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Fred Ho

  • musicmakermark
  • vor 4 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Bariton- und Sopransaxophonist, Flötist, Komponist, Bandleader, Schriftsteller und Politaktivist chinesicher Abstammung, geboren am 10. August 1957 in Palo Alto, California, als Fred Wei-han Houn. Er studierte an der Harvard University.


 

Dort war er bei der Gründung von Bürgerrechts-Gruppen wie der East Coast Asian Students Union beteiligt. 1982 gründete er seine gemischtrassige Gruppe Fred Houn And The Afro-Asian Music Ensemble, das in den verschiedensten Besetzungen auftrat und mehrere Schallplatten veröffentlichte.

 

Dem Ensemble gehörten Sam Furnace (as, ss, fl), Allen Won (ts), Francis Wong (reeds), Andy Laster (sax), David Bindman (ts), Hafez Modirzadeh (ts, fl), Jon Jang, Peter Madsen oder Richard Clements (p), Kiyoto Fujiwara (b), Taru Alexander (dm), Royal Hartigan (perc), Santi Debriano (b) und Carleen Robinson (vcl) an.

 

Das erste Album dieses Ensembles hiess "Tomorrow Is Now!" (Soul Note, 1985). Mit dem Titel nahm Ho Bezug auf die Alben "Tomorrow Is The Question!" (Contemporary, 1959) von Ornette Coleman und "We Insist! Max Roach's Freedom Now Suite" (Candid, 1961) von Max Roach.

 

Weitere Alben des Ensembles waren "We Refuse To Be Used And Abused" (Soul Note, 1988) und "The Underground Railroad To My Heart" (Soul Note, 1994). Auf letzterem Album kombinierte Ho das Ensemble mit dem Journey Beyond The West Orchestra.

 

Es war dies eine vor allem von Bläsern gebildeten Formation, in der auch Instrumente wie Erhu, chinesische Perkussion oder ein spezielles Tenorsaxophon zum Einsatz kamen. Die vierte Ensemble-Aufnahme hiess "Turn Pain Into Power" (O.O., 1997).

 

Danach folgten "Yes Means Yes, No Means No, Whatever She Wears, Wherever She Goes" (Koch, 1998) und die Doppel-CD "Warrior Sisters: The New Adventures Of African And Asian Womyn Warriors" (Koch, 1999), die im Unteritel "A New American Opera" hiess. "Big Red!" (Innova, 2011) war zwölf Jahre später die siebe und letzte Aufahme des Afro-Asian Music Ensemble.

 

Die darauf veröffentlichten Aufnahmen stammten allerdings von 2004. Ein weiteres, Anfang der 1980er Jahre von Ho gegründetes Grossorchester hiess Asian American Ensemble. Mit "Bamboo That Snaps Back: A Jazz Odyssey" (Finnadar, 1986) erschien eine erste Aufnahme.

 

Unter der Gruppenbezeichnung Fred Houn, The Asian American Art Ensemble & Kulintang Arts wurde mit "A Song For Manong" (Asian Improv, 1988) ein zweites Album herausgebracht. Mit dem Monkey Orchestra spielte Ho die beiden Aufnahmen "Monkey, Part One" (Koch Jazz, 1996) und "Monkey, Part Two" (Koch Jazz,1997) ein.

 

Auch in diesem Orchester kamen nebeneinander traditionelle chinesische und moderne westliche Instrumente zum Einsatz. Neben Musikern, die in anderen Ho-Orchestern spielten, machte auf "Part Two" auch die Komponistin und Musikerin Wu Man (pipa, perc) mit.

 

Mit Raul Salinas (voice) spielte Ho (bars) die Spoken Word/Poetry-Aufnahme "Red Arc: A Call For Liberación Con Salsa Y Cool" (Wings Press, 2005) ein. Mit seiner Green Monster Big Band nahm Ho "Celestial Green Monster" (Mutable, 2009) auf. Weitere Aufnahmen dieser Band waren "Year Of The Tiger" (Innova, 2011) und "The Sweet Science Suite: A Scientific Soul Music Honoring Muhammad Ali" (Mutable, 2011).


"The Music Of Cal Massey: A Tribute" (Mutable, 2012) war eine weitere Tribute-Aufnahme, die er mit einem grösseren Ensemble unter seinem Namen eingespielt hatte. The Saxophone Liberation Front war ein Ensemble mit Hafez Modirzadeh (ss), Bobby Zankel (as) und Salim Washington (ts), von dem "Snake Eaters" (Mutable, 2011) erschien.

 

Auf "Outcome Inevitable" (O.O., 1994) spielte das Ensemble Relâche neben Werken von Robert Ashley, Lois V Vierk und Eleanor Hovda auch "Contradiction, Please! The Revenge Of Charlie Chan" von Fred Ho, der auch als Musiker mitmachte. Rova verwendete für das Album "The Works (Volume 2)" (Black Saint, 1996) die fast 17-minütige Ho-Komposition "Beyond Columbus And Capitalism (Movements I - IV)".

 

Er wurde zu Aufnahmen beigezogen von The Pan-Asian Arkestra von Jon Jang, Jon Jang And The 4 In One Quartet, Julius Hemphill Sextet und Charlie Persip And Superband. Zusammen mit David Bindman (ts) leitetet er The Brooklyn Sax Quartet, das zwei Aufnahmen veröffentlichte.

 

Ho war auch als Politaktivist und Schriftsteller aktiv. Er war Mitherausgeber zweier Bücher: "Legacy to Liberation: Politics and Culture of Revolutionary Asian Pacific America" und "Sounding Off! Music as Subversion/ Resistance/Revolution".

 

Die Doppel-CD "Night Vision (A First To Third World Vampyre Opera)" (Autonomedia und Big Red Media, 2000) enthielt die Aufnahmen einer Oper in fünf Akten. Das Liberetto stammte von Ruth Margraff.

 

Ho schrieb weitere Musiktheaterstücke wie "Deadly She-Wolf Assassin at Armageddon", das im Juni 2006 in Philadelphia Premiere hatte, sowie "Voice of the Dragon I, II, und III". Die Musik zu beiden Stücken kamen auf CDs heraus (Innova, 2001 und 2006).

 

Im Rahmen seiner Akivitäten innerhalb der asiatisch-amerikanischen Community gründete er mit der Asian American Arts Alliance in New York City, dem Asian American Resource Center in Boston und dem Plattenlabel "Asian Improv" weitere Organisationen. Ho lebte in Greenpoint, einem Stadtteil von Brooklyn, New York City, wo er im April 2014 im Alter von 56 Jahren verstarb.                                    02/26

 

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