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Hall Overton

  • musicmakermark
  • vor 2 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanischer Jazz-Pianist, Komponist und Musiklehrer, geboren am 23. Februar 1920 in Bangor, Michigan. Er spielte schon früh Klavier und besuchte von 1940 bis 1942 das Chicago Musical College, wo er Musik-Theorie und Komposition studierte.


 

Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er in Europa. Damals kam er mit dem Jazz in Berührung. Nach seiner Armee-Zeit setzte er seine Studien an der Juilliard School of Music in New York City fort, wo Vincent Persichetti sein Lehrer war. Er schloss seine Ausbildung 1951 ab und wurde selber Lehrer an der Juilliard.


Er wohnte ab Mitte der 1950er Jahre in einem Loft zusammen mit anderen Künstlern und Musikern. Der Fotograf Eugene Smith, der ebenfalls dort lebte, nahm viele dieser Sessions auf, die dort stattfanden.

 

Zwischen 1957 und 1965 kamen so 4000 Stunden Material auf 1740 Tonbändern zustand. Dazu kamen 40'000 Fotos, die Smith bei diesem Jam-Sessions schoss. Die Aufnahmen und Fotos wurden ab 2000 im Rahmen des "Jazz Loft Project" veröffentlicht.

 

Overton schrieb damals auch klassische Werke, doch er war vor allem als Jazzmusiker aktiv. Er machte Aufnahmen als Mitglied der Gruppen Jimmy Raney Quintet, Teddy Charles Quintet, Red Norvo Trio und Sam Most Sextet.

 

Mit Teddy Charles (vibes, marimba, glockenspiel, xylophone) und Ed Shaughnessy (dm) als Co-Leader bzw. Mitmusiker nahm er "New Directions" (Prestige, 1954) auf. Im Rahmen der "Jazz Laboratory Series" erschien unter seinem Namen "Vol. 2" (Signal, 1957).

 

Seine Begleiter waren Teddy Kotick (b) und Nick Stabulas (dm) sowie Phil Woods (as) nur auf der A-Seite. Hal Overton war Arrangeur von Orchesterwerken, die Thelonious Monk am 28. Februar 1959 aufführte und die auf der LP "At Town Hall" (Riverside, 1959) veröffentlicht wurden.

 

Später war Overton auch Arrangeur der Werke, die Monk am 30. Dezember 1963 im Lincoln Center aufführte und die auf der Live-LP "Big Band and Quartet in Concert" (Columbia, 1964) herausgebracht wurden. Mit einem Werk von Ezra Laderman wurde sein "Second String Quartet" auf einer LP (Composers Recordings, Inc., 1959) des Beaux Arts String Quartets veröffentlicht.

 

Eine Duoaufnahme mit Dave McKenna, einem anderen Pianisten, kam unter dem Titel "Dual Piano Jazz" (Bethlehem, 1961) heraus. Seine "Symphony No.2 In One Movement" in einer Ausführung von The Louisville Orchestra erschien auf einer Einzel-LP zusammen mit einem Werk von Walter Piston oder im Rahmen einer 6-LP Box (beide First Edition, 1962) mit vielen weiteren Werken anderer Komponisten.

 

Er schrieb ein Werk für das Orchestra U.S.A. von John Lewis und Gunter Schuller. Eine andere Komposition veröffentlichte Robert Helps (p) zusammen mit Werken anderer Komponisten auf seiner Doppel-LP "New Music For The Piano" (Composers Recordings, Inc., 1971).

 

Mit dem Komponisten Lester Trimble teilte sich Overton die LP "Pulsations/In Praise Of Diplomacy And Common Sense" (Composers Recordings, Inc., 1972). Die beiden Werke wurden von der Formation The Ensemble unter Dennis Russell Davies eingespielt.

 

Hal Overton besitzt bei discogs.com 27 Einträge als Komponist oder Arrangeur sowie 45 als Musiker. Auch Stan Getz, Charles Mingus und andere griffen auch seine Talente zurück. Overton war zudem Lehrer an der Yale School of Music und der New School of Social Research. Er starb am 24. November 1972 im Alter von 52 Jahren in New York City. 06/26

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