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François Jeanneau

  • musicmakermark
  • vor 5 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Französischer Jazz-Saxophonist, Flötist, Multiinstrumentalist und Bandleader, geboren am 15. Juni 1935 in Paris. Er war Flötenschüler von René Leroy. Das Saxophonspiel erlernte er autodidaktisch. 1960 begann seine Karriere mit einem Engagement im Club "Saint Germain", den er als seine Jazz-Schule bezeichnet.


 

Dort spielte er an der Seite von US-Jazzern wie Bud Powell, Kenny Clarke, Oscar Pettiford, Don Byas, Eric Dolphy, Art Taylor und Freddie Hubbard. Erste Aufnahmen machte er als Mitglied des Georges Arvanitas Quintets.

 

Jeanneau kam in der Big Band von Jef Gilson und im Sextett von François Tusques erstmals Anfang der 1960er Jahre mit dem freien Jazz in Berührung. Neben François Tusques (p), Bernard Vitet (tp), Michel Portal (cl), Beb Guérin (b) und den Musikern des ARFI-Kollektivs gilt Jeanneau als Pionier des Free Jazz in Frankreich.

 

Erste Aufnahmen unter eigenem Namen erschienen auf der LP "Une Bien Curieuse Planète" (Palm, 1975). Dabei wurde Jeanneau von Michel Graillier (p, e-p, synth, perc), Jean-François Jenny-Clark (b) und Bernard Lubat (dm, perc). Lubat wurde für die Aufnahmen von "Techniques Douces" (Owl, 1977) von Aldo Romano abgelöst.


Für "Éphémère" (Owl, 1977) bot Jeanneau verschiedene Musiker auf, die teilweise in grösseren Formationen oder nur im Duo mit Jeanneau acht Stücke einspielten. Duopartner waren dabei Ran Blake (p) und Philip Catherine (g). 

 

Vom Trio Humair-Jeanneau-Texier mit Henri Texier (b) und Daniel Humair (dm) erschienen im Laufe von 40 Jahren die drei Alben "Humair Jeanneau Texier" (Owl, 1979), "Up Date 3.3" (Label Bleu, 1990) und "Akagera"  JMS, 2021) erschienen. Die Aufnahmen zum dritten Album stammten allerdings von 1980.

 

Mit der Grossformation François Jeanneau Pandemonium entstand "Terrains Vagues" (Owl, 1983) und "Pandemonium" (Carlyne, 1988). Letztere Aufnahmen stammten von 1985. Später war Pandemonium für die Musik einer französischen Aufnahme des Kindermärchens Peter und der Wolf zuständig. Das Ganze erschien auf der CD "Pierre & Le Loup (Conte Musical)" (Victorie, 2008).

 

1986 war Jeanneau der erste Leiter des Orchestre National de Jazz. Dabei entstand die LP "Orchestre National De Jazz 86" (Label Bleu, 1986). Von 1987 bis 1991 wirkte er am Konservatorium von Réunion, wo er eine Jazzabteilung und das Centre d'Informatique Musicale aufbaute. Von 1991 bis 2000 war er der erste Leiter der Abteilung Jazz und Improvisierte Musik am Conservatoire de Paris, zugleich Professor an der Université Paris VIII. Dazu übte er weitere Lehrtätigkeiten aus.

 

Als François Jeanneau Quartet nahm er mit Andy Emler (p), Michel Benita (b) und Aaron Scott (dm) "Taxi Way" (Label Bleu, 1988) auf. Auf "Maloya Transit" (Label Bleu, 1992) kam es zu einer Begegnung des François Jeanneau Quartets mit dem Trio Tambour De La Réunion. Am Schlagzeug sass Joël Allouche.

 

Unter seinem eigenen Namen erschien "Quand Se Taisent Les Oiseaux" (Bee Jazz, 2007). Begleitet wurde er dabei von Emil Spanyi (p, key), Ablaye Cissoko (kora, vcl), Guillaume Juramie (e-b), Sébastien Boisseau (b) und Joe Quitzke (dm, perc). Auf "Tarot Du Kebar" (Gwen Catalá Éditeur, 2016) sprach und spielte Jeanneau zu Texten von Emmanuel Tugny.

 

Bei vielen anderen Aufnahmen war Jeanneau Co-Leader neben Musikern wie Lawrence "Butch" Morris, André Jaume, Mino Cinelu, François Couturier, Karl Berger, Karin Krog, Albert Mangelsdorff, Zbigniew Seifert, Uli Lenz, Jean-Paul Celea und vielen anderen.

 

Er war Mitglied der Gtuppen Bernica Octet, Chris McGregor's Brotherhood Of Breath, Clearlight, Couturier Celea Quintet, Delired Cameleon Family, Expérience, Incroyable Jungle Beat, Jef Gilson Big Band, Le POM, Le Quatuor De Saxophones, Martial Solal Big Band, Saheb Sarbib Quartet, Sylvia Versini Orchestra, Synthesis, The Jef Gilson Nonet, The Paris Quartet und Triangle.                             04/26

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