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Joe Gibbs

musicmakermark
24. Sept.
3 Min. Lesezeit

Jamaikanischer Reggae-Produzent, geboren am 14. Oktober 1942 in Salt Spring, St. James, als Joel Arthur Gibson. Er studiert Elektronik in Kuba und arbeitete als Elektrotechniker in Montego Bay. Nach dem Umzug nach Kingston eröffnete er ein Geschäft, in dem er vor allem Fernseher verkaufte und reparierte.


 

Dann fing er auch an, Schallplatten zu verkaufen. 1966 begann er im hinteren Teil seines Geschäfts mit einer Zwei-Track-Tonbandmaschine selber erste Aufnahmen zu realisieren. Er arbeitete mit Lee "Scratch" Perry zusammen.

 

Mit Hilfe von Bunny Lee gründete er das eigene Label "Amalgamated Records". Seinen ersten Erfolg hatte er mit einem der ersten Rocksteady-Songs, mit Roy Shirleys "Hold Them". Nachdem Lee Perry sein eigenes Label gründete, holte er Winston "Niney" Holness alias Niney The Observer dazu.

 

Während der Rocksteady-Zeit bis 1970 veröffentlichte Gibbs mehrere Hits von The Pioneers, Errol Dunkley und Ken Parker. Er arbeitete mit Lynn Taitt & The Jets oder mit The Hippy Boys als Backingbands seiner Sänger zusammen.

 

Dann begann er sich, neben seiner Arbeit mit Rocksteady-Künstlern, auf den damals neuartigen Reggae-Sound zu konzentrieren. Mit "Love Of The Common People" (Trojan, 1970) von Nicky Thomas hatte er einen ersten internationalen Hit.

 

Die Single schaffte es in die Top-10 der britischen Charts. Weitere Bands und Musiker in seinem "Stall" waren The Ethiopians, Delroy Wilson und The Heptones. Mit "Jogib", "Shock" und "Pressure Beat" gründete er neue Labels.

 

1972 richtete er ein neues Studio ein und begann mit Errol Thompson als Tontechniker zu arbeiten. Gibbs und Thompson wurden als The Mighty Two bekannt. Ihre Studioband hiess The Professionals und bestand aus Earl "Chinna" Smith (g), Robbie Shakespeare (e-b) und Sly Dunbar (dm) als bekannteste Musiker.

 

In jener Zeit enstanden Hunderte von Singles. Darunter befanden sich die Hits "Money in My Pocket" von Dennis Brown, "Ah So We Stay" von Big Youth und "Eviction" von Black Uhuru. Das Duo Gibbs und Thompson hatte über 100 Nummer-1-Hits in Jamaika.

 

1975 liess er ein 16-Track-Studio bauen und veröffentlichte Schallplatten unter Labels wie "Crazy Joe", "Reflections", "Belmont" oder "Town & Country".

 

Er produzierte Hits von  Dennis Brown, Jacob Miller, Sylford Walker, The Mighty Diamonds, Gregory Isaacs, Prince Alla, Junior Byles, Marcia Aitken, Althea & Donna, John Holt, Barrington Levy, Cornell Campbell, Dean Fraser, Delroy Wilson, Beres Hammond, Ranking Joe, Prince Jazzbo, Prince Mohammed, Dillinger, Trinity, Prince Far I, Clint Eastwood, I-Roy sowie Kojak & Liza.

 

Mit der LP "Two Sevens Clash" (Joe Gibbs, 1977) von Culture stiess Gibbs die Verbindung von Punk und Reggae an. Eine der Vorreiterbands war The Clash, die dieses Album als grossen Einfluss bezeichneten. Bis zu seinem Tod am 22. Februar 2008 im Alter von 65 Jahren in Miami, Florida, produzierte Gibbs weitere Hits.

 

Joe Gibbs Schaffen als Produzent wurde auf mehreren Compilations aufgezeigt. Es waren dies die CD bzw. Doppel-CD "The Reggae Train 1968 – 1971" (Trojan, 1988), "Rock Steadyin' To Reggae (Early Years Vol.2)" (Rocky One, 1995), "Anthology 1967 To 1979 (Love Of The Common People)" (Trojan, 2001) und "Joe Gibbs Productions" (Soul Jazz, 2003).

 

Später folgten die beiden Doppel-CDs "Scorchers From The Mighty Two" (17 North Parade, 2008) und "Scorchers From The Early Years 1967-73" (17 North Parade, 2009). Die fünfteilige Serie "12" Reggae Discomix Showcase" (17 North Parade, 2009 bzw. 2010) enthielt Songs, die auf Maxisingles veröffentlicht worden waren.

 

Weitere Compilations hiessen "Money In My Pocket: The Joe Gibbs Single Collection 1972-1973" (Doctor Bird, 2022), "Reggae Anthology: King Scorchers From The Early Years 1967-73" (17 North Parade, 2022) und die Doppel-CD "Dancehall Stylee (Classic Dancehall Sounds 1979-1981)" (Doctor Bird, 2023).                                        09/26

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