top of page

Greg Osby

  • musicmakermark
  • 14. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit

Amerikanischer Jazz-Altsaxophonist, Flötist, Klarinettist, Komponist und Bandleader, geboren am 3. August 1960 in St. Louis, Missouri. Nach seinen Studien am Berklee College of Music in Boston traf er 1980 auf Branford Marsalis, Donald Harrison und andere Vertreter der späteren "young lions".


 

1983 ging er für ein Konzert mit Jo Faddis nach New York City, wo er sich niederliess. 1985 trat er für sechs Jahren der Gruppe Jack DeJohnette's Special Edition bei. In der Anfangszeit arbeitete er zudem auch für Herbie Hancock, Dizzy Gillespie, Andrew Hill, Muhal Richard Abrams, Jim Hall und Jackie Byard.

 

Mit Steve Coleman wurde er ab 1984 zu den führenden Köpfen der M-Base-Bewegung. In diesem Umfeld entstanden auch seine ersten Aufnahmen unter eigenem Namen. Sein Debutalbum hiess  "Sound Theatre" (JMT, 1987).


Eingespielt wurde es mit Hilfe von Michele Rosewoman (p), Kevin McNeal (g), Lonnie Plaxico (b) Paul Samuels (dm), Terri Lyne Carrington (dm), Haruko Nara (narr) und Fusako Yoshida (koto). Auf "Mindgames" (JMT, 1988) waren Geri Allen (p, key), Edward Simon (p, key) sowie McNeal, Plaxico und Samuels zu hören.

 

Letztere drei Musiker, Simon sowie Cassandra Wilson (vcl), Amina Claudine Myers (vcl), Kevin Eubanks (g), Renee Rosnes (key) und Steve Thornton (perc) begleiteten Osby auch auf "Season Of Renewal" (JMT, 1990). Zwischen 1991 und 2005 veröffentlichte Osby bei "Blue Note" mehr als ein Dutzend Aufnahmen als Leader.

 

Die erste war "Man-Talk For Moderns, Vol. X" (Blue Note, 1991) aufgenommen mit Hilfe von Steve Coleman (as), Gary Thomas (ts, fl), David Gilmore und Chan Johnson (g), Edward Simon und Michael Cain (key), James Genius und Lonnie Plaxico (b), Billy Kilson (dm) sowie Steve Moss (perc).

 

Auf "3-D-Lifestyles" (Blue Note, 1993) setzte Osby neben Darrell Grant (p), David Gilmore (g), Lonnie Plaxico (b) und Bill McClellan (dm) auch die Rapper bzw. Remixer 100 X, Bad Newz, Mustafo, Mal-Blak und Lamar Supreme ein. Die Verbindung von Rap und Jazz setzte er auf "Black Book" (Blue Note, 1995) fort.


Ihm zur Seite bei dieser Aufnahme standen der ehemalige Miles Davis-Sideman und Produzent Mulgrew Miller (p), DJ Ghetto (tt), Calvin Jones (e-b), Bill McClellan (dm) sowie mehrere Rapper, Sängerinnen sowie Beat oder Rhythm Poetry-Künstler.

 

Auf "Art Forum" (Blue Note, 1996) ging es mit James Williams und Darrell Grant (p), Bryan Carrott (vibes), Robin Eubanks (tb), Cleave Guyton (fl), Alex Harden (bcl), Lonnie Plaxico (b) und Jeff "Tain" "Watts" (dm) wieder etwas traditioneller zu und her.

 

Auf "Further Ado" (Blue Note, 1997) waren seine Begleiter Jason Moran (p), Tim Hagans (tp), Mark Shim (ts), Cleave Guyton (fl), Calvin Jones und Lonnie Plaxico (b), Eric Harland (dm) und Jeff Haynes (perc).

 

Auf "Zero" (Blue Note, 1998) und "Banned In New York" (Blue Note, 1999) bestand das Grundgerüst der Band neben Osby aus Jason Moran (p, org, e-p) und Rodney Green (dm). Auf der ersten Aufnahme waren zusätzlich noch Lonnnie Plaxico und Dwayne Burno (b) und Kevin McNeal (g), auf der zweiten Atsushi "Az'Shi" Osadi (b) im Einsatz.

 

Für "Friendly Fire" (Blue Note, 1999) tat er sich mit Joe Lovano (ss, ts, fl) als Co-Leader zusammen. Begleitet wurden die beiden von Jason Moran (p), Cameron Brown (b) und Idris Muhammed (dm). Auf "The Invisible Hand" (Blue Note, 2000) gehörten Andrew Hill (p), Jim Hall (g), Gary Thomas (ts, fl),  Scott Colley (b) und Terri Lyne Carrington (dm) zu seinen Begleiterinnen/ Begleitern.

 

Als New Directions bzw. auf einer gleichnamigen CD (Blue Note, 2000) war er mit Stefon Harris (vibes), Jason Moran (p), Mark Shim (ts), Taurus Mateen (b) und Nasheet Waits (dm) zu hören. Auf "Symbols Of Light (A Solution)" (Blue Note, 2001) setzte Osby neben Moran, Colley und Marlon Browden (dm) ein Streichquartett ein.

 

"Inner Circle" (Blue Note, 2002) hätte schon 1999 erschienen sollen, schien Osby aber zu kompliziert. Eingespielt wurde das Album von Jason Moran (p), Stefon Harris (vibes), Taurus Mateen (b) und Eric Harland (dm). "St. Louis Shoes" (Blue Note, 2003) enthielt Stücke von Duke Ellington, Dizzy Gillespie, Charlie Parker, George Gershwin, W.C. Handy, Thelonious Monk, Cassandra Wilson und Jack DeJohnette.

 

Begleiter bei den Aufnahmen waren Nicholas Payton (tp, flh), Harald O'Neal (p), Robert Hurst (b) und Rodney Green (dm). Fast mit der selben Besetzung – mit Megumi Yonezawa (p) anstelle von O'Neal -  entstand später "Public" (Blue Note, 2004). Dazu kam als Sängerin Joan Osborne.

 

"Channel Three" (Blue Note, 2005) war eine Trioaufnahme mit Matthew Brewer (b) und Jeff "Tain" Watts (dm). Zwischen den "Blue Note"-Veröffentlichungen erschienen auch auf anderen Labels an die 20 weitere Aufnahmen von Osby als Leader oder als Co-Leader.

 

Dabei traf er auf Musikerinnen und Musiker wie Marc Copland, Charlie Hunter, Bobby Previte, Terri Lyne Carrington, Adam Rogers, Jimmy Haslip, Andrew Cyrille und andere. Bei discogs.com hat er fast 200 Einträge als Musiker.

 

Greg Osby machte als Sideman Aufnahmen mit Oliver Lake, Dianne Reeves, Andrew Hill, Strata Institute, M-Base Collective, Steve Coleman, Gary Thomas, Cassandra Wilson, Terri Lyne Carrington, Mark Helias, Cecil Brooks III, Franco Ambrosetti, Michael Formanek, Lonnie Plaxico, Ed Schuler, Bob Belden, Terumasa Hino, Cindy Blackman, Stefon Harris, Jason Moran, Uri Caine, Peter Herborn, Yo Miles!, Liberty Ellman und anderen.

 

Er war Mitglied der Gruppen Ben Markley Quartet, Ed Schuller & Band, Herbie Hancock Quartet, M-Base Collective, Michele Rosewoman And Quintessence, Paul Motian Trio 2000 + Two, Phil Lesh And Friends, Project Z, Sam Rivers' Rivbea All-Star Orchestra, Strata Institute, Terumasa Hino-Masabumi Kikuchi Quintet, The Aruán Ortiz And Michael Janisch Quintet, The Blue Note All-Stars und The Jim Hall Quartet.                                     04/26

Compendium musicum

©2023 von Compendium musicum. Erstellt mit Wix.com

bottom of page