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Dr. John

  • musicmakermark
  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Pianist- und Sänger zwischen Blues, Jazz, Zydeco, Boogie Woogie und Rock & Roll, geboren am 21. November 1940 in New Orleans, Louisiana, als Malcolm John "Mac" Rebennack, Jr.. Er trat auch unter Namen wie Dr. John Creaux oder Dr. John The Night Tripper in Erscheinung.


 

Schon als Jugendlicher interessierte er sich für R&B. Er gründete während der Highschool-Zeit die Band The Spades mit Jerry Byrne als Sänger. Er war einer der ersten weissen Musiker, der regelmässig bei R&B-Sessions in New Orleans spielte und als fester Studiomusiker bei "Ace Records" arbeitete.

 

Zu seinen wichtigsten Einflüssen gehörte Professor Longhair. Seine ersten Aufnahmen für "Ace" machte er als Begleiter von Huey "Piano" Smith und Frankie Ford um 1957. Bis 1962 war er in New Orleans, dann in Los Angeles in verschiedenen Bands aktiv.

 

Er machte auch bei Produktionen anderer Musiker wie Frank Zappa, Phil Spector, Sam Cooke, Aretha Franklin, Canned Heat oder Sonny and Cher mit. Ab Ende der 1960er Jahre erschienen seine ersten Alben unter eigenem Namen.

 

Mit seiner Mischung aus Voodoo-Zauber, R&B, und kreolischer Soul-Musik gelang es ihm, die Musik seiner Heimatstadt wieder neu zu beleben und zu aktualisierten. Zudem trat er damals in farbig-schillernden Kleidern auf.

 

Die ersten Alben waren "Babylon" (Atco, 1968), "Gris-Gris" (Atco, 1968), "Remedies" (Atco, 1970), "The Sun, Moon & Herbs" (Atlantic, 1971), "Dr. John's Gumbo" (Astco, 1972), "In The Right Place" (Atco, 1973) sowie "Triumvirate" (CBS, 1973) mit Mike Bloomfield und John Paul Hammond aus weitere Co-Leader.

 

Weiter ging's mit den Alben "Anytime, Anyplace" (Barometer, 1974), "Mardi Gras" (Atlantic, 1974), "Desitively Bonnaroo" (Atco, 1974), "Hollywood Be Thy Name" (UA, 1975) und "The Night Tripper" (Crazy Cajun, 1977). 1977 arbeitete er mit Van Morrison, als dieser sein Comebackalbum "A Period of Transition" (Warner, 1977) einspielte.

 

Er war in den 1970er Jahren auf Aufnahmen von Professor Longhair, Brethren, Albert Collins, Buddy Guy und Junior Wells, Doug Sahm, David Newman, Carly Simon, Ringo Starr, Robin Kenyatta, Geoff Muldaur, Bill Wyman, Manhattan Transfer, Garland Jeffreys, Joe Cocker, The Band, Papa John Creach, Yvonne Elliman, Robbie Robertson, B.B. King, Hank Crawford und anderen zu hören.

 

Ab Ende der 1970er Jahre erschienen weitere Alben. Über seinen Tod hinaus wurden von Dr. John an die 70 Alben veröffentlicht. Darunter fanden sich mehrere mit dem englischen Tradtional Jazz-Posaunisten Chris Barber als Co-Leader oder auch eines mit Johnny Winter.

 

Sein letztes Studioalbum hiess "Ske-Dat-De-Dat: The Spirit of Satch" (Concord, 2014) und war eine Hommage an Louis Armstrong. Bei den Aufnahmen machten unter anderen Terence Blanchard (tp), The Blind Boys of Alabama und Bonnie Riatt mit.

 

Auch nach seinem Tod am 6. Juni 2019 im Alter von 77 Jahren in seiner Geburtsstadt New Orleans, riss der Strom an Aufnahmen nicht ab. Von Dr. John kamen an die 50 Singles sowie über 70 Compilations oder Wiederveröffentlichungspakete auf den Markt.

 

Im Rahmen der Serie "Original Album Series" (Rhino und Atco, 2009)  wurden seine ersten fünf Alben auf ebenso vielen CDs noch einmal veröffentlicht. "The Atco Albums Collection" (Atco und Rhino, 2017) enthielt seine ersten sieben Alben.

 

"The Atco/Atlantic Singles 1968-1974" (Omnivore, 2015) und "Gris-Gris Gumbo Ya Ya Singles 1968-1974" (Omnivore, 2024) nannten sich zwei nahezu identische Sammlungen mit Songs, die auf Singles erschienen waren.

 

Bluesiana Triangle hiess eine Gruppe von Dr. John (p) mit David "Fathead" Newman (sax, fl) und Art Blakey (dm, p) als Co-Leader sowie mit mehreren Mitmusikern. Ebenfalls "Bluesiana Triangle" (Windham Hill, 1990) hiess ein Album. Nach dem Tod von Blakey 2010 spielten Dr. John und Newman mit Ray Anderson (tb) und Mitmusikern "Bluesiana II" (Windham Hill, 1991) ein.

 

Mac Rebenack war auch Leader/Co-Leader oder Mitglied von Gruppen wie Crescent City Gold, Dr. John And The Nite Trippers, Drits & Dravy, Frankie & Mac, Mac Rebennack And His Orchestra, Morgus And The Ghouls, Ringo Starr And His All-Starr Band, Ringo's Roadside Attraction, Ronnie & Delinquents, The Ends, The Louisiana Gator Boys, Voice Of The Wetlands All-Stars und Zu Zu Blues Band.

 

Weitere Gastauftritte hatte Dr. John auf Aufnahmen von Big Joe Turner, Mike Bloomfield, Jimmy Witherspoon, Duke Robillard, The Neville Brothers, Harry Connick, Jr., Ian Gillan und Roger Glover, Bennie Wallace undThe Dirty Dozen Brass Band.

 

Auch Marianne Faithfull, Taj Mahal, Stevie Ray Vaughn & Double Trouble, Jimmy Smith, Christina Aguilera, Peter Green, Keb Mo, Jack Bruce, Olu Dara, Laurie Anderson, Jon Spencer Blues Explosion, James Luther Dickinson, Rolling Stones, Rickie Lee Jones, John Scofield und andere zogen ihn für Aufnahmen bei.                                        08/26

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