J.G. Thirlwell
- musicmakermark
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Australischer Sänger, Musiker, Komponist und Bandleader, geboren am 29. Januar 1960 in Melbourne als James George bzw. Jim oder J.G. Thirlwell. 1978 zog Thirlwell nach London.

Dort geriet er in den Kreis um Gruppen, Musiker und Musikerinnen wie Lydia Lunch, Einstürzende Neubauten, Nurse With Wound, The Birthday Party und andere Vertreterinnen und Vertreter des Avantgarde Rock und der experimentellen Musik.
1980 gründete er mit "Self Immolation" ein eigenes Label, wo seine ersten Veröffentlichungen seines Hauptprojekts Foetus herauskamen. Von Foetus und seinen Nebenprojekten erschienen um die 20 Alben und ebenfalls rund 20 EPs/Singles.
Unter seinem richtigen Namen machte sich Thirlwell einen Namen als Remixer für Bands wie Nine Inch Nails, Red Hot Chilli Peppers und andere. Dazu schrieb er Werke für das Kronos Quartet oder für Bang On A Can sowie für diverse TV-Serien und -Shows.
Einen Teil der Musik, die er während Jahren für die TV-Serie "The Venture Bros." schrieb und einspielte, erschien auf der CD "The Venture Bros.™ The Music Of JG Thirlwell Vol. 01" (Williams Street, 2009).
Die Fortsetzungen davon waren später "The Venture Bros. Volume Two" (Ectopic Ents, 2016) und "Music From The Venture Bros Volume Three" (Ectopic Ents, 2025). Andere Soundtrackarbeiten hiessen "The Blue Eyes" (Ectopic Ents, 2013), "Imponderable" (Ectopic Ents, 2016) und "Archer Original Soundtrack Seasons · 7 – 9" (Iam8bit, 2024).
Ein Solo-Projekt nannte sich Manorexia. Von diesem erschienen die CD-Trilogie "Volvox Turbo" (Ectopic, 2001), "The Radiolarian Ooze" (Ectopic, 2002) und "The Mesopelagic Waters" (Tzadik, 2010).
Letztere CD enthielt Arrangements für ein Streichquartett von früherem Material, das Thirlwell für Manorexia geschrieben hatte. Die letzte Aufnahme von Manorexia war das Album "Dinoflagellate Blooms" (Ectopic, 2011), das als CD im Set mit einer DVD erschien.
Weitere Arrangements von Thirlwell für Streichquartett erschienen auf der CD "Versions" (Sacred Bones, 2013) der Singer/Songwriterin Zola Jesus alias Nika Roza Danilova. Gespielt wurden Streicherklänge vom Mivos Quartet.
Liveaufnahmen dieser Kombination wurden auf der Promo-DVD "Sacred Bones & Pitchfork TV Present Zola Jesus With JG Thirlwell & Mivos Quartet (Filmed At The Guggenheim Museum, New York, NY)" (Sacred Bones, 2013) veröffentlicht.
Mit dem schwedischen Multiinstrumentalisten Simon Steensland spielte Thirlwell "Oscillospira" (Ipecac, 2020) ein. "Dystonia" (Cantaloupe, 2023) enthielt fünf Kompositionen für ein Streichquartett, gespielt vom Mivos Quartet, mit dem Thirlwell schon früher zusammengearbeitet hatte.
Thirlwell veröffentlichte auch unter Projektnamen wie Bubba Kowalski, Clint Ruin, Filth Spektor, Frank Want, Karl Satan And The Transvestites From Hell, Phillip Toss, Steroid Maximus und Xordox viele Aufnahmen.
Dazu war er Leader oder Mitglied von Gruppen wie Baby Zizanie, Come, The Foetus Symphony Orchestra, Freq_Out, The Freq_Out Orchestra, Garage Monsters, Hydroze Plus, The Immaculate Consumptive, The Murray Fontana Orchestra, Nick Cave & The Bad Seeds, Spec Records und Wiseblood.
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