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Gebhard Ullmann

  • musicmakermark
  • vor 47 Minuten
  • 4 Min. Lesezeit

Deutscher Contemporary Jazz/Free Improv-Bassklarinettist, Tenor- und Sopransaxophonist, Flötist, Bandleader und Komponist, geboren am 2. November 1957 in Bad Godesberg. Bis 1976 unterzog er sich einer klassischen Ausbildung als Flötist, ehe er parallel zu einem Medizinstudium sich auf dem Saxophon ausbilden liess.



Einer seiner Lehrer war David Liebman. Nach seinem Abschluss 1983 an der Hochschule für Musik in Hamburg zog er nach Berlin, wo er als Komponist und Musiker zu arbeiten begann. Dort erschienen seine ersten Aufnahmen. Es war dies als erstes "Playful" (Nabel, 1985), eine Duo-Enspielung mit Andreas Willers (g).

 

"Out To Lunch" (Nabel, 1985) hiess eine Quartett-CD mit Willers, Hans-Dieter Lorenz (b, e-b) und Niko Schäuble (dm). Das Trio Ullmann, Willers und Schäuble bildeten auf zwei weiteren Aufnahmen den Kern von Gruppen.

 

So auf "No Age" (Intuition, 1987) mit Glenn Moore (b) und Trilok Gurtu (perc) von Oregon, Burhan Oeçal (perc), Hans Lüdemann (p) sowie einem Kinderchor. Dazu kam eine titellose Quintett-Aufnahme (Nabel, 1989) mit Enrico Rava (tp) und Martin Lillich (b) als weitere Mitmusiker.

 

Kurz darauf nahmen Ullmann und Schäuble mit Lillich und Michael Rodach (g) "Per-Dee-Doo" (Nabel, 1990) auf. Mit Willers und Bob Stewart (tuba) bzw. Marvin "Smitty" Smith (dm) entstanden 1990 Duo- und Trioaufnahmen, die unter dem Titel "Suite Noire" (Nabel, 1992) herauskamen.

 

Duo- bis Quartett-Aufnahmen mit Stewart, Smith, Schäuble, Willers und Christian Wasdaris (tabla) von 1988 bis 1993 erschienen als "Playful '93" (Nabel, 1993). Die CD dokumentierte die zehnjährige Zusammenarbeit von Ullmann mit Willers.

 

Die beiden Musiker nahmen mit Phil Haynes (dm) auch "Trad Corrosion" (Nabel, 1997) auf. Mit "Basement Research" (Soul Note, 1995) erschien eine erste Aufnahme einer Gruppe, die sich im Verlaufe der Jahre immer wieder personell veränderte.

 

Die Gruppe nannte sich Basement Research und legte eine ganze Reihe von Aufnahmen vor. Ullmann und Steve Swell (tb) gründeten mit Hilliard Greene (b) und Barry Altschul (dm) das Gebhard Ullmann-Steve Swell Quartet bzw. die Ullmann/Swell 4.

 

Von dieser Gruppe kamen mit "Desert Songs And Other Landscapes" (CIMP/Cadence, 2005), "News? No News!" (Jazzwerkstatt, 2010), "Live In Montreal" (CIMP OL, 2010) und"We‘re Playing In Here ?" (NoBusiness, 2022) mehrere Aufnahmen heraus.

 

1991 begann Gebhard Ullmann am Kompositionszyklus "Tá Lam" zu arbeiten. Die Arbeit mündete in mehrere Aufnahmen mit unterschiedlich grossen Gruppen. Mit Theo Nabicht (bcl) und Jürgen Kupke (cl) bildete er ab 1998 The Clarinet Trio. Später trat Michael Thieke an die Stelle von Nabicht.

 

Ein weiteres Trio - mit Carlos Bica (b) und Jens Thomas (p) - nannte sich Essencia. Von diesen drei Musikern erschien eine gleichnamige CD (Between The Lines, 2001 und 2005).  Conference Call war  ab 2001 ein Quartett mit Michael Jefrey Stevens (p), Joe Fonda (b) sowie wechselnden Schlagzeugern.

 

Auf "The Big Band Project" (Soul Note, 2004) war Ullmann als Leiter eines grösseren Ensembles zu hören. Die 20-köpfige NDR Big Band spielte Werke von Ullmann, welche von Satoko Fujii, Chris Dahlgren, Günter Lenz und Andy Emler arrangiert wurden.

 

BassX3 war ein Projekt von Ullmann mit Chris Dahlgren (b, elect) und Peter Herbert (b), von dem eine gleichnamige CD (Drimala, 2005) und später "Transatlantic" (Leo, 2012) erschienen. An Stelle von Herbert spielte auf der zweiten Aufnahme Clayton Thomas (b).

 

Mit Chris Dahlgren (b) und Jay Rosen (dm) nahm er "Cut It Out" (Leo, 2006) auf. Stereo Lisa nannte sich ein Projekt von Ullmann mit der Gruppe Olaf Ton sowie weiteren Musikern. Dieses über zehnköpfige Ensemble veröffentlichte "Anno Onno Monno" (Jazzwerkstatt, 2008).

 

Für "Die blaue Nixe" (Between The Lines, 2006) taten sich Ullmann und Chris Dahlgren (b) mit Art Lande (p) zusammen. "Silver White Archives" (Unit, 2014) hiess eine Duoaufnahme von Ullmann (ts, bcl, sampl, loops) mit Almut Kühne (vcl). Für "Marbrakeys" (Leo, 2016) stiess als dritter Musiker Achim Kaufmann (p) dazu.

 

Nur im Duo spielten Ullmann und Kaufmann "Geode" (Leo, 2016) ein. "Gulf Of Berlin" (Jazzwerkstatt, 2014) war eine Aufnahme bzw. eine Gruppe mit Gerhard Gschlössl (tb, sousa), Johannes Fink (b, cello) und Jan Leipnitz (dm). Danach erschienen von dieser Gruppe ein weiteres gleichnamiges Album (ESP, 2021) sowie "For Timothy" (ESP, 2026).

 

"E und U Mann" (Wismart, 2014) zeigte Ullmann mit Daniel Erdmann (ts), Johannes Fink (b) und Christian Lillinger (dm). Unter den Namen von Ullmann, Steve Swell (tb), Fred Lonberg-Holm (cello) und Michael Zerang (dm) erschien "The Chicago Plan" (Clean Feed, 2016).

 

Auf "For New Zealand" (Not Two, 2022) hiess diese Gruppe The Chicago Plan. Mit Oliver Potratz (e-b, effects) und Eric Schaefer (dm, synth) nahm Ullmann als Das Kondensat "Das Kondensat" (2017), "2" (2021) und "Andere Planeten" (2023) auf, alle erschienen bei "WhyPlayJazz".

 

Eine Duoaufnahme mit Alexey Kruglov (as, cl, recorder) hiess "Moscow-Berlin" (Fancy, 2017). Dieses Duo tat sich mit Tatiana Komova (voice, perc, objects) und Almut Kühne (voice, objects) für "Deuce Crossings" (Fancy, 2019) zusammen. mikroPULS hiess eine Gruppe bzw. eine Aufnahme (Intuition, 2019) von Ullmann mit Hans Lüdemann (p), Oliver Potratz (b) und Eric Schaefer (dm).

 

"Hemisphere 4" (JHM, 2023) war eine Ensembleaufnahme und gleichzeitig der erste Teil des Projekts Hemisphere. Die Fortsetzung davon war "Kapitel Zwei" (JHM, 2025). Vitalii Kyianytsia (p) spielte auf "Impromptus Und Interationen" (Kairos, 2024) Solo-Klavierwerke von Ullmann.

 

Auf "String Quartets" (Fineline, 2025) interpretierte das Al Pari Quartett Musik von Stephan Thelen, Gebhard Ullmann und Udo Agnesens. "Coffee And Berries" (ESP, 2026) war eine Quartettaufnahme mit Steve Swell (tb), Joe Morris (b) und Charles Downs (dm).

 

Ullmann ist/war Mitglied der Formationen Charly Schreckschuss Band, Die Elefanten, Friedemanns Aquamarin Orchester, Günter Lenz Springtime, Hannes Zerbe Jazz Orchester, Joe Fonda Quintet, Joe Fonda's Bottoms Out, Lexicon, Minimal Kidds, Satoko Fujii Orchestra Berlin und The Silent Jazz Ensemble.                                       08/26

 

 

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