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Doc Pomus

  • musicmakermark
  • vor 13 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer R&B/Blues-Singer/Songwriter, geboren am 27. Juni 1925 in Brooklyn, New York, als Jerome Solon Felder. Er war der Sohn jüdischer Einwanderer. Nachdem er Big Joe Turner gehört hatte, verschireb er sich dem Blues. In seiner Kindheit hatte er Kinderlähmung.


 

Dies hatte zur Folge, dass Felder zuerst an Krücken gehen musste und später auf einen Rollstuhl angewiesen war. Mit seiner Behinderung und als Weisser war er in den schwarzen Bluesclubs von New York, in denen er als Doc Pomus auftrat, ein Underdog.

 

In den 1940er und 1950er Jahren nahm Doc Pomus für Labels wie "Chess", "Apollo", "Gotham und andere rund 40 Titel auf. Ein Teil davon wurde später auf der schwedischen LP "Send For The Doctor - The Early Years 1944-55" (Whiskey, Women, And ..., 1983) zusammengefasst.

 

Ab Anfang der 1950er Jahre begann er Artikel für Zeitschriften zu schreiben und Songs für Musikerinnen und Musiker wie Lavern Baker, Ruth Brown, Ray Charles und Big Joe Turner zu schreiben. Turner erreichte mit "Love Roller Coaster" (Atlantic, 1957) Platz 12 in den US-R&B-Single-Charts.

 

Nach seiner Heirat mit der Broadway-Schauspielerin Willie Burke musste er eine Familie ernähren. Seinen ersten grossen Erfolg als Songschreiber hatte er mit dem Stück "Young Blood" (Atco, 1957) für die Coasters. Jerry Leiber und Mike Stoller schrieben den Song zwar zuerst radikal um, doch Doc Pomus war als Co-Autor an den Royalties beteiligt.

 

Danach machte er das Songwriting zu seinem Hauptberuf. Er tat sich mit Mort Shuman zu einem erfolgreichen Songschreiber-Duo zusammen, das Stücke für Elvis Presley, Ray Charles, Phil Spector, The Drifters, The Searchers, Dion & The Belmonts, Ben E. King, The Mystics, Fabian Forte, Andy Williams, Terry Staford und viele andere schrieb.

 

Diese Stücke bescherten ihren Sängerinnen/Sängern mehrere grosse Hits, darunter mehrere Nummer-1-Singles bei den Billboard Hot 100. Die erste war "Save The Last Dance for Me" (Atlantic, 1960) in der Version von The Drifters. Mit "Surrender" (RCA Victor, 1961) brauchte auch Elvis Presley einen von vielen Doc Pomus/Mort Shuman-Songs auf Platz 1 der Billboard Hot 100.

 

"Surrender" und drei weitere Presley-Songs von Pomus/Shuman landeten in der englischen Single-Hitparade ganz oben, ebenso wie "Little Children" (1964) von Billy J. Kramer & The Dakotas.  Viele dieser Songs wurden später auch von diversen anderen Musikerinnen und Musikern übernommen.

 

Bei den Aufnahmen zum Doc Pomus-Tribut-Album "Till The Night Is Gone" (rhino, 1995) machten Bob Dylan, Brian Wilson, Dion, Dr. John, Irma Thomas, Solomon Burke, John Hiatt, Shawn Colvin, Aaron Neville, Lou Reed, The Band, B.B. King, Los Lobos und Rosanne Cash mit.

 

Doc Pomus war am 14. März 1991 in einem Spital in Manhattan 65-jährig verstorben. Sein Schaffen wurde auf weiteren, sich überschneidenden Compilations dargestellt. "It's Great To Be Young And In Love" ("Whiskey, Women, And ...", 1990) und "Blues In The Red" (Rev-Ola, 2006) bestanden aus eingen Songs.

 

Die Doppel-CD "Singer And Songwriter" (Jasmine, 2012) bestand zur Hälfte aus eigenen Aufnahmen und aus Songs, die er für andere geschrieben hatte. "These Magic Moments" (Hoodoo, 2017), eine andere Doppel-CD, enthielt praktisch nur seine Songs, gesungen von anderen Musikerinnen und Musikern.

 

"You Can’t Hip A Square: The Doc Pomus Songwriting Demos" (Omnivore, 2025) besteht aus 6 CDs mit Demoversionen von Songs, die Doc Pomus vor der Freigabe für andere selber aufgenommen hatte. Nur Songs für Elvis Presley in Demoversionen fanden sich auf der Doppel-LP "Viva Doc Pomus: Songs For Elvis (The Demos)" (Omnivore, 2025).                                01/26

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