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Gerry Hemingway

  • musicmakermark
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Avantgarde Jazz-Schlagzeuger, Perkussionist, Komponist und Bandleader, geboren am 23. März 1955 in New Haven, Connecticut. Er stammte aus einer musikalischen Familie. Seine Grossmutter war Konzertpianistin und sein Vater studierte Komposition bei Paul Hindemith.


 

Mit zehn Jahren begann er sich für Schlagzeug und Perkussion zu interessieren. Ab 17-Jährig war er professioneller Musiker. Im Januar und Februar 1978 machte er in New York seine erste Aufnahme als Leader.

 

Sie hiess "Kwambe" (Auricle, 1978) und kam mit Hilfe von Ray Anderson und George Lewis (tb), Jay Hoggard (vibes), Anthony Davis (p) Wes Brown (b, fl) und Mark Helias (b) zu Stande. Im selben Jahr machten Hemingway, Anderson und Helias auch erste gemeinsame Trioaufnahmen.

 

Bei Auftritten im November 1978 wurde "Ohahspe" (Aurice, 1979)  mitgeschnitten. Es war dies die erste einer Reihe von Aufnahmen dieses kammermusikalisch ausgerichteten Trios, das unter den Namen der Musiker oder als BassDrumBone mehrere Aufnahmen veröffentlichte.

 

Von Hemingway erschienen mehrere unbegleitete Soloaufnahmen wie "Solo Works" (Auricle, 1981), "Tubeworks" (Sound Aspects, 1988) mit dem Soloprogramm von 1983/1985 und "Acoustic Solo Works 1983 -1994" (Random Acoustics, 1996) mit teilweise den selben Tracks wie "Tubworks".

 

Weiter ging's mit "Electro-Acoustic Solo Works 1984-95" (Random Acoustics, 1996). "Kernelings" (Auricle, 2014) enthielt die CD "Solo Works 1995-2012" und die DVD "Kernelings". "Reality Axis For Solo Percussion" (Sync Source, 2019) enthielt Solostücke von Hemingway und Sarah Weaver.

 

Von 1983 bis 1994 war er elf Jahre lang Mitglied des Anthony Braxton Quartets, das damals zuerst aus John Lindberg (b) und George Lewis (tb), später aus John Lindberg bzw. Mark Dresser (b) und Marilyn Crispell (p) bestand.

 

Braxton, Crispell, Dresser und Hemingway bildeten das konstanteste und wichtigste Lineup dieser langlebigen Formation. Ende der 1980er Jahre war Hemingway auch Mitglied des Reggie Workman Ensembles. Dazu war er Stammmusiker von Anthony Davis' Episteme Ensemble. Davis setzte ihn auch bei den Aufführungen seiner klassischen Werke und Opern ein.

 

Gerry Hemingway machte eine Reihe von Duoaufnahmen (siehe Gerry Hemingway in Duoaufnahmen). Neben seinen ersten Trioaufnahmen mit Ray Anderson (tb) und Mark Helias (b) bzw. als BassDrumBone folgten im Laufe der Karriere ein ganze Reihe von weiteren Dreiereinspielungen (siehe Gerry Hemingway in Trioaufnahmen).

 

Neben Quartett- und Quintett-Aufnahmen als Co-Leader oder als Sideman veröffentlichte Gerry Hemingway als Leader des Gerry Hemingway Quartets und des Gerry Hemingway Quintets je mehrere Aufnahmen (siehe Gerry Hemingway Quartet/Quintet).

 

Tambastics hiess ein frühes Quartet mit Robert Dick (div fl), Denman Maroney (p) und Mark Dresser (b), von dem eine gleichnamige CD "(Music & Arts, 1992) erschien. Hemingway war Mitglied mehrerer Gruppen um Frank Gratkowski (as, cl, bcl).

 

Exodos hiess ein Quartett mit Fabio Martini (as, cl), Guy Bettini (co, tp, flh) und Luca Sisera (b), von dem "Heuristics" (Leo, 2018) auf den Markt kam. Tim Crofts (p), Norman Adams (cello) und Lukas Pearse (b) gingen mit Hemingway für "Literal Lateral" (suddenlyLISTEN, 2019) ins Studio.        

 

Mit Samuel Blaser (tb), Marc Ducret (g) und Masa Kamaguchi (b) als Co-Leader nahm er "Moods" (Blaser, 2020) auf. "Afterlife" (Auricle, 2022) bestand aus Duo- und Trioaufnahmen. Duopartner waren Florestan Berset (g), Sebastian Strinning (ts), Christy Doran (g) oder Manuel Troller (g).

 

Triopartner waren Manuel Troller und Earl Howard (synth); Linda Egli (vio) und Bänz Oester (b) sowie Florestan Berset (div g) und Bänz Oester (b). Dazu kam ein Quintett-Werk mit Michael Moore (as, cl), Ralph Alessi (tp), Hannah Wirnsperger (fl) und Wolfgang Zwiauer (e-b) und ein Solostück.

 

"# entrainments" (Infrequent Seams, 2023) nannte sich eine Einspielung mit Angelika Niescier (as), Nathan Bontrager (cello) und James Ilgenfritz (b). Von The Bridge, einer Gruppe mit Rodrigo Amado (ts), Alexander von Schlippenbach (p), Ingebrigt Håker Flaten (b) und Hemingway kamen "Beyond The Margins" (Trost, 2023) und "Further Beyond" (Trost, 2025) heraus.

        

Auch als Komponist im E-Musik-Bereich war er aktiv. "Chamber Works" (Tzadik, 1999) wurde mit Hilfe von James Baker (perc), Mark Dresser (b), Marty Ehrlich (cl, bcl), Joshua Gordon (cello), Min-Young Kim (vio), Sara Parkins (vio), David Taylor (b-tb), Liuh-Wen Ting (viola), Cuong Vu (tp) und Lawrence Wolf (p) eingespielt, wobei Hemingway Sampler bediente.

 

Mit "Songs" (Between The Lines, 2002) kehrte er zu einfacheren Formen zurück. Begleitet wurde er dabei von Lisa Sokolov (vcl), James Emery und Kermit Driscoll (g), John Butcher (reeds), Ellery Eskelin (ts), Thomas Lehn (synth), Hert Robertson (tp) und Wolter Wierbos (b). 

 

Hemingway ist zudem auf Aufnahmen von Allan Jaffe, Ray Anderson, Ned Rothenberg, Mark Helias, Franz Kogelmann, Sato Michihiro, James Emery, David Lopato, Michael Moore, Lenore van Stein, Marilyn Crispell, Bob Ostertag, Klaus König, John Cale & Bob Neuwirth, Ivo Perelman, Lisa Sokolov, Michel Wintsch, John Law, Frank Gratkowsky, Richard Teitelbaum, Joe Fonda, Simon Nabatov, Frontton, James Emery, Day & Taxi und vielen anderen zu hören.                              04/26

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