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Dream Theater

  • musicmakermark
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  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Stunden

Amerikanische Prog Metal/Prog Rock-Gruppe, gegründet 1985 in Boston, Massachusetts, unter dem Bandnamen Majesty von den Berklee College Of Music-Absolventen John Petrucci (g), John Myung (e-b) und Mike Portnoy (dm). Als weitere Musiker zogen sie Kevin Moore (key) und Chris Collins (vcl) bei.


 

In dieser Besetzung entstand 1986 das Demotape "Majesty Demos", deren 1000 Exemplare sich innerhalb von sechs Monaten verkauften. Die Aufnahmen wurden später mit weiteren Demos, die den Titel "The Berklee Demos 1985-1986" trugen, im Rahmen der "Official Bootleg"-Serie als "The Majesty Demos 1985-1986" (Ytsejam, 2003) noch einmal zugänglich gemacht.

 

Ende 1986 verliess Collins die Band. Erst rund ein Jahr später wurde mit Charlie Dominici ein neuer Leadsänger gefunden. Inzwischen hatte sich Majesty in Dream Theater umgetauft um eine Verwechslung mit einer anderen Band namens Majesty zu vermeiden.

 

Dann erhielt Dream Theater einen Vertrag von "Mechanic Records". Die Aufnahmen für Debutalbum "When Dream And Day Reunite" (Mechanic, 1989) zogen sich hin, so dass es erst zwei Jahre danach überhaupt erschien. Mit weniger als 40'000 in den US verkauften Exemplaren war damit kein Chartsplatz zu holen.

 

Demos rund um die Sessions zum Album kamen später unter dem Titel "Official Bootleg: When Dream And Day Unite Demos 1987-1989" ‎(Ytsejam, 2004) in Form einer Doppel-CD heraus. Dann kam es erneut zu einem Wechsel auf dem Posten des Leadsängers.

 

Dominici wurde entlassen, weil er zu poplastig sang. Er wurde nach langer Suche durch den Kanadier James LaBrie von Winter Rose ersetzt. Charlie Dominici (1951-2023) versuchte sich später als Solokünstler, brauchte aber Jahre, ehe er seine ersten Alben herausbringen konnte.

 

Das zweite Album von Dream Theater hiess "Images And Words" (Atco, 1992). Davon gingen in den USA über eine halbe Million Exemplare weg, was zu Platz 61 in den Billboard 200 reichte. Bei "Live At The Marquee" (Atco, 1993) handelte es sich um einen Konzertmitschnitt vom 23. April 1993 in London.

 

"Awake" (East West, 1994) hiess das dritte Studioalbum. Mit Platz 32 in den Billboard 200 ging's chartsmässig ein Stück vorwärts. Dazu war Dream Theater auch erstmals in Grossbritannien in den Charts, wenn auch nur auf Platz 65. Danach kehrte Keyboarder Kevin Moore der Band den Rücken.

 

Für die Aufnahmen CD-EP "A Change Of Seasons" (East West, 1995) wurde Derek Sherinian (key) verpflichtet. Von der Spieldauer her handelte es sich aber um ein Album. Darauf fanden sich Covers von Songs von Elton John, Deep Purple, Led Zeppelin, Pink Floyd, Kansas, Queen, Journey, Dixie Dregs und Genesis.

 

Das Minialbum tauchte auf den Plätzen 58 (USA) und 88 (UK) in den Albumcharts auf. "Falling Into Infinity" (East West, 1997) war wieder ein richtiges Album. Mit den Plätzen 52 (USA) und 163 (UK) schnitt es nicht gerade berauschend ab.

 

Die Live-Doppel-CD "Once In A LIVEtime" (Elektra, 1998) entstand bei einem Auftritt vom 25. Juni 1998 im "Bataclan" in Paris. In einem Track ist Jay Beckenstein (as) von Spyro Gyra zu hören. Danach verliess Derek Sherinian die Gruppe.

 

Er veröffentlichte Aufnahmen unter seinem Namen oder als Mitglied von Gruppen wie Black Country Communion, Planet X und anderen und war ein begehrter Sessionmusiker. Derek Sherinians Ersatzmann war Jordan Rudess.

 

Mit ihm, einem Gospel-Chor sowie weiteren Sängerinnen und Sängern entstand die Oper "Metropolis Pt. 2: Scenes From A Memory" (Elektra, 1999). Mit den Plätzen 73 (USA) und 131 (UK) gelang es immer noch nicht, an die Zeiten von "Awake" Mitte der 1990er Jahre anzuknüpfen.

 

Die nächsten Liveaufnahmen erschienen auf der Doppel-CD "Live Scenes From New York" (Elektra, 2001) sowie gleichzeitig auf der VHS-Videokassette "Metropolis 2000: Scenes From New York" (Warner, 2001). Die Aufnahmen stammten von einem Auftritt im "Roseland Ballroom" in New York City vom 30. August 2000.

 

CD 3 war eine CD-ROM mit Dokumaterial und Links zu Internet-Seiten. Die Doppel-CD "Six Degrees Of Inner Turbulences" (Elektra, 2002) und die CD "Train Of Thought" (Elektra,  2003) waren weitere Studio-Veröffentlichungen, beide erneut mit mittelmässigen Chartsplatzierungen.

 

Die Triple-CD bzw. Doppel-DVD "Live At Budokan" (Atlanic, 2004) war bei Auftritten in Japan mitgeschnitten worden. "Octavarium" (Atlantic, 2005) hiess die nächste Studioufnahme. Mit den Plätzen 36 (USA) und 72 (UK) schnitt es deutlich besser ab, als alle anderen Alben seit "Awake".

 

Zum 20-jährigen Bestehen der Band erschien "Score" (Warner, 2006) in Form einer Triple-Live-CD bzw. einer Doppel-DVD mit Mitschnitten der "20th Anniversary World Tour". Dabei trat Dream Theater teilweise mit dem The Octavarium Orchestra auf.

 

Das nächste Studioalbum hiess "Systematic Chaos" (Roadrunner, 2007). Es war mit Platz 19 das chartsmässig bisher beste Album der Band in den Billboard 200. "Greatest Hit...And 21 Other Pretty Cool Songs" (Atlantic und Rhino, 2008) war eine Doppel-CD-Compilation.

 

Sie enthielt mit "Pull Me Under" von 1992 den einzigen Hit der Gruppe sowie 21 andere Songs aus den Jahren 1991 bis 2005. Von Album "Black Clouds & Silver Linings" (Roadrunner, 2009) gab es eine normale CD-Version.

 

Dazu wurde es in Form einer "Special Edition" mit drei CDs inklusive den Instrumental-Tracks veröffentlichte. Die "Deluxe Collectors Edition" bestand aus diesen drei CDs, einer DVD, der Doppel-LP-Version, einer Litographie und einem Mousepad.

 

Das Album kletterte bis auf Platz 6 der Billboard 200, so hoch wie kein anderes Dream Theater-Album davor und danach. In Grossbritannien reichte es zu einem Top-25-Platz. Ende 2010 stieg Gründungsmitglied und die treibende Kraft hinter der Band Mike Portnoy überraschend aus.

 

Sein Nachfolger wurde Mike Mangini, früher Drummer von Steve Vai, Annihilator und Extreme. Mit ihm entstand als erstes "A Dramatic Turn Of Events" (Roadrunner, 2011). Mit Platz 8 war es ein weiteres Top-10-Album in den USA, dazu ein Top-20-Album in Grossbritannien.

 

Im Rahmen der "Original Album Series" ‎(Rhino und Atco, 2011) wurden die fünf Alben "Awake", "Images And Words", "Falling To Infinity", "Metropolis Pt, 2: Scenes From A Memory" und "Train Of Thought" in Form eines 5-CD-Sets zusammen wiederveröffentlicht.

 

"Metropolis" war mit "Change Of Seasons" und "Octavarium" auch Teil des Wiederveröffentlichungs-Pakets "The Triple Album Collection" (Warner, 2012).  Später folgte mit "The Studio Albums 1992-2011" (Warner und Rhino, 2014) ein 11-CD-Set mit allen Studioaufnahmen.

 

Davor war unter dem Titel "Dream Theater" (Roadrunner, 2013) ein weiteres Studioalbum erschienen. Es war das dritte Top-10-Album der Gruppe in den Billboard 200 in Folge, dazu mit Platz 15 das bis zu diesem Zeitpunkt bestplatzierte Album der Gruppe in Grossbritannien.

 

"The Astonishing" (Roadrunner, 2016) schnitt dort mit 11 noch besser ab. In den Billboard 200 gab's ebenfalls Platz 11. "Distance Over Time" (Inside Out, 2019) schaffte es in den USA noch knapp in die Top-25, während in England erneut ein Top-15-Platz herausschaute.

 

Die nächsten Alben "A View from the Top of the World" (Inside Out, 2021) und "Parasomnia" (Inside Out, 2025) schnitten chartsmässig nicht mehr so gut ab und schafften es in den Billboard 200 um Plätze plus/minus 50. In Grossbritannien schauten Top-25-Plätze heraus. 2023 war Mike Portnoy überraschend zur Band zurückgekehrt.

 

Im Rahmen der Reihe "Official Bootleg" erschienen ab 2003 bei "Ytsejam Records" mehr als zwei Dutzend Aufnahmen mit Livetracks, Demos oder Studio-Outtakes. In der selben Reihe wurden auch Aufnahmen unter die Leute gebracht, auf denen Dream Theater ganze Alben anderer Bands neu eingespielt hatte.

 

Beginnend mit "International Fan Club Christmas CD 1996" (DTIFC, 1996) erschien zudem eine ganze Reihe von Fan Only-Veröffentlichungen. Auch andere aktuelle oder frühere DT-Musiker wie Derek Sherinian, James LaBrie, John Myung, John Petrucci, Jordan Rudess, Kevin Moore, Mike Mangini und Mike Portnoy waren teilweise unter ihren Namen aktiv.

 

Dazu waren sie, teilweise miteinander, in zahlreichen anderen Gruppen und Projekten aktiv (siehe Dream Theater-Seitenprojekte).           07/26

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