top of page

Franz Liszt

  • musicmakermark
  • 18. Aug.
  • 3 Min. Lesezeit

Österreichisch-ungarischer Komponist, Pianist, Dirigent, Theaterleiter, Musiklehrer und Schriftsteller, geboren am 22. Oktober 1811 in Raiding, Komitat Ödenburg im Kaisertum Österreich. Sein Vater Adam List (1776–1827) war Verwaltungsbeamter und Musiklehrer in Diensten des Fürsten Nikolaus II. Esterházy.


ree

 

Aufgrund der häuslichen Situation war seine Muttersprache Deutsch, was in den westlichen Randgebieten Ungarns nichts Aussergewöhnliches darstellte. Erst in den 1870er Jahren lernte Franz Liszt Ungarisch. Er entwickelte sich schnell zum musikalischen Wunderkind.

 

Im Oktober 1820 trat Liszt als Neunjähriger in einem Konzert bei Baron von Braun in Ödenburg/Sopron mit dem Vortrag eines Klavierkonzerts in Es-Dur von Ferdinand Ries und einer eigenen Komposition erstmals öffentlich auf. Am 26. November 1820 gab er in Pressburg sein erstes eigenes Konzert.

 

Sein Vater förderte seine Karriere, wie er nur konnte. Die Familie liess sich in Wien nieder, wo Franz von Carl Czerny im Klavierspiel und ab August 1822 von Antonio Salieri in Komposition unterrichtet wurde.

 

1823 sollte Franz Liszt am Konservatorium von Paris studieren, wurde dort aber nicht aufgenommen, weil zur französische Schüler zugelassen wurden. Deshalb übernahm sein Vater die weitere Klavier-Ausbildung und war ein strenger Lehrer.

 

Franz schrieb schon in früher Jugendzeit Klavierwerke, darunter Sonaten und Konzerte, sowie Werke in kammermusikalischen Gattungen und Werke für Gesang. Fast alle dieser Kompositionen sind verschollen.

 

Die ersten veröffentlichten Klavierwerke waren Etüden, Variationen von eigenen Themen und Themen von Diabelli, Rossini und Gaspare Spontini, sowie seine erste Oper "Don Sanche ou Le château d’amour". Der Erfolg wollte sich nicht einstellen. Als sein Vater starb, war Franz 15 Jahre alt.

 

Er liess sich mit seiner Mutter in Paris nieder. Dort fristete er ein tristes Leben. Er begeisterte sich aber für unterschiedliche geistige und politische Strömungen der Zeit und knüpfte Kontakt zu Intellektuellen und Schriftstellern wie Victor Hugo, Honoré de Balzac, Heinrich Heine, Alexandre Dumas, George Sand und Théophile Gautier.

 

Es folgten Aufenthalte in Genf, Lyon, Venedig und anderswo sowie Konzertreisen als Pianist durch ganz Europa. In der Zeit hatte er Erfolge, Misserfolge und Affären. Sein Hauptrivale war der Pianist Sigismund Thalberg. Allmählich stellte sich der Erfolg ein.

  

1837 kehrte er nach Como zurück, wo am 24. Dezember seine zweite Tochter Cosima, die spätere Ehefrau von Richard Wagner, geboren wurde. 1942 wurde er in Weimar von Grossherzog Carl Friedrich zu dessen Kapellmeister ernannt.

 

Trotz Reisen liess er sich danach während Jahren wegen einer Beziehung in Weimar nieder. Diese Jahre waren die künstlerisch produktivste Zeit Franz Liszts. Viele seiner 123 Klavierwerke schrieb er dort.

 

Er komponierte zudem 77 Lieder, 65 geistliche Chorwerke, 28 weltliche Chorwerke, 11 Orgelwerke, 25 Orchesterwerke, 7 Werke für Klavier und Orchester, 9 Kammerkonzerte und 5 Melodramen. 17 Werke blieben unvollendet.

 

1886 reiste Liszt nach Bayreuth, um die unter Leitung seiner Tochter Cosima Wagner stehenden Bayreuther Festspiele zu besuchen. Damals war Liszt bereits schwer krankt. Er starb wenige Tage nach seiner Ankunft am 31. Juli 1886 im Alter von Jahren.

 

Franz Liszt Werk ist auf mehreren Tausend Tonträger dokumentiert. Einige der Compilations weisen zehn und mehr CDs auf. "L' Œuvre Pour Piano = The Piano Works" (Decca und Universal Music France, 2010) umfasste 14 CDs.

 

"The Complete Piano Music" (Hyperion, 2011) bestand aus fast 100 CDs. Interpretin war Leslie Howard. 34 CDs stark war "The Collection (Piano Music, Orchestral Works, Concertos, Choral Works, Lieder)" (Deutsche Grammophon, 2011).

 

Über 25 CDs erstreckte sich "Franz Liszt: Master And Magician - The Masterworks Collection" (Sony Classical, 2011). "Liszt Collection" (Deutsche Grammophon, 2011) enthielt 16 CDs, "A Liszt Portrait" (Brilliant Classics, 2011) gar 30 CDs und "The Great Piano Works" (Brilliant Classics, 2017) 15 CDs.                                             08/25

 

Compendium musicum

©2023 von Compendium musicum. Erstellt mit Wix.com

bottom of page