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Full Blast

Improvisierendes Ensemble zwischen Free Jazz und Noise, bestehend aus den beiden Schweizern Marino Pliakas (e-b) und Michael Wertmüller (dm) sowie dem Deutschen Peter Brötzmann (ts, as, cl, tarogato). Wertmüller und Brötzmann hatten schon davor zusammengearbeitet, so im Projekt Sprawl.


Diese Formation mit Alex Buess (reeds, elect), Stephan Wittwer (g) und William Parker (b) als zusätzliche Musiker veröffentlichte eine gleichnamige CD (Trost, 1996). Brötzmann, Wertmüller und William Parker taten sich auch zu einem Trio zusammen, um "Nothung" (In Tone Music, 2002) einzuspielen.


Wertmüller schrieb zudem für das Peter Brötzmann Chicago Octet/Tentet die Komposition "gebürtig". Auch Pliakas und Wertmüller hatten zuvor schon vielfach zusammengearbeitet, unter anderem mit Olaf Rupp (g) als Triopartner.


Die erste gemeinsame Aufnahme von Brötzmann, Pliakas und Wertmüller war die CD "Full Blast" (Jazzwerkstatt, 2006), die unter dem Namen der Musiker erschien, aber der Band den Namen gab. Es handelte sich um Liveaufnahmen, mitgeschnitten im Februar 2006 in Köln. Danach war "Live At Tonic Farewell, April 11, 2007" (2007) eine labellose Bootleg-CD, ebenfalls mit einem Livemitschnitt.


Diese Aufnahmen kamen später unter dem Titel "Farewell Tonic" (Trost, 2020) auch offiziell auf den Markt. Die zweite richtige CD "Black Hole" (Atavistic, 2009) erschien einzeln oder zusammen mit "Live At Tampere", einem Livemitschnitt von einem Auftritt im Mai 2005 in Finnland. Die LP "Crumbling Brain" (Okka Disk, 2010) enthielt einen weiteren Livemitschnitt.


Er stammte von einem Konzert am Jazzfest 2008 in Berlin, als Full Blast in Sextettstärke zusammen mit Peter Evans (tp), Mars Williams (reeds) und Keiji Haino (g, vcl) auftrat. "Sketches And Ballads" (Trost, 2011) hiess eine Aufnahme von Full Blast & Friends. Letztere waren Ken Vandermark (cl, bars), Thomas Heberer (tp) und Dirk Rothbrust (perc). Mit Caspar Brötzmann (g) an Stelle seines Vaters Peter spielten Marino Pliakas und Michael Wertmüller als Nohome ein gleichnamiges Album (Trost, 2013) ein.


Nach einer längeren Pause fand sich Full Blast wieder zusammen, um das Studioalbum "Risc" (Trost, 2016) einzuspielen. "Rio" (Trost, 2018) enthielt 2016 in Rio de Janeiro mitgeschnittene Konzertaufnahmen. "Farewell Tonic" (Trost, 2020) bestand aus Liveaufnahmen von 2017. Peter Brötzmann starb am 22. Juni 2023 im Alter von 82 Jahren. 06/23

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