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Dewey Johnson

  • musicmakermark
  • vor 4 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanischer Jazz-Trompeter, geboren am 6. November 1939 in Philadelphia, Pennsylvania. Seine älteren Brüder spielten Trompete, was ihn bewog, auf der High School ebenfalls dieses Instrument zu lernen. Seine Vorbilder waren Miles Davis und Clifford Brown.


 

Auf Grund seiner Affinität zur Spiritualität wurde die Musik von John Coltrane zu seinem Haupteinfluss. 1960 ging er erstmals nach New York City. Nach Aufenthalten in seiner Heimatstadt und an der Westküste in Los Angeles und in San Francisco kehrte Johnson nach 1963 nach New York zurück.

 

Dort spielte er mit Byron Allen. Am 15. Oktober 1964 war er mit Paul Bley (p), Marshall Allen (as), Eddie Gomez (b) und Milford Graves (dm, perc) im Studio, als das Paul Bley Quintet "Barrage" (ESP, 1965) einspielte.  Am 28. Juni 1965 stand Johnson als Mitglied einer grösseren Gruppe von John Coltrane im Studio.

 

Dieser Gruppe gehörten zudem noch Archie Shepp und Pharoah Sanders (ts), John Tchicai und Marion Brown (as), Freddie Hubbard (tp), McCoy Tyner (p), Art Davis und Jimmy Garrison (b) sowie Elvin Jones (dm) an. An diesem Tag wurden zwei Takes des LP-füllenden Stücks "Ascension (Edition I)" bzw. "Ascension (Edition II) (beide Impulse!, 1965) eingespielt.


Noch heute ist sich die Fachwelt unsicher, welche dieser beiden Fassung zuerst aufgenommen wurde. Im Gegensatz zu seinen Mitmusikern, die allesamt schon grosse Namen der Black Musik und des freien Jazz waren oder wurden, konnte Johnson daraus nicht Kapital schlagen. Er verschwand wieder in der Versenkung.

 

Er hatte erst wieder am 25. Februar 1983 eine weitere Session, als er vom Schlagzeuger Paul Murphy zu Aufnahmen geholt wurde. Mit Jimmy Lyons (as), Karen Borca (bassoon) und Mary Anne Discoll (p) entstand dabei "Cloudburst" (Mad Murphy, 1983).

 

Aufnahmen, die das selbe Quintett am 29. Juni 1982 gemacht hatte, wurden erst Jahrzehnte später unter dem Titel "Red Snapper: Paul Murphy At CBS" (Cadence Jazz, 2003) erstmals zugänglich gemacht. Danach kam er zu keinen weiteren Aufnahmen mehr.

 

Howard Johnson starb am 27. Juni 2018 im Alter vo 78 Jahren.  Im Nachhinein erschien "First Time Out: Live At Slugs 1967" (Survival, 2020) mit Aufnahmen, bei denen Johnson neben Ramon Morris (ts), Stanley Cowell (p), Reggie Johnson (b) und Rashied Ali (dm) Mitglied des Rashied Ali Quintets gewesen war.                                         06/26

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