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Klaus Nomi

  • musicmakermark
  • vor 2 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Deutscher Countertenor zwischen Synth Pop, New Wave, Disco und Operngesang, geboren am 24. Januar 1944 in Immenstadt im Allgäu als Klaus Sperber. Sperber interessierte sich, inspiriert durch die Musik im Elternhaus, schon als Jugendlicher für Opern- und Popmusik und entdeckte sein Talent als Opernsänger.


 

Zuerst scheiterten alle Versuche, in der Welt der Oper Fuss zu fassen. Statdessen erlernte er den Beruf des Konditors. Er arbeitete dazu als Statist an den Essener Bühnen und absolvierte später seine Gesangsausbildung in Berlin, wo er an der Deutschen Oper nebenbei als Platzanweiser arbeitete.

 

Damals sang er auch Opernmelodien und Arien im Berliner Nachtclub Kleist-Kasino. Obwohl er einige Semester an einer Musikhochschule studierte, wurde er von keinem Theater angenommen. 1973 zog Sperber nach New York, das damals als Mekka der Kreativszene galt.

 

Dort bewegte er sich in den Künstlerkreisen des East Village in Manhattan. In den ersten Jahren schlug er sich mit Aushilfsjobs durch und eröffnete später eine Konditorei, mit der er unter anderem das Guggenheim Museum belieferte. Parallel dazu entwickelte er seine Stimmlage von Tenor in Countertenor.

 

Fortan nannte er sich Klaus Nomi. Er trat auf Kellerbühnen auf und entwickelte sich mit seinem aussergewöhnlichen Auftreten und Talent zu einer Underground-Attraktion. 1979 engagierte ihn David Bowie als Backgroundsänger für einen Auftritt bei der NBC-Show "Saturday Night Live"

 

Dies verhalf Nomi zu Schallplattenvertrag. Er wurde als "singender Konditor" zu Fernsehshows eingeladen. Eine Zeit lang lebte Nomi mit dem Filmemacher Rosa von Praunheim in der Lower East Side zusammen. Auch mit Jean-Michel Basquiat hatte er eine kurze Affäre.

 

"Klaus Nomi" (RCA Victor, 1981) und "Simple Man" (RCA Victor, 1982) hiessen seine beiden ersten Alben. Klaus Nomi starb am 6. August 1983 in New York City 39-jährig an den Folgen seiner HIV-Infektion. Er war eines der ersten prominenten Aids-Opfer. Diese Krankheit war damals noch weitgehend unbekannt.

 

Im Nachhinein erschienen weitere Alben "In Concert" (RCA, 1986) zeigt ihn 1979 bei einem Auftritt im "Hurrah's" in New York City. Unter dem Titel "Za Bakdaz" (Heliocentric, 2008) wurde Nomis unvollende Sinfonie veröffentlicht.

 

Die LPs "Remixes" und "Remixes (Volume 2)" (beide Legacy, 2023) enthielten Neubearbeitungen von relativ unbekannten Remixern und Remixerinnen. Nach seinem Tod kamen die ersten Compilations heraus. Später folgten zwei Wiederveröffentlichungspakete.

 

"Nomi" (Legacy, Sony und Spindizzy, 2023) hiess ein 4-LP Set mit den beiden ersten Studioalben, dem Livealbum und einer Compilation mit dem Titel "Encore… (Nomi's Best)". Das selbe ohne Compilation kam unter dem Titel "Klaus Nomi - Simple Man – Encore" (RCA) in Form eines 3-CD-Sets auf den Markt.                                                06/26

 

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