlow (vcl), Steve Davis (steel-g), Steve Schwartz (g), John Copley (dm) und John Farlow (b).  

 

1968 zogen Frayne, Tichy und Co. zu Bill Kirchen nach San Francisco an die Westküste, wo sie sich mit Bruce Barlow (b) und Lance Dickerson (dm) von der Charlie Musselwhite Band zusammentaten. Am Berkeley Folk Festival 1968 hatte die Band ihren ersten grossen Auftritt.

 

Dank Kris Kristofferson, Odetta und Janis Joplin kamen Commander Cody And His Lost Planet Airmen zu ersten Aufnahmen. Das Debutalbum hiess "Lost In The Ozone" (Paramount, 1971) und erreichte Platz 82 der Billboard 200. Es enthielt die Single "Hot Rod Lincoln", die es in die Top-10 der Billboard Hot 100 und auf Platz 51 der US-Country-Charts schaffte.

 

Mit späteren Singles war die Band nicht annähernd so erfolgreich. Das Lineup bestand aus Commander Cody (p, vcl), John Tichy (g, vcl), Bill Kirchen (g, tb, vcl), Bruce Barlow (b, vcl), Lance Dickerson (dm, vcl), Billy C. Farlow (hca, harp, vcl), Andy Stein (fiddle, vio, sax) und West Virginia Creeper (steel-g).

 

Mit Bobby Black (steel-g, vcl) für Creeper entstanden mit "Hot Licks, Cold Steel And Truckers" (Paramount, 1972) und "Country Casanova" (Paramount, 1973) zwei weitere Albums. Sie fanden sich auf Platz 94 bzw. 104 der Billboard 200 wieder. Das zweite dieser Alben war zudem auf Platz 47 der Country-Charts anzutreffen.

 

Bei einem Auftritt 1973 in Nashville wurde die Band allerdings ausgebuht. Beim Rockpublikum hingegen kam Commander Cody und seine Gruppe aber gut an. Das in unveränderter Besetzung eingespielte, vierte Album hiess "Live From Deep In The Heart Of Texas (Paramount, 1974).

 

Es wurde von der Zeitschrift "Rolling Stone" als eines der besten 100 Rockalben aller Zeiten bezeichnet. In den Billboard 200 resultierte nur Platz 105. Die Publikumsreaktionen waren so enthusiastisch, dass Produzent Wally Heider diese später auch für andere Livealben verwendete.

 

Ebenfalls 1973 mitgeschnittene Konzertaufnahmen fanden auf dieser LP keine Verwendung. Sie wurden später als "Texas Roadhouse Favorites" (Music Avenue, 2005) auf einer CD auf den Markt gebracht. Weiteres Live-Material aus jener Zeit erschien auf der Doppel-CD "Live From Armadillo Headquarters 1973 And The Capitol Theatre 1975" (SPV, 2007).

 

Mitte der 1970er Jahre wechselte Commander Cody zu "Warner", wo drei weitere Alben erschienen. "Commander Cody And His Lost Planet Airmen" (Warner, 1975) war mit Platz 58 in den Billboard 200 das bestplatzierte Album der Band in den US-Charts. Das Album enthielt mit "Don't Let Go" erneut einen kleinen Singlehit, der es auf Platz 56 der Billboard Hot 100 schaffte.

 

Anstelle von Black wurde die Stammbesetzung von Ernie Hagar (pedal-steel), Paul Grupp (g) und der Tower Of Power-Horn-Section unterstützt. Eine Radiosession vom 3. November 1975 für WNEW-FM, aufgenommen im New Yorker Club "Bottom Line", wurde Jahrzehnte danach unter dem Ritel "Roll Your Owen" (Klondike, 2016) veröffentlicht.

 

Bei den Aufnahmen von "Tales From The Ozone" (Warnter, 1976) waren Hoyt Axton (dobro, g, vcl), der auch als Produzent tätig war, sowie Bobby Black (steel-g, g), Mimi Farina, Renée Armand, Deborah Anderson, Marc Edelstein, Nicolette Larson und Kevin Farrell (alle vcl), David Bromberg (cobro, g), Ronee Blakley und Achim Farr (b, vcl), Mic Gillette und Greg Adams (tp), sowie die Tower Of Power-Horn-Section am Werk.

 

Die LP wurde von "Warner" nicht genug gefördert, so dass sich Gruppe und Label nach der in London mitgeschnittenen Live-LP "Got A Live One Here (Warner, 1976) voneinander trennten. Die Band fiel im Winter 1977 nach ihrer Rückkehr von einer Tournee in Europa auseinander.

 

Mit "Midnight Man" (Arista, 1977) gab Cody vorerst einmal ein Soloalbum heraus, um dann mit Bobby Black (steel-g, g) und Bruce Barlow (b, vcl) die Commander Cody Band zu gründen. Unterstützt von weiteren Musikerinnen und Muskern spielte die Commander Cody Band mit "Rock And Roll Again (Arista, 1977) ein weiteres Album ein.

 

"Flying Dreams" (Arista, 1978) erschien unter Commander Codys Namen. Dann versuchte sich Cody mit anderen Bands. Er spielte zwei Monate lang mit Musikern um Delaney Bramlett und verpflichtete The Moonlighters, die Band des Ex-Lost Planet Airmen-Mitglieds Bill Kirchen. Mit diesen Musikern arbeitete Cody acht Jahre zusammen.

 

Nach einer Europa-Tournee fiel die Band 1986 auseinander. Ein Autounfall setzte Cody 1987 für längere Zeit ausser Gefecht. Dazu kamen Alkoholprobleme. Mit "Best Of Commander Cody & His Lost Planet Airmen" (See For Miles, 1987) erschien eine Compilation. Auch "MCA" schob mit "The Best Of Commander Cody" (1990) eine "Best Of"-Sammlung nach.

 

Ab 1988 begann Cody wieder auf Tournee oder ins Studio zu gehen. Unter dem frühen Bandnamen Commander Cody And His Lost Planet Airman oder Namen wie Commander Cody And His Modern Day Airmen, Commander Cody And His Western Airmen, Commander Cody Band oder schlicht als Commander Cody erschienen mehrere weitere Alben, darunter auch solche mit frühen Livemitschnitten.

 

Von den verschiedenen Bands um Commander Cody erschienen an die 30 Alben. Dazu kamen mehr als ein Dutzend Compilations. Eine umfassende Werkschau oder ein grösseres Reissue-Paket fehlt bisher. Auf der Doppel-CD "The Early Years 1967-1970" (Blue Label, 2007) wurden Aufnahmen aus der Zeit vor dem ersten Album vereint.


Das frühere Mitglied Billy C. Farlow machte sich auch einen Namen als R&B-Sänger und Musiker.           01/26

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