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Lamont Dozier

Amerikanischer Soul-Singer/Songwriter und Produzent, geboren am 16. Juni 1941 in Detroit, Michigan. Er bildete zusammen mit Tyrone Hunter, Gene Dyer, Ken Johnson, Leon Ware und Don Davenport die Formation The Romeos, von der 1957/1958 bei "Fox" und "Atco" drei Singles erschienen.


Danach tat er sich mit Ty Hunter, C.P. Spencer, Freddie Gorman und dem späteren Temptations-Mitglied David Ruffin zu The Voice Masters zusammen, um 1959/1960 für "Anna" und "Frisco" weitere drei Singles aufzunehmen. 1960/1961 spielte er unter dem Namen Lamont Anthony drei erfolglose Singles für die Labels "Anna" und "Checkmate" ein.


Ab 1962 stand er als Songschreiber in den Dienstes des Musikverlags "Jobete Music Publishing", der wie das Plattenlabel "Motown Records" und seine Unterlabels Berry Gordy gehörte. Dort schrieb er zuerst mit Brian Holland sowie teilweise mit anderen "Motown"-Songschreibern erste Stücke. Mit der Zeit kristallisierte sich ein Trio heraus, das neben Brian Holland und Lamont Dozier aus Eddie Holland, dem älteren Bruder von Brian Holland, bestand.


Holland-Dozier-Holland wurde in den 1960er und 1970er Jahren das erfolgreichste Songschreiber- und Produktionsteam des Souls mit Dutzenden von Hits für "Motown"-Künstlerinnen und Künstler wie Martha & The Vandellas, The Supremes, The Four Tops, The Isley Brothers, The Temptations, Marvin Gaye und viele andere. 1968 verliessen H-D-H das "Motown"-Imperium und gründeten mit "Invictus" und "Hot Wax" zwei eigene, aber erfolglose Label.


Brian Holland und Lamont Dozier veröffentlichten als Holland & Dozier für "Invictus" 1972/1973 mehrere Singles. Dozier verliess Holland–Dozier–Holland Productions Inc. (HDHP) 1973, um sich erneut als Sänger zu versuchen. Zwischen 1973 und 1981 erschienen bei den Labels "ABC", "Warner" und "Columbia" knapp zehn Singles, von denen nur wenige in die Charts kamen.


"Trying To Hold On To My Woman/We Don't Want Nobody To Come Between Us" (ABC, 1973) schaffte es auf Platz 4 der R&B- und auf Platz 15 der Billboard Hot 100-Charts. "All Cried Out/Rose" (ABC, 1974) stand im Jahr darauf auf Platz 4 bei den R&B-Singles und auf Platz 26 bei den Billboard Hot 100. Für diese und andere Labels nahm er zudem bis Anfang der 1990er Jahre rund ein Dutzend Alben ein.


Unter dem Titel "The ABC Years & Lost Sessions" (Expansion, 2000) erschien später auch bisher unveröffentliches Material aus seiner Zeit Anfang/Mitte der 1970er Jahre für "ABC". Im Verlaufe der Jahre wurden mehrere Compilations mit Solo-Material von Dozier zusammengestellt. Die wichtigsten waren die CD "The ABC Years & Lost Sessions" (Expansion, 2000), die beiden Doppel-CDs "Going Back To My Roots - The Anthology" (Castle, 2000) und "The Best Of Lamont Dozier" (Castle, 2001) sowie die Triple-CD "Why Can't We Be Lovers? (The Definitive Collection)" (Sanctuary Midline, 2005).


Lamont Dozier schrieb auch nach seiner Zeit bei H-D-H eine Reihe von weiteren Hits, darunter zusammen mit Phil Collins "Two Hearts" (Atlantic, 1988). Dieser Song für den Soundtrack zum Film "Buster" war bei den Billboard Hot 100 ein Nummer-1-Hit. Trotz eines Streits kam es in den 2000er Jahren zu einer Reunion von Holland, Dozier und Holland.


Die drei Komponisten schreiben gemeinsam 22 neue Songs. Das dabei entstandene Musical "The First Wives Club" wurde in San Diego aufgeführt und war ein grosser Erfolg. Es wurde später auch am Broadway in New York aufgeführt und mit Bette Midler, Diane Keaton und Goldie Hawn in den Hauptrollen auch verfilmt. Lamont Dozier starb am 8. August 2022 im Alter von 81 Jahren in der Nähe von Scottsdale, Arizona. 06/23


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