Henri Texier
- musicmakermark
- vor 7 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Französischer Jazz-Bassist, Multiinstrumentalist, Komponist und Bandleader, geboren am 27. Januar 1945 in Paris. Er war im Alter von 15 Jahren als Pianist aktiv, wechselte dann für ein Engagement bei Jef Gilson auf den Bass, dessen Spiel er sich selber beibrachte.

Mit Gilson stand Texier auch erstmals in einem Aufnahmestudio. In den Jazzclubs von Paris arbeitete er ab den frühen 1960er Jahren mit Exil-Amerikanern wie Bud Powell, Johnny Griffin oder Bill Coleman.
Ab 1965 arbeitete er auch für Don Cherry, dann mit Martial Solal, Lee Konitz, Art Farmer und Randy Weston. Bekannt wurde Texier dem europäischen Jazzpublikum gegen Ende der 1960er Jahre als Mitglied der Formation Phil Woods And His European Rhythm Machine.
Weitere Aufnahmen machte er Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre mit Georges Arvanitas, Michel Graillier, René Urtreger, Maurice Vander, Guy Laffitte, Henri Renaud, George Gruntz, François Jeanneau und vielen anderen.
"Amir" (Eurodisc, 1976) war sein erstes Album unter eigenem Namen. Es war eine unbegleitete Soloaufnahme, bei der Texier neben einem Bass, auch Viola, Oud, Flöte, Klavier und Perkussion einsetzte. Die Fortsetzung davon waren "Varech" (Eurodisc, 1977) und "A Cordes Et A Cris" (JMS, 1979).
"Akagera" (JMS, 1980) war eine erste Aufnahme als Co-Leader. An seiner Seite standen François Jeanneau (ts, ss, fl) und Daniel Humair (dm). Von Henri Texier erschienen in der Folge mehr als 20 weitere Aufnahmen als Co-Leader. Auch als alleiniger Leader konnte er weitere Aufnahmen veröffentlichen.
Für "Colonel Skopje" (Label Bleu, 1989) umgab er sich mit Joe Lovano (sax, fl, perc), John Abercombie (g), Steve Swallow (e-b) und Aldo Romano (dm). Auf "Respect" (Label Bleu, 1997) waren Lee Konitz (as), Bob Brookmeyer (v-tb), Steve Swallow (e-b) und Paul Motian (dm) seine Begleiter.
"Doue Lann" (L'Oz, 1998) war eine gemeinsame Aufnahme mit der bretonischen Volksmusikgruppe Bagad Men Ha Tan. "Remparts D'Argile" (Label Bleu, 2000) zeigt ihn im Trio mit seinem Sohn Sébastien Texier (as, cl) und Tony Rabeson (dm).
Diese drei Musiker sowie weitere waren auch auf "Mad Nomad(s)" (Label Bleu, 2002) zu hören. Bei "Holy Lola" (Normal, 2004) handelte es sich um einen Soundtrack, eingespielt mit einem grösseren Ensemble. Die Doppel-CD "Blue Wind Story" (Label Bleu, 2008) war eine Compilation mit Tracks seiner bisherigen Alben für dieses Label.
"Dakota Mab (Live At Theater Gütersloh)" (Intuition, 2016) zeigt Texier mit Sébastien Texier (as, cl), François Corneloup (bars) und Louis Moutin (dm). Sébastian Texier begleitete seinen Vater mit Gautier Garrigue (dm) auch auf den nächsten eigenen Alben "Sand Woman" (Label Bleu, 2018), "Chance" (Label Bleu, 2020), "Heteroklite Lockdown" (Label Bleu, 2022), "An Indian's Life" (Label Bleu, 2023) und "Healing Songs" (Label Bleu, 2025),
Dazu kam mehr als ein Dutzend Aufnahmen, die er unter diversen Gruppennamen wie herausbringen konnte (siehe Henri Texier in eigenen Gruppen).
Weitere Gruppen, in denen Henri Texier mitmachte, waren Catherine Ribeiro + Alpes, Das Deutsch-Französische Jazz Ensemble, François Jeanneau Pandemonium, Gérard Marais Quartet, Gérard Marais Sextet, Jef Gilson Septet, Joe Lovano Wind Ensemble, Randy Weston's African Rhythms, Romano, Sclavis, Texier, Soñjal Septet und The George Gruntz Trio.Insgesamt listet discogs.com für Texier fast 200 Aufnahmen auf. 04/26


