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Ivory Joe Hunter

  • musicmakermark
  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanischer R&B-Singer/Songwriter und Pianist, geboren am 10. Oktober 1914 in Kirbyville, Texas. Ivory Joe Hunter war sein richtiger Name und nicht ein Künstlername. Sein Vater spielte Gitarre und seine Mutter sang in Gospelchören.


 

Schon 13-Jährig erwies er sich als talentierter Pianist. 19-Jährig machte er erste Aufnahme für Alan Lomax und die Library of Congress. In den frühen 1940er Jahre hatte er in Beaumont, Texas, bei KFDM eine Radioshow.

 

1942 zog er nach Los Angeles, wo er Mitte der 1940er Jahre Mitglied von Johnny Moore's Three Blazers wurde. Sein erster selbst geschriebener Song "Blues At Sunrise" wurde von den Three Blazers für sein eigenes Label "Ivory Records" aufgenommen und wurde 1945 ein Top-3 Hit in den nationalen R&B-Charts.

 

Ende der 1940er Jahre gründete er "Pacific Records" und veröffentliche dort total 11 Schellack-Schallplatten mit je zwei Songs, darunter "Pretty Mama Blues" (Pacific, 1948), seine erster Nummer-1-Hit in den R&B-Charts.

 

Danach folgten bis 1949 eine ganze Reihe von weitere Aufnahmen für Labels wie "4 Star", "King" und "MGM". Unter den zahlreichen Hits hatte er mit "I Almost Lost My Mind" (MGM, 1949), "I Need You So" (MGM, 1950) und "Since I Met You Baby" (Atlantic, 1956) drei weitere Nummer-1-R&B-Nummern.

 

Letztere Single fand auch den Weg in die Billboard Hot 100 und war dort mit Platz 12 die bestplatzierte seiner wenigen Singles in den Pop-Charts. Im Frühling wurde er von Elvis Presley eingeladen, ihn in Graceland in Memphis, Tennessee, zu besuchen. Hunter blieb zwei Tage und spielte und sang zusammen mit Presley.

 

Im Verlaufe seiner Karriere schrieb Hunter rund 7000 Songs. Gegen Ende der 1950er Jahre begann sein Stern zu sinken. Mit "City Lights" (Dot, 1958) hatte er 1959 seine letzte Single in den Charts, auf Platz 92 der Billboard Hot 100.

 

Bis zu seinem Tod erschienen weitere, nicht chartsplatzierte Singles auf Labels wie "Capitol", "Vee-Jay", "Smash", "Stax", "Teardrop", "Goldwax", "Veep", "Sound Stage 7", "Epic" und anderen. Ende der 1960er Jahre versuchte er sich als Country-Sänger und kam zu Auftritten in der Grand Ole Opry.

 

Sonny James hatte mit seiner Version des Hunter-Songs "Since I Met You Baby" (Capitol, 1969) einen Nummer-1-Hit bei den Country-Singles. Im selben Jahr coverte auch Jerry Lee Lewis diesen Song.

 

Dieser Erfolg ermöglichte es Ivory Joe Hunter in Memphis mit Hilfe von Isaac Hayes und anderen das Album "The Return of Ivory Joe Hunter" (Epic, 1971) aufzunehmen. Dazu konnte er am Monterey Jazz Festival auftreten. Mit "I've Always Been Country" (Paramount, 1973) erschien ein reines Country-Album. Am 8. November 1974 starb Ivory Joe Hunter 60-jährig in Memphis, Tennessee.

 

Seit dem Aufkommen der LP waren von Ivory Joe Hunter rund ein Dutzend weitere Alben erschienen. Dazu kamen nach seinem Tod fast drei Dutzend Compilations. Darunter befand sich die vom Label "Classics" heraus gebrachte vierteilige Reihe "The Chronological Ivory Joe Hunter" mit den Einzelteilten "1945-1947" (2001), "1947" (2002), "1947-1950" (2002) und "1950-1951" (2004).                                              01/26

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